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Only the flower knows, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Ein gerne verwendetes Thema in der Boys Love ist, dass einer der Auserwählten erst gar nichts mit dem anderen zu tun haben will und schon gar nicht intim werden. Doch der aktivere umgarnt den störrischeren Partner mit viel List und Beharrlichkeit, bis auch der Unwilligere endlich dazu bereit ist, sein Herz zu öffnen und sich somit seinen eigenen Gefühle zu stellen. So wie in „Only the Flower knows“ von Rihito Takarai.

 

Arikawa ist Student der Rechtswissenschaften und hat mit Blumen eigentlich nichts am Hut. Zudem kann er nicht besonders gut sehen, so dass Sehhilfen unerlässlich sind. Als wieder einmal seine Kontaktlinsen nicht so sitzen wie sie sollen und er auch seine Brille nicht griffbereit hat, stößt er an dem tag gleich zwei Mal mit einem Kommilitonen zusammen, dessen Gesicht zwar undeutlich bleibt, an dessen ungewöhnliche Kette er sich aber auch noch erinnert, als er eben diese in seinen eigenen Sachen wiederfindet.

So setzt er alles daran, den Schmuck zurückzugeben, denn er kann die Begegnung nicht vergessen und will den anderen genauer kennen lernen. Es handelt sich um Misaki, der Agrarwissenschafften studiert und einem Professor als Hilfskraft zur Hand geht.

Der junge Mann ist gar nicht begeistert, dass man ihn wiedergefunden hat und wehrt jeden weiteren Kontakt so gut er kann ab. Doch das macht Arikawa um so neugieriger und er nutzt die Gelegenheit seinem Schwarm weiterhin nahe zu bleiben, als der Professor eine weitere Hilfskraft sucht.

 

Langsam und ganz natürlich geht die Künstlerin an das Thema heran und versucht es so lebensnah wie möglich zu behandeln. Feinfühlig geht sie mit den Gefühlen der jungen Männer um, die nachvollziehbare Macken und Eigenheiten haben, die sie zusätzlich sympathisch machen.

Sie verzichtet dabei ganz auf schräge Gags oder erotische Situationen – lässt die Figuren aufeinander zukommen und sich einander beschnuppert. Aus diesem Grund konzentriert sich der Band ganz auf die Wahrnehmung Arikawas und verzichtet auf erotische Spielereien oder gar intime Begegnungen.

Das hebt den Titel unter vergleichbaren Werken der Boys Love heraus und macht ihn auch für erfahrenere Leser interessant, denen der Weg mittlerweile wichtiger ist als das Ergebnis, sprich der Sex. Die Zeichnungen passen mit ihrem feinen Strich ausgezeichnet zum Inhalt und vertiefen zudem die gefühlvolle Atmosphäre.

Gerade weil die Geschichte realistisch bleibt ist die nicht so gut vorhersehbar und wird vermutlich noch weitere Überraschungen bieten.

 

Gerade weil „Only the Flower knows“ die Entwicklung einer Liebe sehr lebensnah schildert und dabei ohne Sex und Action Spannung erzeugt, bietet die Reihe mehr als übliche Boys Love Titel und ist auch für erfahrenere Leser interessant.

 

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Comic:

Only the flower knows (Band 1)

 

Autor & Künstler: Rihito Takarai

Original: Hana nomizo shiru, Vol 1 Japan, 2010

Aus dem Japanischen von Yvonne Gerstheimer

Taschenbuch, 180 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Januar 2012

ISBN-10: 3842003390

ISBN-13: 978-3842003392

 

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 27.03.2012, zuletzt aktualisiert: 03.11.2015 19:11