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07-Ghost, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Einst gab es zwei mächtige Reiche, die unter dem Schutz der Engel Raphael und Michael standen und in deren Namen gegen den grausamen Totengott Verloren kämpfen. Doch vor einigen Jahren wurde das eine dem Erdboden gleich gemacht und die Königsfamilie ausgerottet – so glaubte man zumindest.

 

An der Akademie von Barsburg werden die jungen Männer ausgebildet, die in der Lage sind die magischen Kampfkünste des Zaiphon auszuüben und sich damit gegen mächtige Feinde zu stellen. Allerdings bestehen am Ende nur wenige die Prüfung, in der sie zeigen müssen, dass sie nach der Theorie auch die Praxis beherrschen.

Der Waisenjunge und ehemalige Sklave Teito gehört zu denen, die besonders gut mit dem Zaiphon umgehen können. Doch das ist nur einer der Gründe, warum ihn viele andere nicht leiden können. Auch wenn der junge Mann keine Erinnerung an sein früheres Leben hat, so strahlt er doch eine gewisse Kraft aus. Allein der selbstbewusste Mikage hält zu ihm.

Diese kommt deutlicher zum Vorschein, als er sich der letzten Prüfung stellt. Das beunruhigt seine Lehrer und sie wollen ihn gefangen setzen. Doch Teito flieht, weil erste Visionen durch seinen Kopf huschen, die ihm andeuten, dass hinter seinen Fähigkeiten und seinem Wesen vielleicht viel mehr steckt, als sie alle ahnen.

Es gelingt ihm in einen anderen Teil der Stadt und den Schoß der Kirche zu fliehen. Dort erfährt er nicht nur Freundlichkeit und Hilfe sondern auch ein beunruhigendes Geheimnis, dass ihn mehr als alle anderen betrifft. Und hier kommen auch erstmals die Seven Ghost ins Spiel…

 

Nicht nur die Namen der Figuren wie „Labrador“ oder „Frau“ sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, auch die Geschichte selbst. Man wird quasi mitten in die Handlung, in eine Actionszene geworfen und erfährt erst nach und nach in ruhigeren Einschüben, wo man sich eigentlich befindet und wer die Hauptfiguren sind. Welchen Hintergrund das ganze allerdings hat – das verschweigt der Manga sehr lange.

Bis es so weit ist, geht es turbulent und hektisch zu. Die Handlung überschlägt sich in den zahlreichen Kampfszenen und kommt nicht einmal zur Ruhe, wenn es um wichtige Informationen geht. Diese muss man sich mühsam aus achtlos in die Geschehnisse geworfenen Andeutungen zusammen klauben.

Das Setting ist schon phantastisch, wenn auch wieder ein typisch bunter Japan-Mix aus Steampunk und Fantasy, der vor allem durch seine anachronistischen Versatzstücke und die seltsame Interpretation christlich-jüdischer Mythologie lebt.

Alles in allem hat der Manga schon interessante Momente, diese muss man aber suchen, da die Erzählweise sehr hektisch und sprunghaft ist. Dann entwickelt die Geschichte schon ihre Faszination. Die Figuren selbst wirken eher flach und blass, so als seinen sie nur Mittel zum Zweck.

 

„07-Ghost“ hat einen interessanten Ansatz für einen Fantasy-Manga, verschenkt aber leider auch sehr viel Potential durch die all zu chaotische Erzählweise. So kann man der Serie nach dem turbulenten Auftakt vielleicht noch eine Chance geben, um zu sehen, ob sich das bessert und im nächsten Band klarer wird, auf was die Geschichte eigentlich hinaus will.

 

Eure Meinung:


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Comic:

07-Ghost (Bd. 1)

Autoren & Künstler: Yuki Amemiya & Yukino Ichihara

Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler

07-Ghost, Vol. 1 , Japan 2005

Manga-Taschenbuch, 208 Seiten

Egmont Manga & Anime, 07/2010

ISBN-10: 377047287X

ISBN-13: 978-3770472871

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 25.08.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40