Abenteuer auf dem Reiterhof - Die Pferdeflüsterin (Wii)

Rezension von Julia

 

Mädchen mögen Pferde und lassen sich entsprechend auch für Spiele dieser Art begeistern. Für zahlreiche Konsolen sind nun mehr oder weniger gute Spiele mit diesem Thema auf dem Markt erschienen und dementsprechend kritisch geht man auch an das vorliegende Game heran, das aber schnell beweisen kann, das es zumindest storytechnisch mehr auf dem Kasten hat, als gedacht!

 

Handlung

Lily ist ein aufgewecktes junges Mädchen, das Pferde mag, als sie ein Hilferuf ihres Onkels ereilt. Dieser führt eine bis dahin recht erfolgreiche Ranch, sein Widersacher und skrupellose Banker Rud van Guiness versucht sie ihm nun mit unlauteren Mitteln streitig zu machen. Nun fragt ihr Onkel bei ihr an, ob sie ihm nicht durch das Gewinnen einiger Turniere wieder zu Ruhm, Ehre und Bekanntheit verhelfen könnte, um zu verhindern, dass er die Ranch verkaufen muss. Lily willigt ein. Sie ahnt noch nicht, dass sich ihr komplettes Leben verändern wird.

Während Rud van Guiness seine Tochter Carle gegen Lily ins Rennen schickt, die es darauf anlegt ihre Pferde zu quälen und zu schlagen, lernt Lily selbst Grant kennen, einen berühmten Pferdeflüsterer, der ihr auf ihrem Weg behilflich ist und ihr zeigt, wie es ihr gelingen kann, das ihr Pferd ihr bedingungslos vertraut, ganz ohne Schmerzen und Nötigung.

 

Technik

Gespielt wird klassisch mit der Remote und dem Nunchuck. Dabei werden beispielsweise entsprechende Bewegungen ausgeführt, als würde man im Sattel sitzen und reiten. Das sorgt für Bewegung, da dies eine recht schweißtreibende Beschäftigung ist.

Die Graphik ist in Ordnung. Die Farben sind hell, die Umgebung freundlich, aber zweckdienlich. Man sieht nichts Besonderes und auch die Bewegungen sind zum Teil nicht ganz so flüssig wie sie sein sollten. Abwechslung ist hier relativ, beispielsweise kann man unterschiedliche Pferderassen auswählen, allerdings wirken sie alle so ähnlich, dass es kaum Unterschiede gibt. Hier hätte man definitiv etwas mehr Feinarbeit leisten können.

Der Sound ist im Großen und Ganzen Akzeptabel, auch wenn sich die Reitgeräusche gewöhnungsbedürftig anhören. Gerade das Hufgeklapper der Pferde ist unnötig laut.

Die Texte muss man überwiegend selbst lesen, sodass die Spieler zumindest schulisch so weit sein sollten, dass sie die geschriebenen Gespräche verstehen.

 

Spielspaß

Das Spiel besteht nicht nur daraus das Vertrauen des Pferdes zu erringen und während der Turniere unter die ersten drei zu kommen, sondern auch aus der Rancharbeit und Zusatzaufgaben. So muss man beispielsweise Schafe einfangen oder sein Pferd dazu bringen, sich etwas zu nähern, wovor es sich eigentlich fürchtet. Trotz der relativen Vielfalt an Möglichkeiten hat man das Spiel doch recht schnell durch, was schade ist. Die Geschichte bietet damit weder großartige Abwechslung noch einen hohen Wiederspielwert. Ob man also nach den paar Stunden, die man vor der Konsole verbracht hat, so schnell wieder nach diesem Spiel greifen wird, ist fraglich.

 

Alles in allem liegt hier ein kurzweiliges, nettes Spiel mit einer guten moralischen Nachricht vor, das jedoch nicht allzu lange zu fesseln weiß, bis dahin aber zumindest jüngere und pferdebegeisterte Mädchen gut unterhalten wird.

 

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MEDIUM:

Abenteuer auf dem Reiterhof - Die Pferdeflüsterin

von Software Pyramide

Plattform: Nintendo Wii

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Erscheinungsdatum: 15. Mai 2009

Erhältlich bei: Amazon


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zuletzt aktualisiert: 12.01.2015 04:10 | Users Online
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