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Dämonenzorn von Jenna Black

Reihe: Die Exorzistin, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Morgan Kinsley gehört eigentlich zu den besten Exorzistinnen des Landes und weiß genau, wie man mit Dämonen umspringen muss, um zu verhindern, dass sie Menschen einfach nach Lust und Laune versklaven.

Allerdings ist sie inzwischen nicht mehr der Meinung, dass man die Dämonen mit jedem Mittel austreiben soll, auch wenn dann der Mensch zu Schaden kommt, denn nicht nur ihr Bruder, auch sie selbst sind inzwischen zu Wirten geworden.

 

Äußerst ungern, aber hin und wieder doch, wenn es nötig wird, überlässt Morgan ihren Körper Lugh, der in sie eingefahren ist, denn sie grollt ihm noch immer, dass man sie eigentlich nicht gefragt hat, und sie dann auch noch hilflos mit ansehen musste, wie der König der Dämonen ihren besessenen Vater umgebracht hat.

Lugh versucht zu vermitteln, aber Jenna ist immer noch nicht restlos davon überzeugt, dass er es auch ernst meint. Deshalb kommt es immer noch zu Schwierigkeiten, wenn er in Notsituationen ihren Körper übernehmen will, um sie zu schützen.

Dann hat sie jedoch ein wenig Ablenkung. Die wohlhabende Claudia Brewster kommt auf sie zu und bittet ihr zu helfen, weil sie annimmt, dass ihr Sohn Tommy gegen seinen Willen von einem Dämon besetzt wurde.

Als Morgan zu ermitteln beginnt, findet sie schnell heraus, dass es ganz offensichtlich Kliniken gibt, in denen bewusst ideale Dämonenwirte heran gezüchtet werden, die besonders einfach zu übernehmen sind – auch gegen ihren Willen.

Ausgerechnet Tommy scheint zu diesen zu gehören.

Da sie Hilfe braucht, um in die Klinik einzudringen – und dann auch noch von unbekannter Seite bedroht wird – bittet sie die Dämonen Adam und Raphael um Hilfe. Gerade letzteren hätte sie gerne aus der Sache gehalten, weil sie ihn nicht leiden kann, da er ihrem Bruder Seele und Glück genommen hat.

Wie so oft wird es brenzlig und lebensgefährlich für die junge Exorzistin, die noch nicht ahnt, wie mächtig ihre Gegner wirklich sind.

 

So langsam kommen auch die leidenschaftlichen Gefühle ins Spiel, denn Morgan fällt nicht nur einmal ins Bett, genießt den Sex als Ausgleich zu dem Ärger über das Geheimnis das sie hüten muss und den vertrackten Fall, der ihr einmal mehr beweist, warum sie Dämonen eigentlich nicht leiden kann.

Immerhin verzichtet die Autorin diesmal auf die Darstellung von gewaltbetonter Erotik und bleibt eher konventionell in den Beschreibungen ihrer Liebesszenen.

Die Geschichte ist leidlich spannend. Zwar gibt es wieder gefährliche Geheimnisse zu lösen, aber diese gehen in dem Beziehungsclinch zwischen Morgan und ihren fleischlichen wie auch nur als Geist in ihr existierenden Gefährten unter. Der Roman vernachlässigt den Fall zugunsten des Geplänkels zwischen Morgan, Lugh, Adam und Raphael. Das mag am Anfang noch nett zu lesen sein, wiederholt sich aber schon bald und wird danach nur noch quälend langweilig. Der Hintergrund ist nur noch rudimentär vorhanden.

Zudem ist es wichtig, nun auch die Vorgängerbände zu kennen, da man sonst nicht mehr weiß, wie man das Verhalten der Figuren zueinander einschätzen kann

 

„Dämonenzorn“ ist daher nur noch für die Leser interessant, die bereit die beiden ersten Romane um Morgan Kinsley gut fanden. Alle anderen werden von der leicht verworrenen Geschichte eher enttäuscht sein, da sie in Spannung und Hintergrund doch sehr nachgelassen hat.

 

Eure Meinung:


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Dämonenzorn

Autorin: Jenna Black

Broschiert, 381 Seiten

Knaur, erschienen Juli 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Markus Bennemann

Titelbild von OJO-Images

ISBN-10: 3426502283

ISBN-13: 978-3426502280

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.08.2010, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57