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Der Pfad der Jägerin von Mark Robson

Reihe: Das Vermächtnis von Thrandor Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

In seinem neuen Zyklus um „Das Vermächtnis von Thrandor“ wendet sich Mark Robson dem Nachbarland von Shandar zu, wenn auch in einer anderen Zeit und mit neuen Figuren. Nach „Das Schwert aus dem Feuer“ ist nun „Der Pfad der Jägerin“ erschienen.

 

In einer großen Schlacht gegen die Wüstenstämme und den abtrünnigen Grafen Demarr hat der junge Calvyn enthüllt, dass er Magie beherrscht – eine in Thrandor vergessene und verbotene Kunst. Doch ihn erwartet keine Strafe, da ihm gelungen ist, das Kriegsglück zugunsten seines Königs zu wenden.

Allerdings ist dadurch auch ein anderer auf ihn aufmerksam geworden – der geheimnisvolle shandarische Magier Selkor. Dieser ist allerdings mehr an dem Amulett interessiert, das Demarr bei sich trug. So kommt Calvyn mit dem Leben davon – wenn auch sehr nachdenklich, denn er weiß inzwischen, dass dieses Artefakt einst dem Magier gehört hat, der überhaupt erst das Verbot der Zauberkunst in Thrandor ausgelöst hat – Derrogan Darkweaver. Im Palast des Königs macht er zudem eine erschreckende Entdeckung.

Doch bevor er sich näher damit beschäftigen kann, wird ihm die Aufsicht über Demarr übertragen, zu dessen Gunsten er überraschenderweise gesprochen hat und er muss mit den anderen nach Keevan zurückkehren. Denn diesmal wird der Norden angegriffen.

Kaum nach Hause zurückgekehrt, erlebt Calvyn die nächste unangenehme Überraschung. Bei einer Patrouille wird er von Unbekannten verschleppt. Eine Gruppe von Zauberern macht ihn zu ihrem willenlosen Werkzeug, indem sie einen Dämonen seine Seele fressen lassen.

Doch leider rechnen sie nicht damit, das Calvyn nicht alle Erinnerungen verliert und auch noch an anderen Orten weise und tapfere Freunde hat, die alles tun würden, um ihn aus diesem Bann zu befreien.

 

Der zweite Buch schließt unmittelbar an den ersten an und schreibt die Geschichte direkt fort. Denn nun werden auch nach und nach die Zusammenhänge ersichtlich, die im Auftaktband noch nicht so deutlich zu erkennen waren. Auch wenn Calvyn immer wieder mit neuen Feinden in Kontakt kommt, sein Hauptgegner wird vermutlich Selkor sein.

Aber bis es so weit ist, gerät er erst einmal in Gefangenschaft, und nun kann seine Freundin Jenna beweisen zu was sie fähig ist, denn sie setzt sich auf die Fährte des Dämons, nachdem sie von Calvyns Mentor erfahren hat, was geschehen ist.

Natürlich ist auch diese Geschichte sehr klassisch gehalten, und jeder erfahrene Leser ahnt worauf das ganze heraus läuft, dennoch bleibt die Handlung spannend genug, da sie immer wieder in Details das Klischee durchbricht und so auch noch Abwechslung bietet. Allein das Ende ist ein wenig enttäuschend, da die Befreiung des Helden zu einfach wirkt und er das, was ihm angetan wurde ohne größere Schäden von sich abschüttelt. Das mag Kinder nicht stören, könnte aber dem ein oder anderen älteren Leser unrealistisch erscheinen.

Ansonsten ist alles wie im ersten Band – die Geschichte wird spannend erzählt, wenn sie ansonsten auch nicht in die Tiefe geht, auch die Figurenzeichnung ist eher oberflächlich. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Autor es seinen Helden nicht wieder so einfach macht.

 

 

Ebenso wie „Das Schwert aus dem Feuer“ ist auch der „Pfad der Jägerin“ solide verfasste All-Age-Fantasy für alle Fans actionreicher magischer Abenteuer, wenngleich dieser Band auch etwas gegenüber dem ersten abfällt, da es der Autor dem Helden zum Ende hin doch all zu einfach macht aus der Zwickmühle zu entkommen.

 

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Der Pfad der Jägerin

Reihe: Das Vermächtnis von Thrandor, Bd. 2

Autor: Mark Robson

Broschiert, 320 Seiten

cbj, München, erschienen Juni 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Anne Emmert und Ursula Held

Titelbild von Marek Hlavaty

ISBN-10: 3570400166

ISBN-13: 978-3570400166

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.08.2010, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59