Höllenschlund von Lilith Saintcrow

Reihe: Dante Valentine - Dämonenjägerin, Bd. 5

Rezension von Christel Scheja

 

Man mag es kaum glauben, aber „Höllenschlund“ ist bereits der fünfte und letzte Band um die psibegabte Nekromantin Dante Valentin, die einst einen Handel mit Luzifer einging, um ihren Geliebten, den Dämonen Japhrimel zu retten. Seitdem hat sie dem Herrn der Hölle als Werkzeug gedient und in seinem Namen Abtrünnige gejagt.

 

Damit ist es aber vorbei, als sie sich geweigert hat, die junge Eve zu vernichten, denn diese ist die Tochter einer alten Freundin. Luzifer reißt sie hinab in den Höllenschlund und bestraft sie grausam, doch daran erinnert sich Dante nicht mehr richtig, als sie sich ohne Erinnerung an die letzte Zeit, blutend und schwer verletzt auf der Straße wieder findet. Ein Alter Freund entdeckt sie und bringt die Schutzlose in Sicherheit.

So sehr sich Dante bemüht, so wenig kann sie sagen, woher die Spuren schwerster Misshandlungen stammen. Japhrimel, der schließlich auch wieder auftaucht, scheint es um so besser zu wissen, denn er erklärt Luzifer den Krieg und bietet Dante an, ihn zu unterstützen. Sie müssen dazu nur eine Klinge finden, die, geführt von der Hand eines Menschen, selbst einen Dämonen töten kann.

So sammeln die beiden noch einmal eine Gruppe von Gefährten um sich und brechen auf, um die Klinge vor Luzifers Schergen zu finden und ihn dann heraus zu fordern. Sie wissen sehr genau, dass ihnen nur wenig Zeit dazu bleibt, denn ihr Feind scheint über alles bestens informiert zu sein.

 

Lilith Saintcrow führt im fünften Band alle noch offenen Fäden der Geschichte zusammen, auch wenn sie sich natürlich ein kleines Hintertürchen für eine mögliche Fortsetzung offen hält. Alles in allem kann man aber mit dem Abschluss zufrieden sein, da sich alles ineinander fügt und nun auch die Abenteuer der letzten beiden Bände ihren Sinn ergeben.

Natürlich ist es für das Verständnis erforderlich, zu wissen was vorher geschah, so dass Neueinsteiger es schwer haben werden, aber wer von Anfang an mit dabei ist, kann nun einen actionreichen und fast brutalen Thriller miterleben, in dem auch die Romanze weiter geführt wird, die in den mittleren Bänden der Serie eher eine Nebenrolle spielte.

Um es spannend zu halten bleibt Japhrimel für Danke bis fast zum Ende undurchsichtig, hat sie doch durch Luzifer die Erfahrung gemacht, dass Versprechen der Dämonen nicht unbedingt so ernst gemeint sind, wie man ihr glauben machen will. So kommen zu den Schwierigkeiten, die sie sich stellen müssen auch noch menschliche Zweifel, die der Geschichte die richtige Würze geben und bis zum Showdown offen lassen, ob und wie die Helden überleben und zusammen kommen werden.

Noch einmal spielt sie die besonderen Zutaten ihrer Serie aus, auch wenn der Hintergrund – die Zukunftswelt des späten 21. Jahrhunderts – weiterhin sehr schemenhaft bleibt und nutzt sie um einen gelungenen Showdown vorzubereiten und durchzuführen, der den Leser zufriedengestellt zurück lässt.

 

Rückblickend war der Zyklus um Dante Valentine eher für die LeserInnen interessant, die Mystery-Abenteuer mit einem Schuss Romantik mögen und nicht umgekehrt. Die fünf Bände haben immer mehr die Action in den Vordergrund gestellt, als die Beziehungen der Heldin – und wenn, dann waren sie meistens eher fatal und quälend als wirklich von Liebe und Erfüllung bestimmt. Dabei macht auch der fünfte Band „Höllenschlund“ keine Ausnahme, auch wenn er mit einem gewissen Happy End aufwarten kann.

 

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Buch:

Höllenschlund

Reihe: Dante Valentine - Dämonenjägerin, Bd. 5

Autorin: Lilith Saintcrow

broschiert - 427 Seiten

Egmont Lyx, erschienen Juli 2010

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Katrin Mrugalla und Richard Betzenbichler

Titelbild von Hildendesign unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock

ISBN-10: 3802583051

ISBN-13: 978-3802583056

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 02.11.2017 18:47 | Users Online
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