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Das Geheimprojekt

Reihe: Die Korsaren der Alkibiades, Bd. 4

Rezension von Christel Scheja

 

Im dritten Band „Der Franzose“ mussten die „Korsaren der Alkibiades“ nicht nur eine schwere Schlappe einstecken, weil sie Schiff und Kapitän verloren haben, sondern auch schweren persönlichen Verlust hinnehmen. ausgerechnet Curtis stirbt in der Eishölle, der Rest der jungen Leute kommt ebenfalls gerade noch so mit dem Leben davon.

Doch es ist auch noch anderes passiert - sie wissen nun, dass nicht nur ihr Erzrivale Edinger hinter den Schätzen der Vergangenheit her ist, sondern auch Franzosen und Amerikaner. Und in einigen von ihnen kommen erste Zweifel auf.

 

Doch zunächst einmal schicken sie die Oberen der Geheimorganisation in den Nahen Osten. Dort sollen sie sich von den schrecken der Arktis erholen, wieder zu Kräften kommen und gleichzeitig unter der Aufsicht von Commander Ahmed trainieren, wie sie ein Schiff lautlos entern und erobern können.

Doch Maryline, Peter, Mike und Lydia sind sich unsicher, ob sie wirklich noch das richtige tun und ob vielleicht nicht sogar Edinger die bessere Partie für sie ist. Denn ganz offensichtlich wird ihnen einfach zu viel verschwiegen - unter anderem auch zu welchem Zweck eigentlich so viele Schätze gehortet werden.

Dann erwartet sie auch schon ein neuer Einsatz. Von Rabat aus sollen sie sich nach Ägypten reisen und dort ein gerade erst fertig gestelltes und zu Wasser gelassenes Schiff aus einem gut bewachten Hafen stehlen. Er wird sie als Analyst begleiten. Doch ist das wirklich nur seine einzige Funktion?

Die vier jungen Leute sind endgültig verunsichert, als sie heraus finden, dass die Pläne zum Bau des Schiffes eigentlich von Edinger stammen und Ahmed dann auch noch ihren frisch eingesetzten Kapitän umbringt...

 

Obwohl man eigentlich annehmen sollte, dass dieser Band auf das Finale der fünfteiligen Saga zusteuert, ist eher das Gegenteil der Fall, denn das extreme Verwirrspiel geht nicht nur weiter, sondern verschärft sich auch noch. wie die Helden beginnt sich auch noch der Leser zu fragen, wem er eigentlich glauben soll, und was nun eigentlich mit der Organisation und der Hetzjagd um die Waffen los ist.

Durch das ganze Hin und Her wird der Hintergrund immer undurchsichtiger und ist damit auch nicht mehr besonders gut nachzuvollziehen. Vor allem Ahmed vertieft durch sein skrupelloses und kaltblütiges Verhalten Zweifel, wirft er er doch einige Informationen in den Raum, die den bisherigen völlig entgegen laufen.

Die Geschichte setzt auch weiterhin sehr auf die Steampunk-Elemente, was man gerade an den Erfindungen und Waffen merkt, hinter denen die Protagonisten ständig her sind. Viele sind für die Zeit anachronistisch, was nicht schlimm wäre, wenn sie es wenigstens schaffen würden, die Handlung vernünftig zu unterstützen und auch den Motiven und dem Verhalten der Gegenspieler passende Begründungen zu geben.

Das schaffen die Zeichnungen leider auch nicht, da diese nachgelassen hat. Der Leser wird das Gefühl nicht los, dass der Künstler unter Zeitdruck gearbeitet hat, denn er kopiert sich in einigen Panels selbst, auch die Figuren sind teilweise nicht mehr voneinander zu unterscheiden.

 

Alles in allem erweist sich „Das Geheimprojekt“ als Folge, die dem Gesamteindruck der Reihe„Die Korsaren der Alkibiades“ eher schadet, da der Band viel zu viele Fragen aufwirft, bisherige Eckpunkte über den Haufen wirft und nicht wirklich Ersatz dafür bietet, gerade weil die Handlung wieder sehr oberflächlich ist und den den Leser nur selten fesseln kann.

 

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Comic:

Das Geheimprojekt

Reihe: Die Korsaren der Alkibiades, Bd. 4

Autor: Denis-Pierre Filippi

Zeichner und Farben: Eric Liberge

Original: Les Corsaires d’Alcibiade: Le project secret, FR 2009

Übersetzerin: Resel Rebirsch

Hardcover-Album, 48 Seiten

Ehapa Comic Collection, erschienen im März 2011

ISBN-10: 3770433904

ISBN-13: 978-3770433902

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 06.06.2011, zuletzt aktualisiert: 07.04.2019 17:49