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Dragons Schwur von P. C. und Kristin Cast

Reihe: House of Night Stories Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Ist eine Reihe erfolgreich, wünschen sich die Leser auch noch mehr Lesestoff aus dem gleichen Universum. Aus diesem Grund erscheinen immer einmal wieder auch Geschichten, die sich mit Nebenfiguren der eigentlichen Serie beschäftigen und ihnen einen eigenen ausführlichen Hintergrund verschaffen.

Das ist nun auch bei „House of Night“ passiert. In „Dragons Schwur“ erfährt man mehr über einen der Lehrer aus Tulsa, der dazu noch am Ende des letzten Bandes „Geweckt“ eine etwas größere Rolle spielt.

 

Im Jahr 1830 erfährt Bryan, der dritte Sohn des Earl of Lankfort, dass er fortan in Amerika leben soll, da zu Hause kein Platz mehr für ihn ist, nachdem er zu viel Schande über seine Familie brachte. Der junge Mann kann nichts gegen die Entscheidung seines Vaters unternehmen – doch es geschieht bald noch mehr.

Während er noch auf ein Schiff wartet, dass ihn über den Atlantik bringen soll, zeigen sich plötzlich blaue Tätowierungen auf seiner Stirn und er beginnt sich auch sonst körperlich zu verändern.

Ein Fremder tritt auf ihn zu und erklärt, dass er von der Göttin Nyx gezeichnet worden sei und von nun an nicht mehr ein Mensch, sondern ein Vampyr. Allerdings müsse er erst an einem geheimen Ort lernen, damit richtig umzugehen.

So gelangt der junge Mann, dem es schwer fällt, sich an die Veränderungen zu gewöhnen und seine Kräfte zu zügeln, nach Tower Grove bei St. Louis. Dort lernt er schon bald die junge Anastasia kennen, eine Hohepriesterin von großer Macht, die nicht nur seine Lehrerin wird, sondern ihn auch schon bald mit ihrem Liebreiz bezaubert.

 

„Dragons Schwur“ vertieft nur noch, warum der Lehrer und Krieger voller Zorn auf Kalona und Rephaim reagiert und weshalb er ihren Tod will. Durch seine Hintergrundgeschichte versteht man nun besser, warum er Anastasia so geliebt hat, und welcher Art das besondere Band zwischen ihnen war.

Damit schließt die Novelle eine Lücke und verkürzt die Wartezeit auf den kommenden „House of Night“-Band, in der Dragons Veränderungen, die auch hier angesprochen werden, durchaus eine Rolle spielen.

Ansonsten ist die Geschichte eher durchschnittlich. Sie bietet die gewohnte Mischung aus Mystik, Liebe und den Kampf gegen das Böse, das hier noch ein etwas anderes Gesicht hat. Neben Dragon und Anastasia wirken die restlichen Figuren allerdings blass, selbst die Leiterinnen des Hauses wirken nur wie Stichwortgeber. Und selbst die zentralen Charaktere sind auf wenige Eigenschaften und Gefühle reduziert.

Alles in allem wird die Geschichte genau so flott erzählt wie die Hauptreihe und ist gut zu lesen, so dass man nicht ins Stocken gerät. Nur neue Erkenntnisse und Enthüllungen finden sich kaum – selbst für den Fan nicht.

 

Aus diesem Grunde sollte man von „Dragons Schwur“ nicht ganz so viel erwarten. Es ist eine nette Zugabe zur eigentlichen Reihe, geht aber weder inhaltlich noch formal neue Wege und bleibt ziemlich oberflächlich – sowohl was die Enthüllungen als auch die Figuren angeht.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Dragons Schwur

Reihe: House of Night Stories Band 1

Autoren: P. C.und Kristin Cast

Original: Dragons Oath, A House of Night Story, USA 2011

gebunden, 175 Seiten

Fischer, Februar 2012

Übersetzerin: Susanne Goga Klinkenberg

Innenillustrationen: Kim Doner

 

ISBN-10: 3841422136

ISBN-13: 978-3841422132

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B006LI9UGK

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.03.2012, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59