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Entführt in der Dämmerung von C. C. Hunter

Reihe: Shadow Falls Camp, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Es scheint derzeit in Mode zu sein, ganz normale junge Mädchen mit einem Erbe zu konfrontieren, mit dem sie zunächst nichts anzufangen wissen und gleichzeitig mit den irritierenden Gefühlen der ersten Liebe zu beschäftigen, Da macht auch die Saga um das „Shadow Falls Camp“ keine Ausnahme, in dem Jugendliche Aufnahme finden, die nicht ganz von dieser Welt sind. Erschienen ist nun der dritte Band „Entführt in der Dämmerung“.

 

Kylie ist mittlerweile ganz froh, im Shadow Falls Camp zu sein, auch wenn sie immer noch nicht so richtig weiß, was sie eigentlich ist. Sie besitzt die seltene Gabe Geister sehen zu können, was darauf hindeutet, dass sie weder eine Vampirin noch eine Werwölfin oder gar eine Fee ist.

Aber sie hat mittlerweile Freunde gefunden, die sie unterstützen, auch die Campleiterin hat sie bewusst unter ihre Fittiche genommen und sieht zu, dass dem Mädchen nichts passiert – denn irgendetwas geht hinter den Kulissen vor.

Derweil hat Kylie immerhin herausgefunden, dass der Geist, den sie seit ihrem sechzehnten Geburtstag gesehen hat, ihr Vater ist, der als Soldat jung im Krieg gestorben ist. Seine Seele verweilt immer noch in ihrer Nähe – doch warum?

Das Rätsel wird noch größer, als sie beschließt, sich genauer umzusehen und dabei auf ein Grab und einen weiteren Geist stößt, zu dem sie eine seltsame Bindung hat – etwas, was sie unerwartet in Gefahr bringt.

Auch wenn sich die Liebe zu Lucas derweil gefestigt hat und die beiden sich vertrauen können, so zeigt sich doch, dass andere ihre Beziehung nicht gutheißen. Das Rudel des jungen Werwolfs beginnt ebenfalls zu intervenieren.

 

Ganz so spannend wie die Zusammenfassung andeutet, ist das Buch nicht, denn die Autorin beschäftigt sich viel lieber mit den Befindlichkeiten und Beziehungen ihrer Heldin, als weitere Facetten zu dem Geheimnis, das sie umgibt, hinzuzufügen, was die Handlung sehr verlangsamt und dem Buch einiges an Spannung nimmt. Immerhin erfährt man am Ende einiges, ist aber dennoch so klug wie zuvor – Fortsetzung vorprogrammiert.

Jugendliche Leser werden allerdings viel Spaß an den Beschreibungen haben, Kylie und ihre Freunde und Freundinnen sind Teenager wie sie im Buche stehen – verliebt und rebellisch, hinterfragen viel und wissen doch manchmal mit ihren Gefühlen nicht wirklich wohin. Vor allem romantisch veranlagte Seelen werden wieder viel fürs Herz bekommen, muss die sich festigende junge Liebe nun doch neuen Herausforderungen stellen.

Alles in allem ist der Roman eher durchschnittlich – nicht wirklich fesselnd, wenn die Geheimnisse und Gefahren schätzt, aber auch nicht ganz so erbaulich, wenn man lieber mehr die Beziehungen lesen will. Die Geschichte tritt gerade in diesem Teil ziemlich auf der Stelle und nimmt erst zum Ende hin wieder Fahrt auf, nur um in einem Cliffhanger zu enden.

 

So ist „Entführt in der Dämmerung“ der bisher schwächste Teil der „Shadow Falls Camp“ Serie und kann nicht wirklich fesseln. Gerade weil die Geschichte kaum weiterkommt und nur wenige Fragen beantwortet werden, kommt langsam Langeweile auf und schürt die Hoffnung, das Kylie und Co. im vierten Band endlich das erfahren, was sie wissen müssen und die saga damit ein Ende hat.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Entführt in der Dämmerung

Reihe: Shadow Falls Camp, Bd. 3

Autorin: C. C. Hunter

broschiert, 540 Seiten

Fischer, erschienen März 2013

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Tanja Hamer

Umschlaggestaltung von Hauptmann und Kompanie

ISBN-10: 3841421296

ISBN-13: 978-3841421296

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Kindle Edition

ASIN: B00AEK7YXW

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 29.05.2013, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59