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Schritt vor dem Abgrund von Sylke Brandt

Reihe: Rettungskreuzer Ikarus Bd. 49

Rezension von Christel Scheja

 

„Schritt vor dem Abgrund“ aus der Feder von Sylke Brandt bereitet den Abschluss des Zyklus um die „Wanderlust-Seuche“ in der Serie „Rettungskreuzer Ikarus“ vor. Es ist daher Aufgabe der Autorin, einige der Nebenhandlungen zusammenzuführen und vielleicht sogar schon abzuschließen.

 

Immerhin ist das Serum zur Bekämpfung der Seuche inzwischen bekannt und kann angewendet werden, aber es gibt immer noch zu wenig davon. Dr. Ekri weiß ein Lied davon zu singen, denn die Folgen des Virus sind überall zu spüren. Daher schaut der Mediziner auch nicht weit voraus und bleibt so der ruhende Pol, wo immer er sich auch gerade aufhält.

Andere wie Barb und Hark nutzen die Gelegenheit, um sich an dem Leid der anderen zu bereichern und plündern die Welten, die von ihren gesunden Bewohnern im mittleren Alter verlassen werden. Allerdings werden auch sie bald von der bitteren Realität eingeholt, denn Hark erwischt der Virus und Barb, die bisher nur die zweite Geige gespielt hat, muss zeigen, was in ihr steckt.

Derweil kämpfen die noch nicht vom Virus befallenen Passagiere eines Luxusliners noch immer um ihr Überleben. Die Mannschaft und die infizierten Passagiere sind fort, und sie selbst müssen sich zusammenraufen, wenn sie die nun auf sie zukommenden Gefahren durchstehen und weiter auf Hilfe warten wollen. Leider sind auch sie nicht ganz sicher vor dem Virus, wie sich zeigt...

 

Die eigentlichen Helden der Ikarus tauchen diesmal nicht auf, dafür aber erfährt man, wie es den Figuren erging, die schon in vorhergehenden Geschichten eine Rolle gespielt haben. Da sie für die große Entschlacht vermutlich nicht mehr gebraucht werden, kann sich Sylke Brandt in den meisten Handlungsebenen munter austoben und das Schicksal der Helden wider Willen zu einem passenden Ende führen.

Dabei spart sie nicht mit Emotionen, lässt aber auch den Humor nicht außen vor, so dass vieles mit einem Augenzwinkern erzählt wird und man einige der Figuren wie Sir Arthur, der auf dem Lusxusliner seinen Mann steht, besonders lieb gewinnt. Ein weiteres Highlight des Bandes sind die frechen Wortgefechte von Hark und Barb, die sich ebenfalls besinnen müssen, wenn sie alles überstehen wollen.

Allerdings ist ein Einsteig so kurz vor dem Ende schwierig, da man nicht viel verstehen kann, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt. Und auch die Helden der Ikarus haben diesmal keinen Auftritt.

 

Alles in allem ist „Schritt vor dem Abgrund“ ein versöhnlicher Band, der Zeit, dass die Situation zwar immer noch schwierig ist, aber die Hoffnung auf Rettung immer größer wird. Die Geschichte bereitet den Abschluss gut vor, auch wenn sie sich selbst nicht mit den zentralen Helden beschäftigt – aber sie gibt dem Zyklus bereits jetzt einen ersten runden Abschluss.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Schritt vor dem Abgrund

Serie: Rettungskreuzer Ikarus Band 49

Autorin: Sylke Brandt

Atlantis Verlag, November 2012

Taschenbuch, 123 Seiten

Titelbild: Emmanuel Henne

 

ISBN-13: 978-3-86402-054-4

Kindle-ASIN: B00A06LQTI

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.06.2013, zuletzt aktualisiert: 22.10.2019 19:25