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Enders von Lissa Price

Rezension von Christel Scheja

 

“Enders” führt die Geschichte, die in “Starters” begann zu einem Ende und schließt damit das Debütwerk von Lissa Price, die im normalen Leben eher als Drehbuchautorin in Kalifornien lebt und arbeitet, nachdem sie vorher viel durch die Welt gereist ist.

 

In einer Welt, in der nur die Alten und die Kinder überlebt haben, weil sie als erste gegen einen tödlichen Virus geimpft wurden, haben sich die Machtverhältnisse stark verschoben. IM Wohlstand leben die meisten der Senioren. Nicht wenige können sich von ihrem Geld alles kaufen ... und dazu gehört seit neustem auch ein Leben in Jugend und Schönheit. Die „Body Bank“ hat es möglich gemacht.

Viele mittellose Jugendliche haben sich einen Chip in den Kopf einsetzen lassen, um Geld für ihre Geschwister und sich – für ein besseres Leben in den neu entstandenen Slums – zu verdienen.

Auch Callie gehörte dazu – aber der Chip in ihrem Kopf hat nie so funktioniert, wie er sollte, und sie mitten in eine Verschwörung hinein gezogen. Nun mag die „Body Bank“ zwar Geschichte sein, aber der Initiator der ganzen Sache, der geheimnisvolle „Old Man“ hat seine schmutzigen Finger immer noch im Spiel und kann das Mädchen kontrollieren.

Weil sie ihn endlich zur Strecke bringen will, versucht sie alles, um ihn zu finden und aufzuhalten. Wieder ist Michael, ihr Kinheits-Freund an ihrer Seite, aber nun trifft sie auch noch auf den geheimnisvollen Hyden, der mehr über alles weiß, als ihnen lieb sein kann und sogar verwandtschaftliche Bande zum Old Man besitzt.

Doch das ist nicht die einzige Überraschung, die auf Callie zukommt – auch andere Enthüllungen stellen ihr Leben wieder völlig auf den Kopf.

 

Schon der letzte Band deutete es an – der „Old Man“ würde Callie weitere Schwierigkeiten bereiten, was er jetzt auch tut. Doch das Mädchen ist wie im ersten Band nicht auf den Kopf gefallen und versucht alles, um den Feind zu finden, und ihm endlich das Handwerk zu legen. Ihre Recherchen locken jedoch nicht nur neue Freunde auf den Plan, sondern auch Feinde, mit denen sie so nicht rechnen konnte.

Die Geschichte geht also spannend weiter und wartet mit so einigen Überraschungen auf, mit denen man nicht rechnen konnte. Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz – allerdings ist es nicht der treue Michael, der ihr Herz gewinnt, sondern ausgerechnet Hyden, der so manche Geheimnisse vor ihr hat, die die Beziehung auch noch ordentlich durcheinander bringen.

Immerhin begeht Lissa Pryce nicht den Fehler, es sich all zu einfach zu machen – die Handlung schlägt so manche Haken und sorgt für genügend Andeutungen, so dass die Auflösung gut nachvollziehbar ist und nicht aus heiterem Himmel kommt. Auch sind die Gefahren, denen sich Callie stellen muss, durchaus real – mehr als einmal wird ihr vor Augen geführt, wo alles enden kann, wenn sie nicht stark bleibt.

Alles in allem weiß die Geschichte zu gefallen – sie gibt den Beziehungen den gleichen Raum wie den Geheimnissen und verwebt beides angemessen miteinander. Allerdings merkt man durchaus auch, welche Zielgruppe in erster Linie angesprochen werden soll.

 

Wer „Starters“ mochte, wird auch mit „Enders“ sehr zufrieden sein, findet die Geschichte doch im zweiten Band des Doppeldebüts ein glaubwürdiges und in sich geschlossenes Ende, die Figuren haben sich angemessen weiterentwickelt und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Kitschige Momente gibt es keine, auch die Klischees halten sich in Grenzen, so dass diese romantische Dystopie durchaus einen weiteren Blick wert ist, wenn man über mehr als nur die Beziehungen lesen möchte.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Enders

Autor: Lissa Price

gebunden, 350 Seiten

IVI/Piper, erschienen Mai 2013

Übersetzung aus dem Englischen von Birgit Reß-Bohusch

Titelbild von Stuart McClymont

ISBN-10: 3492702643

ISBN-13: 978-3492702645

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN:B00CA5B7NC

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 28.12.2013, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59