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Lesung von Frank Böhmert im Otherland am 14.08.2014

Rezension von Ralf Steinberg

 

Die letzten Ausflüge ins Perry Rhodan Universum liegen für Frank Böhmert schon einige Jährchen zurück, aber als NEO-Mastermind Frank Borsch ihn frug, ob er einen Berlin-Roman machen wolle, stand einem neuen Ausflug ins Perryversum nichts mehr im Weg.

 

Der 76. Band der Reihe erschien offiziel am 15.08., bereits am Abend vorher stellte Frank seinen Roman in der Berliner Phantastik-Buchhandlung Otherland vor. Und wir waren dabei.


»Berlin 2037« auf dem Promo-Tisch des Otherlands
»Berlin 2037« auf dem Promo-Tisch des Otherlands
Verleger und Übersetzer Hannes Riffel
Verleger und Übersetzer Hannes Riffel

Der Promo-Tisch bot neben dem Band selbst auch Aufkleber, Kugelschreiber, Postkarten und Einführungsbroschüren, etwas später packten die Otherlander dann noch ein Exemplar von Bloß weg hier! dazu, Franks bezaubernden Roman über Westberlin in den Siebzigern.

Letztlich aber war der neue Roman das Wichtigste an diesem Abend und ging auch entsprechend flux über die Ladentheke. Im Übrigen sollte man die Otherlander nicht mit der Suche nach den falschen Büchern verwirren, Großes Sorry nochmal, Wolfgang!

 

Golkonda Verleger Hannes Riffel weilte unter den Gästen wie auch Jasper Nicolaisen, der mir auch gleich sein Rex Feuchti signieren musste, eBook-Lektüre für die nächste Woche.


Jasper Nicolaisen
Jasper Nicolaisen

Die Moderation des Abends hatte Jakob Schmidt übernommen, ein furchtloser Entdecker der Perry-Welt und als Otherland-Mitbetreiber hoch erfreut über die Lesung. Für die kommenden Wochen versprach er bereits weitere hochkarätige Gäste. Simon Weinert hatte zudem eine lange Liste mit auf den LonCon mitgenommen. Hoffen wir, dass alle angesprochenen AutorInnen den Weg nach Berlin auf sich nehmen werden.


Frank Böhmert und Jakob Schmidt im Gespräch
Frank Böhmert und Jakob Schmidt im Gespräch
Frank bei der Lesung
Frank bei der Lesung

Zunächst schilderte Frank, wie er zu diesem Schreibauftrag kam und welche Besonderheiten es für ihn als Autor in Berlin 2037 zu beachten gab. Lobend äußerte er sich über die Zusammenarbeit, die er gerade als etwas freigeistiger Autor hoch zu schätzen wisse.

Trotz vieler bekannter Gesichter und der wie immer intimen und entspannten Atmosphäre sah man Frank seine Aufregung an. Doch er fand sich in dem auch für ihn noch druckfrischen Bändchen zurecht und las einen Teil vom Anfang vor, der auch in der Leseprobe zu finden ist.

Terra ein Jahr nach Perrys Fund eines Arkoniden Forschungsraumers auf dem Mond, kommen die Arkoniden, um den Planeten ins Imperium aufzunehmen. Auf die gewohnte Weise.

Im Zentrum stehen zwei junge Cycos. Menschen, die ihren Körper durch Implantate verändern lassen. Paul mit Hörnern und Körperpanzer, während Mia versucht, ihrer inneren Katze ähnlicher zu sehen.

Das arkonidische Eroberungsheer platzt mit ihrem Angriff mitten hinein in eine Augen-OP Mias.

Frank bringt etliche Details in den Roman, die seine Stadt lebendig werden lassen. Es gibt etwas Berliner Schnauze, Küchentischphilosophie und alternatives Leben. Ein Hoch auf Gecko Neumke, der uns an bolos und das Asa'pili erinnerte, ziemlich sicher die Quelle entsprechender Erwähnungen in Franks Roman.

 

Im Frageteil ging es dann um die Freiheiten am Roman, der Funktion von Bösewichten und den Umfang von Extrapolationen der Zukunft. Die im SFN geforderte Erwähnung von Migranten und entsprechenden Problemen kam auch zur Sprache. Im Wesentlichen wies Frank darauf hin, dass es weder in den Roman und der Serie passte, immerhin ist kein weiterer Berlin-Roman geplant, und zum anderen entspricht es auch nicht seiner Denkweise. Der Roman beweist das auch sehr deutlich. Es kommen durchaus Hinweise auf die bunte Vielfalt der Stadt vor, Thema aber ist die Invasion und wie einige Menschen sich damit arrangieren.

Frank war es sehr wichtig, den Roman aus der Sicht von Figuren zu erzählen, die nicht in der ersten Reihe stehen. Dadurch wird besonders die arkonidische Seite glaubhaft und nicht als grundböse oder dekadent-überheblich dargestellt, wie es die Originalserie zu Hauf bot.


Frank signiert »Berlin 2037«, während Jakob augmentiert
Frank signiert »Berlin 2037«, während Jakob augmentiert

Als Zugabe las Frank dann auch eine Szene mit Nahor vor, der auf einen typischen Berliner stößt und von ihm etwas lernt. Sehr einfühlsam und vor allem stimmungsvoll.

Unter den Gästen gab es auch einige Perry-Fans und ich hatte durchaus den Eindruck, dass ihnen die Lesung auch gerade wegen des Lokalkolorits und der charmanten Böhmert-Schreibe gefiel.

 

Keine Frage, dass wir nach dem Signieren noch um die Ecke zogen und Kaltgetränke genossen. Es wurde eine lange Kreuzberger Nacht, durchzogen von Gesprächen über Bücher und Filme, alle irgendwie Kinder der Sterne. So wie wir auch.

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Buch:

Berlin 2037

Reihe: Perry Rhodan NEO 76

(Staffel 8: Protektorat Erde)

Autor: Frank Böhmert

Taschenbuch: 162 Seiten

Pabel-Moewig, 15.08.2014

Cover: Dirk Schulz

 

Kindle-ASIN: B00KKQA4HI

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:

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Erstellt: 17.08.2014, zuletzt aktualisiert: 17.11.2018 10:28