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13th Century - Death or Glory (PC)

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Das dunkle Jahrhundert ist angebrochen. Hoch zu Ross erblicken Sie das Schlachtfeld, welches von einer tückischen Stille erfüllt ist. Zu Ihrer Linken und Rechten formieren sich unzählige Streitmächte, die sich bis zum Horizont winden und den zerfurchten Boden plötzlich mit einem Kriegsgeschrei erbeben lassen. Alles wartet auf Ihr Kommando. Die Schlacht hat begonnen.

 

Handlung

 

In „13th Century“ wird der Spieler in die Zeit des Rittertums zurückversetzt, wo er sich auf dem Schlachtfeld mit Schild, Lanze, Speer und Bogen gegen seine Gegner durchsetzten muss. Allerdings gilt es hier nicht wie bei Spielen des gleichen Genres darum ein Reich aufzubauen und zu vergrößern. In „13 Century“ geht es einzig und alleine um die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld. Dem Spieler stehen dabei fünf Kampagnen zur Verfügung, in denen er die berühmtesten Schlachten der z.B. englischen oder französischen Geschichte schlägt. Dazu bekommt er das Kommando über ungefähr genau die Truppen, die damals bei der Schlacht teilgenommen haben. Schlachtfeld und gegnerische Armee sind auch dem historischen Pondon nachempfunden, so dass man sagen kann, dass man ungefähr die damaligen Kräfteverhältnisse auf dem Schlachtfeld stehen hat. Nun kommt es auf den Spieler an, schreibt er die Geschichte neu, oder geht die Schlacht genauso aus, wie es damals war?

 

Dem aufstrebenden General steht dabei eine große Palette von Truppen zur Verfügung. Vom schweren gepanzerten Ritter hoch zu Ross, bis zu irregulären Bogenschützen tummeln sich viele unterschiedliche Einheiten auf dem Schlachtfeld von „13th Century“ und diese wollen gut miteinander kombiniert und eingesetzt werden. Lässt man seine Bogenschützen zu ungeschützt durch die Landschaft spazieren werden sie schnell Opfer von Kavallerie und auch die Speerträger/Pikeniere bringen nicht nur Vorteile mit auf das Schlachtfeld, so sind sie z. B. extrem anfällig gegenüber Beschuss.

 

Aber nicht nur die Gegner können den Spieler vor schwierige Aufgaben stellen, auch das Gelände will gemeistert werden. So ist es immer klug das Schlachtfeld genau zu studieren, um herauszufinden, ob es nicht einen kleinen versteckten Weg gibt, über den einige Truppen in den Rücken des Feindes gelangen können. Wildes, frontales Anstürmen bringt nämlich meistens nur eins: eine blutige Nase.

 

Technik

 

Die Grafik von „13th Century“ weiß zu gefallen. Die Einheiten sind bunt und sehr schön detailliert dargestellt. Das stufenlose Zoomen erlaubt dem Spieler den totalen Überblick über das Schlachtfeld bis hin zur Ansicht des einzelnen Soldaten. Gerade letztere empfiehlt sich aber nur in den Momenten, in denen die Schlacht schon gewonnen ist, da der gesamte Überblick nicht mehr gewährleistet wird. Dafür bekommt man aber schon das Gefühl „mittendrin“ zu sein und kann seine Soldaten bei ihrer „harten Arbeit“ beobachten.

 

Im Bereich Sound bekommt der Spieler das, was er von einem Spiel mit dem Thema „mittelalterliche Schlachten“ erwarten kann. Der Soundtrack ist sehr stimmig und die Missionsbeschreibung vor jedem Kampf ist gesprochen, so dass man sich das Lesen sparen und sich ganz auf die Situation konzentrieren kann. Im Bereich Schlachtgeräusche gibt es allerdings den einen oder anderen Mangel, allerdings stört das nicht wirklich, konzentriert man sich sowieso voll auf das Geschehen.

 

Gesteuert werden die Schlachten bei „13th Century“ mit der Maus. Kenner solcher Spiele werden sich also im Großen und Ganzen nicht umgewöhnen müssen. Truppenformationen können ausgewählt werden und Einheiten in speziellen Formationen z.B. Kolonne, Linie oder Keil aufgestellt werden. Einheitengruppen kann man mittels der Strg-Taste und einer Zahlen-Taste zur Schnellwahl zusammenfassen. Nichts Neues hier, aber warum sollte man auch gute Mechanismen die funktionieren, verändern?

 

Spielspaß

 

Wer „13th Century“ zum ersten Mal spielt, der wird einige harte Lektionen zu lernen haben. Zum einen ist Masse, selbst wenn sie mit Klasse kombiniert wird, nicht der Garant für den Sieg. Das Gelände ist von entscheidender Rolle und es bringt nichts einen gut befestigten Feind frontal anzugreifen. Zu schnell sinkt die Moral der Truppen und dann zerstreuen sie sich in alle Winde. Dann nutzt auch der „Hornruf“ des Generals zum Sammeln oft nichts mehr. Auch der Mechanismus, dass Pikeniere frontal von Kavallerie angegriffen immer gewinnen, funktioniert hier nicht immer. Oft genug kommt es vor, dass genau diese Einheiten alleine gegen Ritter oder andere schwere Reiter nichts ausrichten können und sich zur Flucht wenden. Solche speziellen Fakten erlernt der Spieler aber erst auf dem Schlachtfeld.

 

Der Multiplayermodus kann mich besonders begeistern. Schon einmal den Wunsch gehabt als Schotte neben Hunnen und Arabern in die Schlacht gegen Engländer, Franzosen und Deutsche zu ziehen? Kein Problem! Bis zu sechs Spieler können sich auf dem Schlachtfeld austoben. Bevor es dann los geht sucht man sich für einen vorher festgelegten Punktewert seine Truppen aus und dann kann es auch schon losgehen. Dabei kommen oft die historisch absurdesten Kombinationen heraus, was aber für jede Menge Spaß sorgt und auch schon für den einen oder anderen verrückten Kampagnenansatz bei uns gesorgt hat.

 

Fazit

 

Für Freunde von mittelalterlichen „Provinzmanagement“ und gelegentlichen Schlachten ist „13th Century“ eher nicht das Richtige. Bei diesem Spiel geht es einzig und alleine um die historischen oder selbst ausgedachten Schlachten. Spielern, denen der Aufbau eines Reiches zu komplex oder langweilig ist, werden bei „13th“ Century voll auf ihre Kosten kommen.

 

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Eure Meinung:

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Spiel:

13th Century - Death or Glory (PC)

Atari, 5. März 2008

USK: 12

 

ASIN: B000X9WWDQ

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Min. Systemvoraussetzungen:

 

  • CPU: Intel Pentium 2,4 GHz, AMD 2000+
  • Grafikkarte: GeForce 5200 oder Radeon 92000 128MB mit aktuellen Treibern
  • Win 2000 / XP / Vista
  • 512 MB RAM
  • Platz auf der Festplatte: 3 GB

 


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Erstellt: 21.04.2008, zuletzt aktualisiert: 18.06.2019 11:05