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1000 Kleider – Formen, Stile, Stoffe

Rezension von Christel Scheja

 

Wer annimmt, dass es bei Kleidern nur wenig gibt, was man beachten musste, der wird staunen, wenn er dieses Buch zur Hand nimmt. Denn so vielschichtig wie die Kulturgeschichte des Kleides ist, so unterschiedlich sind auch die Formen, die getragen werden und auch Modedesigner oder Hobbynäher noch heute faszinieren. „1000 Kleider – Formen, Stile, Stoffe“ gibt nämlich einen guten Einblick in die Materie, die komplexer ist als gedacht.

 

Nach einem ausführlichen Vorwort und ein paar Anmerkungen geht es sofort zur Sache, geordnet in übersichtliche Kategorien, wie etwa „Tageskleider“, „Shiftkleider“, „Hemdkleider“, „Sommerkleider“, „Strickkleider“, „Mantelkleider“, „Ballkleider“ und „Brautkleider“. Jedes dieser Kapitel ist noch einmal in weitere Kategorien eingeteilt, die das ganze noch ein wenig mehr aufgliedern und gleich auch Sinn und Zweck dieser Formen und Stile erklären wie etwa„Grundform“, „Formell“, „A-Line“.

Auch werden auf Inspirationsquellen wie den „Boheme.Look“ oder den „Western-“ und „Antik-Stil“ eingegangen, auf besondere Anlässe die gerade in den letzten zweihundert Jahren sehr unterschiedliche Kleidformen hervorgebracht haben. Am Ende gibt es noch ein paar Erklärungen zum Entwerfen von Schnitttechniken und Stoffen.

 

Man merkt sehr deutlich, dass die beiden Autoren nicht nur Modedsigner, Stylisten, Modeschülern oder Schneidern beiderlei Geschlechts durch diesen Bildatlas eine Übersicht geben wollen, sondern auch den interessieren Laien miteinbeziehen. Jedes Kapitel ist nach dem gleichen Stil aufgebaut, zunächst erfährt man erst einmal, welche Bedeutung ausgerechnet diese Kleiderform hat und wann diese eigentlich aufgekommen ist. Es gibt einen kurzen Überblick über die Modegeschichte, bevor sie Entwurfsdetails zeigen, sich noch ein wenig detaillierter darüber auslassen, wann bestimmte Unterformen- und Stile entstanden sind, was sie inspiriert hat und das ganze noch mit den entsprechend kommentierten Laufstegfotos aus den letzten sechzig bis siebzig Jahren garnieren. In einem Schaukasten werden die wichtigsten Merkmale aufgelistet.

Beschreibungen und Informationen werden kompakt und klar vermittelt – Fachbegriffe werden so gut es geht vermieden, und die vielen Illustrationen vermitteln auch ohne Erläuterungen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kleidern einer bestimmten Form.

Letztendlich braucht man das Buch nicht von hinten nach vorne durchzulesen, es lohnt sich fast schon eher, sich entweder den entsprechenden Bereich herauszusuchen oder aber einfach irgendwo aufzuschlagen. Nicht nur der Modedesigner findet hier interessante Anregungen, und erfährt gleich auch noch den entsprechenden historischen Kontext dazu, auch der Hobbyschneider wird so manche Idee aus dem Buch ziehen können.

 

„1000 Kleider“ ist eine mehr als gelungene Übersicht über „Formen, Stile, Stoffe“ dieser Bekleidung, die bewusst offen für Laien und Fachleute ist und in klaren übersichtlichen Kapiteln und Texten viel Wissen vermittelt, das man sich sonst mühsam zusammensuchen müsste.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

1000 Kleider – Formen, Stile, Stoffe

Autorinnen: Tracy Fitzgerald & Alison Taylor

gebunden, 288 Seiten

Haupt Verlag, September 2015

Übersetzung: Cornelia Panzacchi

 

ISBN-10: 3258601186

ISBN-13: 978-3258601182

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 23.01.2016, zuletzt aktualisiert: 23.01.2019 14:52