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Unrivaled – Gewinnen ist alles von Alyson Noel

Reihe: Beautiful Idols 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Alyson Noel ist in Deutschland durch ihre Evermore- und Soul Seeker-Reihen bekannt geworden. Mit der neuen Serie Beautiful Idols bleibt sie zwar ihrem Publikum treu, verzichtet aber schon in Unrivaled – Gewinnen ist alles auf jegliches phantastische Element und entführt die Leser nach Los Angeles und Hollywood in die Welt des schönen Scheins und schnellen Ruhms, wenn man es nur richtig anstellt.

 

Madison Brooks hat es geschafft. Sie ist eine über die man spricht, die in den Late Night Talks aus und ein geht, aber auch von vielen Plakatwänden hinunter lächelt oder auf den Covern der Magazine zu finden ist, so dass sie immer präsent ist. Und sie ist eine der begehrenswerten Prominenten, die den Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad eines der vielen Clubs steigern kann, eines der Idole, zu dem viele Neuankömmlinge in der Stadt aufblicken

Ira Redman, Besitzer der „Unrivaled“-Clubs kommt deshalb auf eine geniale Idee. Er gibt jungen Leuten die Chance sich einen Monat lang als Promoter seiner Clubs zu bewähren. Jede Woche werden ihre Erfolge bewertet, die Schlechten fliegen. Ein besonderer Bonus ist es, die Reichen und Schönen der Stadt – wie eben Madison und ihren derzeitigen Freund - zu sich zu locken.

Zu denen, die seine Herausforderung annehmen gehört einmal Layla, die eigentlich viel lieber in ihrem Blog über die Promis lästert, als sie zu hofieren und den Job eigentlich nur haben will, um damit ihr Studium zu finanzieren. Dafür riskiert sie aber ihre Freundschaft.

Tommy kommt aus der Provinz und will eigentlich nur seinen Vater kennenlernen. Sein Traum ist es Musiker zu werden und Ira Redman zu beweisen, dass auch er ein Gewinner ist und nicht nur das lästige Ergebnis einer flüchtigen Liebesnacht.

Schließlich ist da auch noch Aster, die Schauspielerin werden will, aber ihren Eltern nichts von ihren Träumen verraten kann, da diese ganz andere Pläne mit ihr haben. Durch das Geld wäre sie unabhängig und frei von deren Wünschen.

All diese Charaktere treffen in der Glitzerwelt der Clubs aufeinander und das Drama nimmt schon bald seinen Lauf …

 

Alyson Noel ist nicht die erste, die ihren jungen Leserinnen einen Einblick in die Welt des schönen Scheins von Hollywood gibt und wird auch nicht die letzte bleiben. Zwar ist das Thema von „Unrivaled – Gewinnen ist alles“ deutschen Lesern eher fern, Träume weckt und kitzelt es allerdings schon, wenn man dabei an die unzähligen Teenie-Serien denkt, die über diverse Jugendsender nach Deutschland schwappen.

Die Geschichte hat einen netten Ansatz – die Welt aus der Sicht von drei Newcomern zu zeigen, die erst noch zu Glanz und Ruhm aufsteigen müssen, aber dabei auch nicht diejenigen auszulassen, die es bereits geschafft haben, im Rampenlicht zu stehen, vor allem verkörpert durch Madison Brooks, die erneut kämpfen muss, um die zu bleiben, die sie inzwischen ist.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, so dass man sich entsprechend in sie hinein versetzen und mit ihnen fühlen kann, wenngleich sie ansonsten eine Menge Klischees bedienen. Vor allem Tommy gewinnt Bonuspunkte, da er aus der Provinz gekommen ist und so mehr als die anderen den ganz normalen Jugendlichen verkörpert. Layla hingegen scheint die Intellektuelle zu sein, die zielstrebig ihrem Weg folgt, sich dabei aber auch nicht all zu leicht um den Finger wickeln lässt und immer wieder abwägt, wie weit sie geht. Und mit Aster begegnen wir dem verwöhnten Mädchen aus reichem Hause, dass die Konsequenzen ihres rücksichtslosen Handelns nicht nachvollziehen kann, weil sie bisher auch keine kennengelernt hat, die erst begreift, in was für eine Situation sie sich gebracht ist, als es fast zu spät ist, weil das Ruhm und Ansehen nicht nur durch Ellenbogendenken errungen werden können.

Die Geschichte ist im Grunde einfach gestrickt und bietet nur wenige Überraschungen, da ähnlich wie die archetypischen Figuren auch nur die üblichen Klischees abgehandelt werden – inklusive des Versuchs, sich mit Sex an einen Promi zu hängen und mit einer Affäre einem Star zu schaden, an dessen Stelle man sein möchte.

Allerdings wirkt sie auch etwas zusammengestückelt, da die Autorin mit ständigen Perspektivenwechseln Spannung zu erzeugen versucht, dabei aber manchmal ziemlich übertreibt und eher dafür sorgt, dass man den roten Faden verliert, als dass man wirklich mit angespannter Neugier weiter liest.

Alles in allem erweist sich der Roman als solider Einblick hinter die Kulissen der Glitzerwelt von Los Angeles, aber auch nicht unbedingt als Offenbarung, denn gerade erfahrene Leser werden so manches Klischee wiedererkennen und auch über die klassischen Figuren amüsieren. Zudem endet das Buch mit einem Cliffhanger, der gerade durch die chaotische Erzählweise eher aufgesetzt wirkt als eine glaubwürdige Wendung in dem ganzen Drama zu sein scheint.

 

„Unrivaled – Gewinnen ist alles“ ist der solide Auftakt der „Beautiful Idols“ Reihe, in der Alyson Noel ihre Leser in die schöne Glitzerwelt Hollywoods entführt. Das Versprechen einer spannenden und vor allem abwechslungsreichen Geschichte wird aber nur in Maßen erfüllt, das sie im Grunde nur die klassischen – mit der Szene dort verbundenen - Klischees und Archetypen herunter betet, die man aus vielen Serien und Filmen bereits kennt und durch den Versuch Spannung zu erzeugen genau das Gegenteil bewirkt. Kurzweilig ist die Geschichte schon, allerdings fragt man sich am Ende schon, was man da eigentlich gelesen hat.

 

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Unrivaled – Gewinnen ist alles

Reihe: Beautiful Idols 1

Autorin: Alyson Noel

Harper Collins Ya!, Mai 2016

Taschenbuch, 420 Seiten

 

ISBN-10: 395967029X

ISBN-13: 978-3959670296

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0198KO9KE

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.05.2016, zuletzt aktualisiert: 11.06.2019 19:38