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Jupiter Ascending

Jupiter Jones wurde unter dem Nachthimmel geboren – man sagt ihr eine große Zukunft voraus. Als erwachsene Frau träumt Jupiter von den Sternen, wird aber immer wieder vom nüchternen Alltag eingeholt, denn sie bekommt nichts auf die Reihe und jobbt als Putzfrau. Erst als der genetisch manipulierte Ex-Soldat Caine auf der Erde landet, um sie zu finden, beginnt Jupiter zu ahnen, welches Schicksal ihr von Geburt an vorherbestimmt ist: Ihre Gene weisen sie als Anwärterin auf ein außergewöhnliches Erbe aus, das den gesamten Kosmos aus den Angeln heben könnte.

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Eure Meinung:

Armin, 21.07.2016, 15:04:
Jupiter Jones (Mila Kunis) verdankt ihren Vornamen der Begeisterung ihres Vaters für den nächtlichen Sternenhimmel und den größten Planeten des Sonnensystems. Angeblich ist sie auch zu Großem bestimmt. Doch leider ist ihr Vater schon lange tot und die aus Russland nach Chicago emigrierte Jupiter säubert als Putzfrau vorwiegend die Toiletten anderer Leute. Frei nach Aschenputtel steckt allerdings deutlich mehr in ihr: Ihre Gene machen sie zu einer Art Inkarnation der kürzlich verstorbenen Herrscherin über das Universum. Das ruft deren Nachfahren Titus (Douglas Booth), Balem (Eddie Redmayne) und Kalique (Tuppence Middleton) auf den Plan: Nur wer die Erde besitzt, die im Moment nach gültigem Recht Jupiter gehört, kann die wertvolle Ernte einfahren – die Menschen, die hier einst von skrupellosen Aliens gesät wurden, um jetzt endlich den Rohstoff für ein lebensverlängerndes Wundermittel abzugeben. Gut, dass Jupiter neben einer Menge Feinde auch zwei Beschützer hat: den gentechnisch zum Supersoldaten hochgezüchteten Caine (Channing Tatum) und seinen ehemaligen Kollegen Stinger (Sean Bean).

Das klingt alles ziemlich verquer und tatsächlich ist die abstruse Handlung auch die größte Schwäche von „Jupiter Ascending“, dem neusten Film der Wachowski-Geschwister Andy und Lana. Deren Geniestreich „Matrix“ (1999) ist lange her und schon die beiden Fortsetzungen waren ja damals nicht mehr das Gelbe vom Ei – irgendwie hatte man das Gefühl, die Macher finden sich in ihrem eigenen Konstrukt nicht mehr zurecht. Mit ihrem neuen Weltenentwurf übernehmen sich die Wachowskis aber endgültig: Sie werfen einen Blick in ein Universum, das in vielen Szenen fast schon überbordend detailliert ausgestaltet ist und den Zuschauer mit einer Unmenge futuristischer Designs überfällt. Doch sie vergessen, eine Geschichte zu erzählen, die auch in nur Ansätzen interessant sein könnte.

Das gilt in gleichem Maß für die Figuren: Jupiter, die Hauptperson, wird hilflos hin- und hergeschoben, Caine, ihr großer Beschützer, kommt einfach nur lächerlich daher (Wolfsgene? Flügel? Oh je, was für eine krude Mischung), ohne wenigstens lustig zu sein. Denn auch Humor geht dem Film leider völlig ab – wo ein Weltraumabenteuer wie zuletzt „Guardians of the Galaxy“ witzig, optisch opulent und spannend daherkam, kann „Jupiter Ascending“ lediglich mit seinen Schauwerten punkten, erweist sich in allen anderen Aspekten als große Enttäuschung. Das gilt auch für die Action: Davon wird zwar eine ganze Menge geboten, doch leider nur in mäßig origineller Form; vieles wiederholt sich und am Ende ist es doch immer wieder Caine mit seinen Skater-Schuhen, die ihn durch die Lüfte tragen, der die Situation rettet. Wieder und wieder – das ist, wie der ganze Film, dann doch ziemlich langweilig.

(2 Sternchen)
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Jupiter Ascending

Jahr: 2015

Regie: Lana und Lilly Wachowski

SF-Film

 

Erhältlich bei: Amazon

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Jupiter Ascending


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Erstellt: 21.07.2016, zuletzt aktualisiert: 18.08.2017 15:44