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The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen Teil 1

Filmkritik von Christel Scheja

 

Zwischen 1959 und 1964 schrieb Rod Serling mit seiner außergewöhnlichen Mystery-Serie „The Twilight Zone“ Fernsehgeschichte und schuf einen der Klassiker der filmischen Science Fiction, denn er griff vielfältige phantastische Themen mit einfachsten Mitteln um und brachte die Leute manchmal zum nachdenken.

Gut zwanzig Jahre später, zwischen 1985 und 1989 versuchte man den Kult noch einmal aufleben zu lassen. Auch bei uns lief damals „The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen“, dessen erste Staffel Koch Media nun auf DVD vorlegt, wenngleich auch nur zur Hälfte. 29 Geschichten wurden hier in 12 Episoden von ca. 40 min Länge zusammen gefasst.

 

Ein Mann will jemanden anrufen, wählt aus Versehen aber seine eigene Nummer und erlebt eine mehr als unangenehme Überraschung, denn die Stimme, die sich dort meldet ist seine eigene. Erst glaubt er an einen Scherz, dann aber wird er eines besseren belehrt.

Dann ist da die frustrierte Hausfrau, die es kaum schafft, ihre vier Rangen unter Kontrolle zu bringen, vor allem nicht Russel jr.. Eines Tages entwickelt sie die Gabe, die Zeit anzuhalten … doch ist das wirklich gut?

Später glaubt ein überarbeiteter Geschäftsmann, das alle um ihn herum nur Blödsinn reden, dabei wird ihm nur ein Spiegel vorgehalten. Eine Frau erlebt bei einem Picknick immer wieder die gleichen Dinge, als sei sie in einer Zeitschleife gefangen und bei der NASA entdecken Techniker eine fremde Lebensform.

Ein ewiger Verlierer erlangt durch ein indianisches Artefakt Heilkräfte, aber wird er dadurch besser angesehen? Und was wird aus einem Familienbesuch im Zoo, der Beschäftigung eines Fotografen mit einem ungewöhnlichen Jungen, der ihm vertraut vorkommt?

 

Dies sind nur einige der Geschichten, die in der Serie umgesetzt werden und vielfältige Unterhaltung bieten sollen. Mehr als beim Original setzt man hier auf deutlich erkennbare Sci-Fi-Elemente und blendet die Ausflüge in andere Genres so gut wie aus.

Zwar versucht man auch den Charme der alten Episoden einzufangen, aber das will nicht mehr so recht gelingen. Denn die doch eher beschauliche und harmlose Erzählweise sorgt dafür, dass die Handlung eher dahin plätschert, dass nicht wirklich viel passiert. Die aufwendigeren Kulissen und die Effekte lenken viel zu sehr von den Figuren ab, um die es eigentlich gehen sollte.

Tatsächlich wirken viele Geschichten dadurch oberflächlich – Ideen, die in den 1960er Jahren noch frisch gewesen sein mögen, wirken jetzt bereits altbacken und die Rollenmuster, die in der Zeit stehen geblieben zu sein scheinen, zu formelhaft und mit zu vielen Klischees belastet, da auch die Moral sich nicht der Zeit angepasst hat, sondern ebenfalls stehen geblieben ist.

Gerade die ersten Episoden langweilen durch Themen, die man bereits oft genug gesehen oder über sie gelesen hat.

Die Macher und Autoren blicken dabei zu sehr in die Vergangenheit und versuchen die alten Stories in ähnlicher Form aufleben zu lassen, anstatt sich der Themen zu widmen, die damals in den 1980ern wirklich richtungsweisend gewesen wären. Nur ganz ganz selten kann der Inhalt der Episode wirklich fesseln, auch wenn man schon darauf geachtet hat, den Erzählungen genau die richtige Länge zu geben.

Daran können auch die teilweise hochkarätigen Gaststars nicht mehr viel ändern. Neben Bruce Willis, Hellen Mirren, Jeffrey Jones, Dan Hedaya, Morgan Freeman sind auch Altstars wie Danny Kaye und Piper Laurie zu sehen.

Bild und Ton sind kaum bearbeitet, was man den Folgen leider auch sehr deutlich anmerkt, wirkt ersteres doch ziemlich schwammig und zweites blechern. An Extras wird genau das geboten, was auch auf dem Original zu finden ist – ein paar Audiokommentare und ein Interview mit Wes Craven.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem ist die deutsche Ausgabe von „The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen“ nur bedingt zu empfehlen, da zum einen nur die Hälfte der ersten Staffel geboten wird und zum anderen die Episoden aus den 1980ern inhaltlich wie von der Umsetzung her lange nicht an die der ursprünglichen Serie heranreichen können.

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Eure Meinung:

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DVD:

The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen Teil 1

USA 1985

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Umfang: 4 DVDs

FSK: 12

Koch Media, 28. April 2016

Spieldauer: 750 Minuten

 

ASIN: B019GMRBFY

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 30.08.2016, zuletzt aktualisiert: 11.07.2019 22:52