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Für immer ein Teil von mir von Michelle Andreani und Mindi Scott

Rezension von Christel Scheja

 

Michelle Andreani und Mini Scott lernten sich durch ein Online-Schreibseminar kennen und begutachteten über sechs Jahre lang ihre Geschichten, um der anderen zu helfen, bis sie sich schließlich dazu entschieden gemeinsam ein Buch zu schreiben, Ihr Erstling „Für immer ein Teil von mir“ ist keine seichte Romanze sondern auch ein Coming-of-Age-Roman, der ein ernstes Thema behandelt.

 

Vor 182 Tagen, also einem halben Jahr wurde Ashlyn überraschend aus dem Leben ihrer Familie und Freunde gerissen. Die Eltern gaben damals zwar die Organe ihrer Tochter frei, damit andere durch sie weiter leben können, dennoch hat der Verlust der jungen lebenslustigen Schülerin, die bei allen beliebt war, doch eine tiefe Lücke gerissen.

Vor allem Claudia, auch „Cloudy“ genannt, ihre allerbeste Freundin und Kyle ihr Freund, haben daran zu knabbern und wissen nicht sie sie damit weiter leben sollen, geben sie sich beide doch eine gewisse Schuld und hüten ein dunkles Geheimnis.

Dann aber beschießt Cloudy, angeregt durch das Beispiel von Ashlynns Mutter, die diejenigen angeschrieben hatten, die Organe ihrer Tochter erhielten, etwas Verrücktes zu tun. Warum also nicht diejenigen besuchen, die Ashlynns Niere, Lunge und Herz erhielten?

Zusammen mit Kyle bricht sie zu einem aufwühlenden Road-Trip auf, der sie nicht nur die Westküste der Staaten entlang führt, sondern ihnen auch die Augen für die Wahrheit über sich und die verlorene Freundin öffnet.

 

Nicht nur Liebe und Romantik spielen in diesem Roman eine wichtige Rolle, sondern auch die Frage, wie die Hauptfiguren es schaffen, mit dem Verlust einer Person in ihrem Leben umzugehen, die ihnen beiden sehr wichtig war, die sie auf der anderen Seite aber auch in einer gewissen Weise hintergangen haben.

Nach und nach enthüllen die Autorinnen nämlich, warum die beiden Hauptfiguren den Tod ihrer Freundin so schwer nehmen und sie auch nach einem halben Jahr nicht wirklich vergessen zu können.

Die Reise mag verrückt klingen, sorgt aber auch dafür, dass sich die beiden über eines klar werden – das trotz aller Schuldgefühle das Leben weitergehen sollte, dass Ashlynns Tod anderen die Chance gegeben hat, weiter zu leben und ein ganz normales Leben zu führen. Nach und nach holen diese Beispiele und die Dankbarkeit der Geretteten nämlich auch die beiden Jugendlichen aus ihren Schneckenhäusern und lassen sie erkennen,was wirklich wichtig ist.

Die Autorinnen legen dabei sehr viel Wert auf das Seelenleben und die Gefühle ihrer Helden und nehmen sich Zeit, dieses differenziert darzustellen. Zwar vergessen sie die Liebe dabei nicht, aber die anderen Nöte stehen doch im Vordergrund.

Dabei achten sie bewusst darauf, dass sie nicht übertreiben sondern möglichst nahe an der Wirklichkeit bleiben, was ihnen wunderbar gelingt. Letztendlich bleibt die Spannung durch viele Alltagsszenen moderat, aber langweilig wird das Buch dadurch noch lange nicht.

 

Alles in allem werden sich wohl vor allem ältere Teenager von der lebensnahen und feinfühlig erzählten Buch um Liebe, Geheimnisse und den Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen angesprochen fühlen, das ziemlich genau ihr Lebensgefühl ausdrückt.

 

Eure Meinung:

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Buch;

Für immer ein Teil von mir

Autorinnenen: Michelle Andreani und Mindi Scott

Harper Collins Ya!, Januar 2017

Übersetzerin: Henriette Zeltner

Taschenbuch, 352 Seiten

 

ISBN-10: 3959670699

ISBN-13: 978-3959670692

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-Asin: B01F3T6KDI

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.03.2017, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59