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Doctor Who: Das offizielle Kochbuch von Joanna Farrow

Rezension von Christel Scheja

 

In einer Zeit, in der Motto-Partys beliebter denn je sind, kommen natürlich auch Buffets und Speisen gut an, die sich auf ein bestimmtes Franchise zurückführen lassen. Wer ein richtiger Fan ist, möchte bei solchen Gelegenheiten gerne stilgerecht futtern. Joanna Farrow und Haarala Hamilton haben daher ein Kochbuch zu „Doctor Who“ zusammen gestellt, die das Herz der koch- und backbegeisterten Fans vermutlich höher schlagen lassen.

 

„Lichtgeschwindigkeitshäppchen“ sind kleine Snack für zwischendurch, die man ohne großen Aufwand schnell zubereiten kann, so wie „Der vegetarische Schallschraubenzieher“ oder die „Cyberschmelzies“ bei denen nicht einmal gekocht werden muss. Auch die Teige zu den „Krillitane Monstermuffins“ oder dem „Minekrieger-Mampf“ sind schnell gemacht.

Zur „Tardis-Verpflegung“ gehört „Oodkopf-Brot“, genau so wie die „Pizza Cassandra“ oder ein einfacher „Salat aus Dalek-Innereien“.

„Diät eliminieren“ sorgt dafür, dass man sich eher als Wirt für einen kleinen Adipose anbietet, denn die Speisen wie „Elimi-Kuchen“, „Süße Stille“ oder die „Pandorica-Überraschung“ sind nicht ganz ohne Zucker und Fett.

Süß geht es auch in „Hallo mein Süßer“ zu, in dem es leckeren „Augenstiel-Fruchtsalat“, „Pawlowsche Adipose“, „Davros drittes Auge“ oder gar „Gallischokilutschis“ zu basteln gibt.

In der „Timelord-Teezeit“ gibt es dagegen vieles und auch aufwendig zu Backendes, denn der „Lebkuchen-K-9“ oder gar die „Tardis“ erfordern größeren Aufwand. Einfacher sind da schon die „Keks-Who‘s Whos“, die eher Dekorationsgeschick verlangen.

Am Ende der Sammlung gibt es noch diverse Vorlagen für die Schablonen, die man beim Zuschneiden des Teigs oder Brotes braucht, gefolgt von einem alphabetischen Index.

 

Das Buch ist so aufgebaut, wie man es von anderen Kochbüchern kennt, mit kleinen Ausnahmen. Die Kategorien, in denen die Gerichte zu finden sind, folgen einer anderen Logik als der üblichen, welcher, das entdeckt man beim Durchblättern des Buches.

Wie schon der Klappentext andeutet, braucht man für einige Gerichte kaum Kochkenntnisse, so dass schon kleinere Kinder mithelfen können, einige wenige erwarten größere Erfahrung beim Kochen und Backen, gerade wenn es darum geht, richtig große und aufwendige Figuren wie „K-9“ oder die Tardis zu gestalten.

Aber genau diese kultigen Dinge Details dürfen nicht fehlen, um die Kaffeetafel oder das Buffet zu einem Hinkucker zu machen.

Ein paar Klassiker wie die berühmt berüchtigten „Fischstäbchen mit Vanillesauce“ dürfen natürlich auch nicht fehlen, allerdings gemeinerweise nicht unbedingt mit der Sauce, die normalerweise dazu gehört

Das ganze wird ansprechend mit vielen Bildern präsentiert, die nicht nur die angerichteten fertigen Speisen präsentieren, sondern auch an passender Stelle aus der „New Who“-Serie selbst stammen.

Die Erklärungen sind denkbar einfach und gut übersichtlich, so dass sich auch unerfahrenere Köche und Bäcker an alles wagen können.

Eine Schwäche hat das Buch allerdings. Nicht alle Zutaten sind im deutschsprachigen Raum leicht zu finden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit in gut sortierten Supermärkten auch das zu finden, was hier nicht typisch ist, heutzutage sehr groß ist.

Der Übersetzer hat nach besten Wissen und Gewissen die Zutaten ins Deutsche übertragen an einigen Stellen merkt man aber auch, dass er nichts damit anfangen konnte, wie bei der sogenannten „HP-Soße“

Aber wer findig genug ist, findet sicher schnell Ersatz oder eigene Variationen, die die Geschmackserlebnisse noch erweitern dürften.

Alltagstauglich ist das Kochbuch wohl weniger, weil die meisten der Rezepte doch – wenn nicht schon viele Zutaten, doch einiges an Vorbereitungszeit benötigen und sicherlich nichts für den Alltag sind, sondern mehr für Feiertage oder wirkliche Partys.

 

Fazit:

»Doctor Who: Das offizielle Kochbuch« ist schon eine nette Idee, die den Fan einiges an leckeren Speisen zaubern lässt, wenn auch vor allem eher zu besonderen Gelegenheiten als im Alltag. Die Gerichte sind zwar oft sehr einfach gehalten, die meisten bedürfen aber doch einer gewissen Back- und Kocherfahrung, einiges sogar mehr als reine Grundkenntnisse.

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Eure Meinung:

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Buch:

Doctor Who: Das offizielle Kochbuch

Autorin: Joanna Farrow

Original: Doctor Who – The Official Cookbook, 2016

Fotos und Foodstyling: Haarala Hamilton

Übersetzung: Andreas Kasprzak

Panini Verlag, 04/2019

Gebundene Ausgabe, 160 Seiten

 

ISBN-10: 3833237163

ISBN-13: 978-3833237164

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 05.05.2019, zuletzt aktualisiert: 30.09.2019 08:42