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Monster Allergy (Bd. 2)

Rezension von Martina Klein

 

Auch in diesem Band der Reihe „Monster Allergy“ geht es wieder um das Mädchen Elena Patata und ihren auf böse Monster allergischen Freund Zick. Sie sind immer noch dabei, Elenas entführten Kater Bandito zu suchen. Dabei geraten sie immer tiefer in die Welt der Monster hinein. Und da mehr Monster bei dieser Comicreihe auch mehr Spaß für den Leser bedeuten, ist dieser zweite Band sogar noch witziger als der erste.

 

Neben den Monstern, die bei Zick mit im Haus wohnen (besonders hervorzuheben ist der dicke Bombo – lieb aber sooo herrlich doof...), gibt es in der großen weiten Monsterwelt noch zahllose andere, z.B. die alles verschlingende Monsterpflanze „Muffe“: Hat sie ihr Opfer verdaut, fühlt sich dieses eigentlich noch pudelwohl, nur dass im Gesicht alles drunter und drüber geht... Der Mund ist plötzlich dort, wo vorher die Augen waren, und umgekehrt... Im wahrsten Sinne des Wortes echt schräg...

 

Auch toll und erwähnenswert ist die Methode, die die Monster anwenden, um mit Elena, die ja keine Monster sehen und hören kann, in Kontakt zu treten: Sie schicken ihr einfach ein „Hasengramm“ - d.h. einen kleinen Hasen, der ihr ferngesteuert „Hasengramm für Elena!“ entgegenbrüllt. Nun ja, sie nimmt es gelassener, als ich es an ihrer Stelle getan hätte...

 

Zick entdeckt im Verlauf dieses Buches, dass er große Kräfte hat und Monster bändigen kann. So wendet er z.B. den Bändigungszauber „Zähm“ an, und die Monster tanzen nach seiner Pfeife. Das kommt ihm und Elena gerade recht: Wurde der Kater Bandito doch von dem bösen „Gorka“-Monster Magnacat entführt, gegen das die beiden so wenigstens den Hauch einer Chance haben.

 

Wir erfahren viel über das Leben der Monster. Dabei wird in diesem Band mehr in die Tiefe gegangen als im ersten Band. So gibt es eine komplexe Struktur innerhalb der Monster-Gesellschaft: Die meisten von ihnen leben in großen Städten, einige aber auch im Exil (z.B. in Zicks Haus...). Außerdem erhalten wir auch einen Einblick in die Welt der verstorbenen Menschen: So gibt es weiße Seelen wie Zicks Großeltern, die ebenfalls bei ihm leben, und schwarze Seelen, gegen die es am Ende dieses Bandes auch noch zu kämpfen gilt. Da Zick (und wir mit ihm) sie alle wahrnehmen und mit ihnen allen kommunizieren kann, ist in diesem Band wieder eine Menge los. Doch soviel zur Handlung...

 

Der Comic ist wieder super gezeichnet und hervorragend coloriert. Die Farben und Farbverläufe sind wirklich gelungen und geben dem Ganzen unglaublich viel Dynamik und Dreidimensionalität.

 

Was auch noch positiv hervorzuheben ist, ist die deutsche Übersetzung von Monja Reichert. Wirklich toller Wortwitz! Jede der Figuren hat eine ganz eigene Sprache und Ausdrucksweise.

 

Und am Ende erfährt man sogar noch, wie man mit den Monstern im eigenen Zuhause in Kontakt treten kann, wenn man das möchte: Es gibt eine kurze Einführung in das „Monster-Alphabet“, dass natürlich viiiiiiel komplizierter ist als unseres...

 

Klingt jetzt vielleicht alles ein bisschen nach Lobhudelei, aber:

 

Dieser Comic ist wie Bd. 1 der Reihe wirklich klasse – sehr witzig und sehr rasant, ein echter Spaß! Kann ich nur jedem empfehlen!

 

 

Eure Meinung:


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Comic:

Monster Allergy (Bd. 2)

Episoden: „Magnacat“, „Die schwebende Stadt“

Texte (im Original): Katja Centomo, Francesco Artibani

Zeichnungen: Daniela Vetro, Paolo Campinoti, nach Vorgaben von Alessandro Barbucci

Coloration: Pamela Brughera, Sergio Algozzino, Barbara Bargiggia, nach Vorgaben von Barbara Canepa

Verlag: Ehapa Comic Collection

Format: Softcover

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 96 Seiten

ISBN-Code: 3770429680

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 10.02.2006, zuletzt aktualisiert: 21.04.2018 19:31