Der Traum des Wandlers von Robyn Lumen

Reihe: Rosenfrost Band 1

Rezension von Frank W. Werneburg

Klappentext:
Sie träumt von zauberhaften Elfen, attraktiven Drachen und heiratswilligen Vampiren. Bis zum bösen Erwachen.
Mina Frost hat ein Problem und es hat einen Namen.
Fynn, der neue Schüler.
Kaum hat Fynn die Schule betreten, ist er bei allen beliebt. Fynn schaut nicht nur gut aus, sondern duftet außerdem nach Rosen. Mina mag Rosen. Aber sie mag das Messer nicht, mit dem Fynn ihr heimlich droht.
Er hat es eindeutig auf Mina abgesehen – nur leider nicht auf romantische Weise. Mina ist nicht verliebt oder gar besessen, nein, garantiert nicht! Doch irgendetwas zieht sie magisch an …
Und dann soll sie Fynn auch noch Nachhilfe geben. Bei ihm zu Hause geschehen so schräge Dinge, dass Mina an ihrem Verstand zu zweifeln beginnt. Ist Fynn ein gewissenloser Killer oder gar ein überirdischer Psychopath?
Mina wird in ein gefährliches Spiel hineingezogen, aus dem es kein Entrinnen gibt. Der einzige Ausweg führt in ein todbringendes Geheimnis.

Rezension:
Mina lebt im Internat, wo sie die Abschlussklasse besucht. Sie ist eine gute Schülerin, doch bei ihren Mitschülern gilt sie als unbeliebte Außenseiterin. Als ein neuer Mitschüler in die Klasse kommt, ist der sofort bei allen beliebt, obwohl Mina ihn als eigenartig empfindet. Doch obwohl Fynn sie unterschwellig bedroht, fühlt sie sich irgendwie zu ihm hingezogen. Und dann soll sie ihm auch noch Nachhilfe geben. Bei ihm zu Hause. Dabei ist Fynns Familie fast noch eigenartiger drauf als er selber.

 

Wer Robyn Lumen kennt, könnte eventuell an merkwürdige und nicht unbedingt menschliche Lebewesen in Wien und Umgebung denken. Das dürfte zumindest auf Leser zutreffen, die die Silberblut-Hexalogie gelesen haben.

 

Auch die Protagonistin dieser Trilogie lebt am Rande Wiens, und so wundert es nicht, dass es gewisse Parallelen zu entdecken gibt. Spätestens wenn man dann erfährt, dass die ›Familienangehörigen‹ Fynns die Vornamen Arjun, Gawayn und Agnes tragen, ist wohl jedem Silberblut-Fan klar, dass er in die Welt der Lichtjäger und Co. aus Aerilia zurückgekehrt ist. Allerdings erreicht dieser 1. Rosenfrost-Band nicht ganz den Humor-Level der »Silberblut«-Reihe. Stattdessen gibt es hier deutliche Romantasy-Tendenzen. … und natürlich neue außerirdische Wesen, die diesmal nicht ganz so nett sind.

Stilistisch lehnt sich die Autorin an die zugrundeliegende Hexalogie an, wobei hier der Protagonistin Mina die Aufgabe zufällt, ihre Abenteuer in der Ich-Form zu berichten. Vielleicht liegt es daran, dass Agnes und Gawayn sofort wiederzuerkennen sind, während Arjun irgendwie verändert wirkt. Während letzterer in »Silberblut« der Ich-Erzähler war, lernen wir ihn hier quasi ›von außen‹ kennen. Allerdings dürfte »Rosenfrost« auch ganz ohne Vorkenntnisse les- und verstehbar sein.

Fazit:
Ein Aerilianer an einer Menschenschule – das kann doch nicht gutgehen. Aber zum Glück lassen sich viele Probleme ja mit süßer Zunge lösen.

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zuletzt aktualisiert: 14.01.2022 20:40 | Users Online
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