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Biien - Der Schatten: Die Sandhexe

Reihe: Biien – Der Schatten Bd. 3

Rezension von Martina Klein

 

Die Geschichte beginnt sehr geheimnisvoll:

 

Biien tritt mitten im Niemandsland zum Lagerfeuer eines Fremden. Er erzählt ihm eine Geschichte... Und zwar von seinem „Initiationsritus der Diebe“ vor 15 Jahren. Ein Ritus, den jeder „anerkannte“ Dieb durchführen muss, um seinen Namen zu erhalten.

 

Zeitsprung – wir sehen Biiens Geschichte: Er muss, wie alle anderen Diebe, die Sandhexe in der Ebene der toten Zauberer aufsuchen, ihr seine bisherige Diebesbeute übergeben und ihre Prüfung bestehen, um dann von ihr seinen Namen als Dieb zu bekommen.

 

Hinten auf dem Heft steht ein Leitspruch, der alles Wissenswerte über die Sandhexe erklärt: „Nur wer an sie glaubt, kann sie sehen. Wer ihre Prüfung besteht, dem gibt sie einen Namen...“

 

Die Hexe und der junge Dieb werden jedoch beim Ritual gestört: Zwei Räuber unterbrechen die Verbindung zwischen dem Dieb und der Hexe, stehlen das Diebesgut, das der Dieb der Hexe als Opfer darbringen musste, und brechen ihm das Rückgrat. Die Lage scheint hoffnungslos für ihn...

 

Jedoch schließen die Hexe und ihr Schützling einen Pakt: Sie heilt ihn, dafür muss er ihr in 15 Jahren die Köpfe der beiden Räuber bringen. ... Und sie gibt ihm den Namen „Biien – Der Schatten“...!

 

Sprung zurück in die Jetztzeit: Wir ahnten es schon: Der Fremde am Lagerfeuer ist natürlich einer der beiden Räuber. Natürlich weiß auch dieser inzwischen, um was es geht. Er versucht noch, sich mit Worten zu verteidigen, was ihm aber nichts hilft. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden Männern –beim dem sie einen wirklich lesenswerten Dialog führen! Sehr witzig, echt! Dennoch hat der Fremde keine Chance...

 

Wie dem auch sei... Am Ende gelingt es Biien, seine Schuld der Hexe gegenüber zu begleichen...

 

Das Heft steckt trotz der „harten“ Geschichte voller Humor und weist – besonders am Anfang! – eine große Portion netter Situationskomik auf: Biien ist ganz offensichtlich seeehr unmusikalisch, so dass selbst sein Erzfeind am Anfang Biiens Flöte noch schlimmer zu finden scheint als Biien selbst... Und das will – den sicheren Tod vor Augen – schon was heißen...!

 

Band 3 ist sprachlich viiieeel witziger als die Bände davor. Das liegt in diesem Fall daran, dass Biien vom Aufbau der Handlung her die Gelegenheit gegeben wird, seine Geschichte selbst und auf seine ganz eigene Weise zu erzählen. Dazu sehen wir im Bild zum Teil etwas ganz anderes. Dadurch ist das Ganze wirklich seeehr komisch!

 

Am Ende des Hefts ist wieder eine „Endzeit-Galerie“, wie im letzten Heft: Andere Künstler zeichnen Biien – mit z.T. sehr witzigen Ergebnissen! Wieder sehr toll!

 

Grafik:

 

Tolle Zeichnungen, toller Seitenaufbau, äußerst stimmungsvolle Farben. Alles in allem noch eine große Steigerung gegenüber den Bänden davor. Meiner Meinung nach ist dieses Heft das grafisch insgesamt stimmungsvollste und „rundeste“ der Reihe.

 

Fazit:

 

Erzählerisch und grafisch ist dieses Heft meiner Meinung nach das interessanteste aus der Reihe. Und man versteht es größtenteils auch, wenn man die anderen Hefte nicht kennt. Dadurch eignet es sich meiner Meinung nach besonders, wenn man in die Biien-Reihe nur mal „hineinschnuppern“ möchte.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Biien - Der Schatten: Die Sandhexe

Reihe: Biien – Der Schatten Bd. 3

Story/Art: Guido Neukamm

Text: Guido Neukamm, Jörg Pitschmann

Verlag: Comicwerk, Vertrieb über Comic & Spiele Berlin

Format: Heftformat

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 32 Seiten, Farbe

ISBN-Code: keine ISBN

erhältlich bei: Comic & Spiele Berlin

weitere Infos:


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Erstellt: 11.10.2006, zuletzt aktualisiert: 21.04.2018 19:31