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Der Weg ins Nichts Teil 2

Reihe: Star Wars 63 (Dark Times & Rebellion)

Rezension von Martina Klein

 

Das Heft beginnt mit den Worten:

"Herzlich willkommen zur Nummer 63 des Star Wars Comic Magazins! Wir präsentieren euch in dieser Ausgabe (US-)Teil 3 des furiosen Dark Times (US-)Fünfteilers aus der Feder von Doug Wheatley.

Der Jedi Dass Jennir und sein Waffenbruder Bomo Greenbark machen sich auf zum Planeten Orvax - einem der zentralen Umschlagplätze für Sklaven in der Galaxie ... für viele eine Reise ohne Wiederkehr!

Außerdem: Der Start der neuen Rebellion-Reihe. Zweimal Hochspannung aus den Weiten des Star Wars Universums!"

 

Die monatlich erscheinende Star-Wars-Comicreihe ist im Grunde genommen wie eine dieser typischen "Spin-Off"-Sendungen zu sehr erfolgreichen Fernsehserien, in denen die Charaktere und sozusagen das "Universum" der Serie aufgegriffen werden, um damit neue Geschichten zu erzählen. Das ist in diesem Fall aber gut gemacht, muss man sagen!

 

Im ersten Teil des Hefts bekommen wir die Fortsetzung der Geschichte „Dark Times“ geliefert, die unter anderem von dem altbekannten Lord Vader höchstpersönlich handelt und zeitlich zwischen den Filmen Episode III und IV angesiedelt ist, und zwar mehr oder weniger unmittelbar nach dem erstgenannten.

 

Da er selbst in seinem früheren Leben als Anakin Skywalker als Sklave aufwuchs, hat Lord Vader (noch...?!?) Skrupel wegen der Versklavung der gesamten Bevölkerung des Planeten Neu-Plympto, auf dem die Nosaurier, alles eingeschworene Separatisten, heimisch - waren! - muss man ja jetzt leider sagen...! Ein Nosaurier ist übrigens so was wie ein (Di-)Nosaurier auf zwei Beinen...

 

Der Jedi Dass Jennir (der mit seinen langen, wallenden, hellen Haaren aussieht wie Legolas aus den „Herr der Ringe“-Filmen) und der Nosaurier Bomo Greenbark wollen die Frau sowie die Tochter von Bomo retten, die auf dem Planeten Orvax, der wie gesagt dafür bekannt ist, ein großer Umschlagplatz für den durch den andauernden Krieg boomenden Sklavenhandel zu sein, gefangen gehalten werden.

 

Sie sind an Bord eines Raumschiffes, das sie sozusagen als Passagiere mitgenommen hat. Zwar reisen die beiden nicht inkognito, dennoch halten sie sich den anderen Leuten auf dem Raumschiff gegenüber doch eher bedeckt hinsichtlich ihrer wahren Pläne. Und auch die anderen auf dem Raumschiff haben offensichtlich etwas zu verbergen. Und natürlich herrscht in Kriegszeiten sowieso großes Misstrauen allerorten... Als sie dann jedoch von Bomos verzweifelter Lage erfahren, sind alle sofort bereit, ihm zu helfen!

 

Der Planet Ovrax, den sie nun ansteuern und auf dem Bomos Familie gefangen halten wird, ist wahrlich kein schöner Ort...! Dort gibt es Tausende von Gefangenen, die nur noch darauf warten können, als Sklaven weiterverkauft zu werden. Unbemerkt macht sich der Rettungstrupp auf die Suche nach Bomos Angehörigen.

 

Unversehens geraten sie prompt in Schwierigkeiten, da man sie schneller, als sie erwartet haben, enttarnt als Leute, die auf diesem Planeten nichts zu suchen haben – außer, wenn man sie selbst zu Sklaven machen würde...!

 

Trotzdem gelingt es ihnen, ein paar von Bomos Artgenossen zu finden, woraufhin sie gleich wieder in eine Gemetzel mit ein paar riesigen Wächtern geraten. Doch leider bekommt Bomo danach keine besonders guten Nachrichten bezüglich seiner Familie zu hören, womit dieser Abschnitt der Geschichte um den „Weg ins Nichts“ endet...

 

Im zweiten Teil des Hefts beginnt die Story „Rebellion“ mit dem Teil, der den vielsagenden Titel „Das Bauernopfer“ trägt:

 

Wyl Tarson hat Albträume... Denn eigentlich hasst er den Krieg, nicht zuletzt weil er dabei seinen großen Bruder Ved verloren hat. Doch der böse Raze, für den Wyl arbeitet, hat noch eine Rechnung mit Wyl offen, seit er den jungen Mann als Spion der Rebellen-Allianz, der somit gegen ihn arbeitet, enttarnt hat.

 

Wyl erfährt, das ihm von Raze aus Rache eine ferngesteuerte Bombe in den Kopf eingesetzt worden ist, und er ihm somit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Außerdem hat Raze ihm ein Mikrofon ins Ohr eingepflanzt, um jederzeit und in höchst nervtötender Weise auf ihn einreden zu können, ohne dass andere davon etwas mitbekommen. Jetzt erpresst Raze ihn mit der Bombe und lässt ihn für sich die wirklich schmutzigen Arbeiten erledigen. Wyls Mitarbeiterin, die schöne Laynara, rät ihrem Boss, zu seiner eigenen Sicherheit lieber dabei mitzuspielen...

 

Wyl fragt sich, warum Raze ihn zur Strafe für seinen Verrat nicht einfach tötet. Doch der Schurke ist der Meinung, „dass man seine Schulden erst zurückzahlen muss“...! Also wird Wyl zu einer letzten selbstmörderischen Mission losgeschickt...

 

Am Ende des Hefts gibt es noch die üblichen Extras wie z.B. eine Leserbriefecke. Außerdem wird von der wohl ziemlich tollen vierten „Star Wars Celebration“, die vom 23. bis zum 28. Mai anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums von Star Wars in Los Angeles stattfand, berichtet. Es gibt ein kleines Technik-Special zu einer einstmals von Yoda verwendeten Fluchtkapsel. Dann wird noch in einem Kurzportrait ein eher unbekannterer Charakter der Serie, nämlich Lucien Draay, näher vorgestellt. Und es gibt natürlich auch eine Menge Werbung...

 

Gleich am Anfang bekommt man ein sehr hilfreiches Extra geliefert, nämlich eine Timeline über das gesamte Star-Wars-Universum, mithilfe derer man sehr schön nachvollziehen kann, in welchem zeitlichen Zusammenhang die einzelnen Geschichten zueinander stehen.

 

Die Grafik:

 

Die Zeichnungen sind natürlich brillant, besonders im ersten Teil wirken die Figuren fast wie fotografiert, was besonders bei den nichtmenschlichen Charakteren und bei den rasanten Kampfsequenzen ziemlich faszinierend ist.

 

Trotz der guten Papierqualität sind die Farben im ersten Teil leider ein wenig arg mau. Grafisch gefällt mir der zweite Teil des Hefts besser. Die Bilder sind dort klarer, und auch die Farben sind viel brillanter.

 

Und auch sprachlich ist das Heft insgesamt sehr gut, so reden die Protagonisten z.B. bisweilen sogar im Konjunktiv, was ja beileibe nicht bei allen Comics vorkommt!

 

Fazit:

 

Alles in allem ist das Heft für echte Star-Wars-Fans eine schöne Ergänzung zu den Filmen. Wenn man nicht hundertprozentig mit der Materie vertraut ist, ist es manchmal etwas schwierig, die komplexen Zusammenhänge des Krieges zu verstehen. Aber visuell und auch erzähltechnisch lohnt sich das Heft trotzdem und ist für so eine monatlich erscheinende Reihe erstaunlich gut.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Der Weg ins Nichts Teil 2

Reihe: Star Wars 63

(Dark Times & Rebellion)

Original: Dark Times 3, Rebellion 6

Autoren: Welles Hartley, Mick Harrison und Rob Williams

Zeichnungen: Douglas Wheatley, Michael Lacombe

Übersetzer: Michael Nagula

Panini Comics, 18.07.2007

Heft, 60 Seiten

Erhältlich bei Panini Comics

Zur Serie:

Star Wars


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Erstellt: 10.09.2007, zuletzt aktualisiert: 19.06.2018 22:15