Wind in den Weiden

1. Staffel

Rezension von Markus K. Korb

 

Für Kinder existieren einige literarische Klassiker, die es immer wieder lohnt zu lesen. Dazu gehören die Bücher von Astrid Lindgren mit Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga an der Spitze, aber auch Michael Endes Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer oder seine Unendliche Geschichte sowie Momo oder Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch.

Aber auch im englischsprachigen Raum gibt es Kinderbücher, die seit Jahrzehnten Millionen von Kindern begeistern. Sei es Peter Pan von J.M. Barrie, Winnie the Pooh von A.A. Milne oder Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame.

Der Roman „Der Wind in den Weiden“ wurden 1908 veröffentlicht und entstanden, als der Autor Grahame abends seinem Sohn Geschichten erzählte von Tieren, die sie bei den täglichen Bootsfahrten gesehen hatten.

Sehr schnell wurde das Werk im englischen Sprachraum bekannt und zählt längst zu den Klassikern neben den bereits genannten anderen Büchern. „Der Wind in den Weiden“ erfuhr mehrere Adaptionen, darunter als Theaterstück, Film oder Hörspiel. 1986 machte sich das Animationsstudio Cosgrove Hall daran „Der Wind in den Weiden“ als Serie zu produzieren, nachdem zuvor der Roman als ein erfolgreicher Trickfilm geschaffen worden war. Die Serie lief in Deutschland im ZDF im Jahre 1989 und wird jetzt von Polyband auf DVD veröffentlicht.

 

Inhalt:

Die vier Tiere Ratte, Dachs, Kröte und Maulwurf wohnen in der Nähe des Flusses. Die Kröte ist abenteuerlustig, etwas hochnäsig und angeberisch, wohingegen die Ratte sehr bodenständig geblieben ist. Der Dachs erscheint als Muskelpaket mit großväterlicher Gutmütigkeit und der Maulwurf als liebenswürdiger, wenn auch ein wenig einfältiger und leicht zu erschreckender schrulliger Charakter.

Die Kröte wohnt in einem Schloss und ist ein Freund von allem Technischen. Die übrigen drei bewohnen Erd- bzw. Baumhöhlen und stehen den Eskapaden der Kröte (im Film als „Froschi“ übersetzt) mit Skepsis gegenüber.

Alle vier erleben gemeinsam Abenteuer, welche sie teilweise in die Nähe der Menschen bringen, aber auch manchmal in weit abgelegene Gefilde. Zum Beispiel wird in einer der dreizehn auf der DVD enthaltenen Episoden erzählt, wie das Quartett das Schloss des Kröterichs von den gemeinen Wieseln befreiten. In einer anderen suchen die Vier den Sohn des Otters, der sich (aufgeschreckt von einer menschlichen Jagdgesellschaft) im Wald verirrt hat. Dabei haben zwei der vier Freunde auf einer einsamen Insel im Fluss eine wahrhaft mystische Erfahrung mit einem höheren Wesen.

 

Kritik:

Die dreizehn auf der DVD enthaltenen Episoden von „Der Wind in den Weiden“ stecken voller liebevoller Geschichten, in einem bewusst dezenten Ton erzählt. Die Tiere erscheinen vermenschlicht, sind aber doch in ihren Charaktereigenschaften an die Realität angelehnt. Dennoch tragen sie menschliche Kleidung und agieren auch sonst sehr menschelnd.

Herauszuheben ist die Animationsart. Bei „Der Wind in den Weiden“ hat das Animationsstudio die Tricktechnik des „Stop-Motion“ angewandt, was bedeutet, dass Puppen in verschiedenen Bewegungsphasen per Kamera abgelichtet werden, was in der Gesamtsumme zu einer fließenden Animation führt.

Die Puppen sind allesamt liebevoll gestaltet und sehr detailreich ausgeführt. Man merkt den Episoden förmlich an, dass die Animateure selbst begeisterte Leser des Originalwerks waren. Die Geschichten halten sich sehr eng an die literarische Vorlage.

 

Fazit:

Abseits der hektischen Pokemons dieser Welt bietet „Der Wind in den Weiden“ eine verzaubernd ruhige Kinderunterhaltung. Keine grellen Farben, keine hektisch-schnellen Schnittfolgen. Diesem wird bei „Der Wind in den Weiden“ ein ruhiger Bildfluss mit liebevoll animierten und herrlich schrulligen Charakteren entgegengesetzt.

Wer „Der Wind in den Weiden“ im Jahr 1989 verpasst hat, oder wer alte Erinnerungen an diese Serie wiederaufleben lassen will, sei dieses kleine Juwel der Kinderunterhaltung wärmstens empfohlen.

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Eure Meinung:

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anna
Freitag, 10. April 2009 22:38 Uhr
ich bin nun 24 jahre alt..
als ich klein war,haben mein vater,mein brunder und ich den film auf video aufgenommen und ihn oft zusammen gesehen..

Wir haben viel gelacht,manchmal war es unheimlich..
aber ich liebe diesen film noch heute..

einfach süß gemacht!!!

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DVD:

Wind in den Weiden

Autor: Kenneth Grahame

Entstehungsjahr: 1986

Polyband, 2007

260 Minuten

Sprachen: Deutsch, Englisch

Bildformat: 4:3

Ländercode: 2

ASIN: B000SNUIDS

Erhältlich bei: Amazon


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zuletzt aktualisiert: 27.11.2017 19:32 | Users Online
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