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Das Grab des Salomon von Daniel G. Keohane

Rezension von Heike Rau

 

Nathan Dinneck kehrt zurück in seine Heimat. Hier in Hillcrest wird er fortan der neue Pastor der Baptistenkirche sein. Er ist aufgeregt, seine Nächte sind seit kurzer Zeit von Albträumen geprägt, die ihn erschrecken. Zwischen seinen Eltern steht es nicht zum Besten. Der Vater geht nicht mehr zur Kirche, verbringt statt dessen seine Zeit im Hillcrest Men’s Club. Die Gründe sind für Nathan nicht nachvollziehbar.

 

Bei der Übergabe des Amtes durch seinen Vorgänger Pastor Hayden lernt Nathan den Friedhofswärter Tarretti kennen. Er ist ein merkwürdiger Einzelgänger. Beim Gang über den Friedhof entdeckt Nathan zwei Steinengel, die den Statuen aus seinem Albtraum gleich sind. Dass er diesen Steinengeln Aufmerksamkeit schenkt, beunruhigt wiederum Tarretti.

Nach seiner ersten Predigt und einem Gespräch mit einem merkwürdigen Bekannten seines Vaters, drängen sich Nathan die Erinnerungen an die Engel wieder auf. Mit einem Mal ist er nicht mehr Herr seiner Sinne und verliert das Bewusstsein.

 

Nathan sieht sich die Grabstätte genauer an. Es ist John Salomons Grab. Es handelt sich um eine Gruft. Nathan spürt etwas Unerklärliches, aber ein Zusammenhang zu seinem Albtraum lässt sich nicht herstellen.

Ein Lichtblick in seinem Leben ist dagegen Elizabeth. Die beiden waren zusammen bevor Nathan die Stadt verließ und jetzt nach über fünf Jahren bahnt sich eine neue Liebe an. Nathan vertraut sich Elisabeth an.

Auf ihren Rat hin, besucht er den Hillcrest Men’s Club. Hier gerät er in den Sog des Leiters Peter Quinns und dessen charismatischer Stimme, die ihn beeinflusst. Im Club sieht er Bild des Tempels aus seinem Traum und hört sich die Erklärungen Quinns an. Immer tiefer dringt der Mann in die Gedanken Nathans ein, bis ihn sein alter Freund Josh rettet.

 

Bald überschlagen sich die Ereignisse. Pastor Heyden wird auf mysteriöse Weise ermordet. Für den Friedhofswächter ist das ein Zeichen. Er vertraut Nathan an, dass er ein Wächter über ein altes Relikt ist. Die Ammoniter, eine alte, heute noch aktive Sekte, ist der Bundeslade auf der Spur. Nathan spielt in diesem Kampf eine Rolle, er ist ausersehen die Lade und ihren Inhalt zu retten.

 

Das Buch als Thriller zu bezeichnen, ist ein wenig überzogen. Dazu ist es nicht spannend genug. Aber man wird dennoch ganz gut unterhalten. Die Geschichte ist vom Thema interessant gestaltet, hat aber zu wenig Tiefgang. Als Leser fühlt man sich hingehalten, wartet darauf, dass sich die Situation zuspitzt, aber das tut sie nicht.

 

Die Geschichte ist zu oberflächlich, hat zu wenig Tiefgang. Inhaltlich ist sie darum zwar verständlich, aber nicht wirklich nachzuvollziehen. Das mag an den Figuren liegen, die man mit ihren Motiven und Beweggründen nicht richtig kennen lernen kann. Die Figuren bleiben so zwar sehr geheimnisvoll, aber eben in ihrer Handlung auch sehr fremd. Besonders befremdlich ist zum Beispiel Nathans Freundin Elizabeth, die scheinbar überhaupt keinen gefestigten Charakter hat. Man kann nicht nachvollziehen, wie sie agiert. Immer wieder fragt man sich, ob das noch derselbe Mensch ist. Die gerade wieder aufgekeimte Liebe zwischen ihr und Nathan wird zwar beschrieben, aber eine Verbindung zwischen den beiden auf gefühlsmäßiger Ebene ist überhaupt nicht spürbar.

 

Es ist schade. Aus der Story hätte man so viel mehr herausholen können. Aber sie bleibt flach bis zum Ende. Gerade hier am Schluss zeigt sich noch einmal deutlich, was der Autor verpasst hat. Wieder versucht er Spannung aufzubauen, macht dem Leser Hoffnung und – schließt dann sein Buch. Und wieder weiß man nicht, was man davon halten soll. Das Buch wird wohl keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

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Das Grab des Salomon

Autor: Daniel G. Keohane

Aus dem Englischen von Michael Krug

350 Seiten, gebunden, 19,95 Euro

Otherworld Verlag

November 07

ISBN-10: 3902607009

ISBN-13: 978-3902607003

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 24.01.2008, zuletzt aktualisiert: 10.08.2020 18:25