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Das Rätsel von John Katzenbach

Rezension von Andreas Hammerschmidt

 

Rezension:

Jeffrey Clayton, ein Psychologieprofessor, der auf das Profiling von Serienkillern spezialisiert ist, wird von der Polizei beauftragt, den grausamen Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Dieser Mord ist ein Geheimnis - denn er hat sich ausgerechnet in einem streng überwachten Gebiet ereignet, das seinen wohlhabenden Bewohnern absolute Sicherheit verspricht. Das Verbrechen, das es eigentlich nicht geben darf, führt Clayton auf verschlungenen Pfaden zurück in seine eigene, dunkle Familiengeschichte. Der Mord ähnelt einer Tat aus Jeffreys Nachbarschaft, die 25 Jahre zurückliegt. Damals zählte sein eigener Vater zu den Verdächtigen - bis er kurz darauf auf mysteriöse Weise ums Leben kam ...

 

„Professor Tod“, so wird der Psychologieprofessor Jeffrey Clayton von seinen Studenten an der Universität in Massachusetts genannt. Durch sein ausgezeichnetes Wissen im Fachbereich des Profilings von Serienkillern hilft er bei zahlreichen Morden der Polizei, will aber weder Ruhm noch Geld dafür. Als plötzlich nach einer seiner Vorlesungen ein Special Agent vor ihm steht, weigert er sich den Fall zu bearbeiten – wie jedes Mal. Doch Agent Martin von der Abteilung Staatssicherheit überzeugt Clayton, der wie jedes Mal seiner Neugier verfällt.

Der Fall diesmal: Drei Morde, die sich in einem Vierteljahrhundert ereigneten. Alle Opfer waren junge Mädchen, wurden nackt auf dem Rücken und mit ausgestreckten Gliedmaßen gefunden. Zusätzlich besaßen alle im Bauch- und Beckenbereich Schnittwunden und ihnen wurde der rechte Zeigefinger, ein Kopfhaar und ein Schamhaar entfernt. Das Schlimmste dabei ist jedoch: Der Vater von Clayton galt bei dem ersten Mord als Hauptverdächtiger nachdem drei Tage zuvor Claytons Mutter und die Familie ihn verließen. Ein weiteres Problem: Der letzte Mord ereignete sich in dem streng bewachten 51. Bundesstaat, der nur dazu gegründet wurde, wohlhabende Bürger vor der gewalttätigen USA zu schützen.

Gleich am nächsten Tag macht sich Clayton mit Agent Martin auf den Weg in den besagten Bundesstaat. Dort fangen sie gemeinsam und unter strengster Geheimhaltung an, nach dem Täter, der vielleicht Claytons Vater ist, für die Regierung, die ein Honorar von bis zu einer Millionen US-Dollar zahlt, zu suchen . Doch spielt solch eine Regierung wirklich mit offenen Karten? Verheimlicht sie Clayton was? Und wenn ja, was?

 

Das Originalbuch „State Of Mind“ von John Katzenbach wurde schon 1997 veröffentlicht, in Deutschland erst im Januar 2008. Der Einstieg baut genug Spannung auf um den Leser zum Weiterlesen zu bringen, doch es hätte ruhig etwas fesselnder sein können. Der anfolgenden Pause in Sache Spannung folgt der erste Knall, das Protokoll vom Verhör des Vaters von Clayton. Ab dieser Stelle will der Leser wissen, wie es weitergeht und das Buch endet.

Die Wechsel zwischen Clayton und dessen Schwester, dessen Geschichte am Anfang eindeutig die spannendere ist, ist Katzenbach zwar gelungen, doch etwas kürzere Kapitel wäre von manch einem doch bevorzugt gewesen.

Leider wartet der Leser vergeblich auf weiter Spannungshöhepunkte, die erst gegen Ende des Buches als der Vater von Clayton ins Spiel kommt auftauchen.

Im Allgemeinen verfängt sich Katzenbach des Öfteren in unnötigen Beschreibungen oder Handlungen. Das beste Beispiel hierfür ist der Vorfall mit dem Tarpun und Claytons Schwester, der reichlich wenig mit den verschlüsselten Briefen und der eigentlichen Handlung des Buches zu tun hat.

Gegen Ende wird die erzeugte Spannung auf den Leser etwas niveauvoller; die unnötigen Beschreibungen falllen nicht mehr so auf wie am Anfang des Buches.

Das Ende von „Das Rätsel“ ist dem US-amerikanischem Schriftsteller wahrlich am Besten gelungen.

 

Fazit:

Wer sich für „Das Rätsel“ von John Katzenbach entscheidet, muss anfangs sehr viel Geduld beim Lesen aufbringen. Weniger wäre hier mehr gewesen.

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Das Rätsel

Autor: John Katzenbach

Droemer/Knaur, 1. Januar 2008

Broschiert, 680 Seiten

ISBN-10: 3426637588

ISBN-13: 978-3426637586

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.02.2008, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57