Spielbericht Battle Lore

Szenario „Zurück nach Poitiers“

Autor: Stefan Glaubitz

 

 

Es gibt glaube ich kaum jemanden, der im Stragtegiebereich das Spiel „Battle Lore“ nicht kennt. Schließlich ist „Days of Wonder“ damit ein Spagat zwischen Brettspiel und Tabletop sehr gut gelungen. Da immer wieder weitere Erweiterungen auf den Markt kommen, ermöglicht es dem Spiel „lebendig“ zu bleiben und sorgt für eine Menge Abwechslung.

 

Da ich, wie auch meine Verlobte und Hauptgegnerin zu den absoluten „Battle Lore“- Fans gehören und wir heute Abend nichts vor haben, haben wir uns einfach mal an eine Partie gesetzt, um sie im Zuge eines Spielberichtes zu spielen. Dabei kommen die Grundbox, die Erweiterung „Zu den Waffen“ sowie die Erweiterung „Der Hundertjährige Krieg“ zum Einsatz. Wir spielen ohne Kriegsrat und somit ohne jegliche Magie das Szenario „Zurück nach Poitiers“ aus der Erweiterung „Zu den Waffen“. Nachdem wir unsere Grundaufstellung formiert hatten, wählte ich der „Edward den schwarzen Prinz“ spielte die Karten „Günstiger Aussichtspunkt“, damit ich meine gesamte Reserve aufstellen konnte und „Bogenschleuderer“. Meine einzigen beiden Bogenschützen, die auf der rechten Flanke positioniert waren, wurden somit aufgewertet.

Meine Verlobte wählte die Zwergensöldner und verstärkte ihre linke Flanke mit zwei mittleren Zwergeneinheiten, während sie im Zentrum zwei Bogenschützeneinheiten gegen „Bogenschleuderer“ verstärkte. Nachdem jeder von uns fünf Kampfkarten bekommen hatte, konnte es losgehen.

Hier aber zunächst die Startaufstellung:

 

Edward, Der Schwarze Prinz

 

Rechte Flanke:

 

  • 1 Schwere Reiterei
  • 1 Schwere Infanterie
  • 2 Mittlere Infanterie
  • 2 Bogenschleuderer

 

Zentrum:

 

  • 1 Mittlere Reiterei
  • 1 Schwere Infanterie
  • 3 Mittlere Infanterie
  • 1 Leichte Infanterie

 

Linke Flanke:

 

  • 3 Mittlere Infanterie
  • 1 Leichte Infanterie

 

 

Jean II, König von Frankreich

 

Rechte Flanke:

 

  • 2 Mittlere Infanterie
  • 1 Leichte Infanterie
  • 2 Bogenschützen

 

Zentrum:

 

  • 2 Schwere Reiterei
  • 1 Mittlere Infanterie
  • 2 Bogenschleuderer

 

Linke Flanke:

 

  • 2 Mittlere Infanterie
  • 2 Mittlere Zwergeninfanterie
  • 1 Bogenschütze

 

(Anklicken zum Vergrößern)
(Anklicken zum Vergrößern)

Zug 1 und 2

 

Nachdem sich der Morgennebel über dem Schlachtfeld gelichtet hatte, sah ich, dass ich teilweise sehr nahe an meinen Feinden positioniert war. Daher bewegte ich zunächst erst einmal in jedem Bereich eine Einheit, um meine Truppen etwas zusammenzuziehen. Meine linke Flanke wurde von den Bogenschützen auf der Brücke beschossen und eine leichte Infanterie besetzte den Sumpf, direkt vor meinen Linien. Das konnte ich so nicht dulden und griff genau diese Einheit an. Der Kampf um den Sumpf endete, trotz einiger Verluste unentschieden und ich durfte zusehen, wie sich auf dem gesamten Schlachtfeld der Himmel verdunkelte, als ein wahrer Pfeilhagel auf meine Truppen hinabsegelte. Die Verluste auf meiner Seite waren aber kaum nennenswert.

 

Zug 3 und 4

 

Langsam wurde mir das mit der Einheit im Supf zu bunt und ich schickte meine leichte Infanterie, den Sumpf endlich für mich zu erobern. Es gelang ihr auch endlich den Feind zu vernichten und den Sumpf für mich zu sichern. Viel Grund zur Freude war das aber nicht, rollte doch nun ein Angriff gegen meine recht verstreute rechte Flanke an. Die eine Bogenschützeneinheit nahm meine Bogenwerfer und Feuer und tötete zwei Modelle, eine Zwergeneinheit marschierte auf meine Linie zu und die mittlere Kavallerie stürmte aus dem nahen Wald gegen meine schweren Reiter auf dem Hügel in die Schlacht und erledigte zwei der drei Modelle. Geschockt, aber mutig durften diese aber noch zurück schlagen und erledigte ebenfalls zwei Modelle. Der nächste Zug wurde genauso blutig wie der davor und die Kämpfe konzentrierten sich ausschließlich auf meine rechte Flanke. Ich konnte die mittleren Reiter mit meiner schweren Infanterie zwar zurückdrängen, aber nicht vernichten und auch der sofortige Gegenangriff auf meine Linien setzte das Patt weiter fort.

 

Zug 5 und 6

 

Langsam verlor ich die Geduld und setzte fünf meiner Einheiten auf meinem rechten Flügel in Bewegung, schaffte es aber immer noch nicht die mittleren Reiter meiner Verlobten zu vernichten. Dafür bewegte sich die eine schwere Reiterei im Zentrum auf mich, zusammen mit einer Einheit der feindlichen Bogenwerfer zu. Ein wenig irritiert, versuchte ich es aufs Neue mit zwei Einheiten meiner rechten Flanke endlich diese Reiterei zu erledigen, was mir auch gelang. Allerdings hatte sich meine schwere Infanterie nun sehr weit von meinen übrigen Truppen entfernt. Die Antwort kam wie ein Hammerschlag, als sich in jedem Abschnitt des Schlachtfeldes zwei Feindeinheiten zum agieren entschieden. Erneut regnete es Pfeile und Bolzen und so langsam wurden meine Linien ausgedünnt.

 

Zug 7 und 8

 

Ich endschied mich zu einem Gegenangriff und aktivierte ebenfalls zwei Einheiten pro Region. Auf der rechten Flanke kämpften meine schweren Infanteristen gegen eine angeschlagene Zwergeneinheit, mussten sich aber zurückziehen. Im Zentrum rückte meine Infanterie über die Hügel vor und sah sich direkt zwei Bogenwerfereinheiten im Nahkampf gegenüber, während auf meiner linken Flanke ein kleines Drama stattfand. Die feindlichen Bogenschützen hielten immer noch die Brücke über den seichten Fluss und so schickte ich meine leichten und mittleren Infanteristen zu ihnen, um die Brücke zu nehmen. Mutig, wie die Bogenschützen nun mal waren, konnten sie die Position nicht nur halten, sondern meine mittlere Infanterie fast komplett aufreiben. Meine linke Flanke war nun inzwischen recht ausgedünnt aber anscheinend hatte meine rechte lange genug Pause gehabt, denn nun rollte dort der nächste Angriff in Form von beiden Zwergeneinheiten und einer Bogenschützeneinheit an, die meine schwere Infanterie fast vernichteten. Ich nahm mich nun dem Zentrum an und rückte mit ganzen fünf Einheiten vor und es gelang mir eine der beiden Bogenwerfereinheiten zu vernichten. Im Gegenzug wurde meine mittlere Infanterie von den Bogenschützen auf der Brücke vernichtet, während die andere Bogenschützeneinheit meine leichte Infanterie von der Brücke verjagte. Nun stand es 3: 1 für mich, aber beide Armeen waren schon reichlich ausgedünnt.

 

Zug 9 und 10

 

Da mich die fast vernichtete Zwergeneinheit auf der rechten Flanke immer noch nervte, entschloss ich mich meine schwere Infanterie dort auf eine „Harakiri-Mission“ zu schicken. Ich spielte „Die Roten Fahnen“ und ließ sie, ebenfalls nur noch ein Modell umfassend gegen die Zwerge anstürmen, auch wenn das im Gegenzug wohl ihren Tod bedeuten würde. Sie erfüllten ihre Mission, wurden aber im Gegenzug von der zweiten Zwergeninfanterie mit Leichtigkeit vernichtet, als meine Verlobte auf jedem Flügel eine Einheit aktvierte. Bis jetzt hatten die meisten Kämpfe auf den Flanken stattgefunden und ich hatte den Vorteil im Zentrum meine Truppen sehr konzentriert positioniert zu haben. Daher griff ich jetzt dort mit zwei Einheiten an, konnte aber keinen wirklichen Schaden an den übrigen Bogenwerfern anrichten. Im Gegenzug stürmte eine schwere Kavallerie gegen meine mittlere Infanterie auf dem Hügelzug, ihr Angriff konnte aber durch einen direkten Gegenangriff zurückgeschlagen werden.

 

Zug 11 und 12

 

In diesen beiden Zügen sollten die blutigsten Kämpfe folgen, die die gesamte Partie gesehen hatte. Erneut rückte ich mit fünf Einheiten im Zentrum vor, konnte aber selbst die angeschlagene schwere Kavallerie meines Gegners nicht vernichten. Mir gelang es zwar einige Einheiten anzuschlagen, doch konnten meine Truppen keine entscheidenden Treffer platzieren. Im Gegenzug rückten zwei Einheiten im Zentrum gegen mich vor und verursachten teilweise schwere Verluste in meinen Reihen. Meine darauffolgende Antwort fiel genauso unbefriedigend aus, wie im Zug davor; meine beiden Einheiten im Zentrum konnten keinen wirklichen Schaden an den verstreuten Truppen meines Gegners anrichten. Im Gegenzug wurden fünf Einheiten an meiner kaum noch existenten linken Flanke aktiviert, allerdings waren diese Truppen hauptsächlich damit beschäftigt auf meine letzten dort verliebenden Reste an Truppen vorzurücken.

 

Zug 13

 

Auch wenn ich mit 4: 2 sehr komfortabel am führen war, sah es nicht nach einer deutlichen Führung aus. Überall standen angeschlagene Einheiten herum und sollte eine halbwegs intakte Feindeinheit zu ihnen durchdringen, sie hätte keine Probleme schnell drei oder vier Einheiten zu vernichten. Deshalb entschied ich mich auf meiner rechten Flanke wieder aktiv zu werden. Meine Bogenwerfer durften endlich mal schießen und vernichteten ein Modell aus der bis dahin noch intakten Zwergeninfanterie. Dann setzten meine mittleren Reiter zum Angriff auf die Bogenschützen an und rieben sie auf. Im Nachsetzten attackierten sie ebenfalls die jetzt leicht angeschlagenen Zwerge und es gelang mir mit drei Würfeln alle drei Zwergenmodelle aus dem Spiel zu nehmen. Damit stand es 6: 2 und ich hatte deutlicher gewonnen, als das Spiel eigentlich gewesen war.

 

Fazit

 

Ich kann, glaube ich sehr zufrieden sein diese Schlacht gewonnen zu haben. Einen wirklichen Plan hatte ich nämlich nicht, sondern ich hab mich ganz darauf konzentriert meine Truppen weitestgehend beieinander zu halten und vorerst zu reagieren. Am Ende habe ich das Spiel mit 6: 2 wesentlich deutlicher gewonnen als der Verlauf war.

 

Habt Ihr nun Lust bekommen uns auch Eure Spielberichte zu schicken? Dann tut das einfach. Schickt Eure Spielberichte und auch die Geschichten dazu an s.glaubitz[at]fantasyguide.de. Die Schönsten werden wir nach und nach hier veröffentlichen.

 

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter
Stefan Glaubitz

weitere Infos

Biographie, Bibliographie, Rezensionen und mehr zu Stefan Glaubitz

Zu den Rezensionen


Platzhalter
Platzhalter
zuletzt aktualisiert: 15.02.2015 00:28 | Users Online
###COPYRIGHT###