Fluß der Drachen

Rezension von Christine Schlicht

 

Aufmachung

 

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Oder besser, Mama hat die Arbeit und die Kids das Vergnügen. Die Kunststoff-Flusslandschaft, der Würfel und die Drachen müssen nämlich erst einmal mit Aufklebern versehen werden. Aber das ist eine einmalige Angelegenheit und es geht schnell und einfach.

 

Der Fluss ist eine stabile Kunststoffschale, die mit Wasser gefüllt wird. Die Spielfiguren, also die Drachen, sind ebenfalls aus Kunststoff gestaltet. Der Würfel ist aus Holz, die Karten aus wasserfestem Kunststoff. Das Boot ist aus einem Schaumstoff, der kein Wasser aufnimmt und hat ein Segel, damit man es mit den Strohhalmen voranpusten kann.

 

Alles ist liebevoll gestaltet und mit kindgerechten, farbenfrohen Grafiken versehen.

 

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Spielregeln

 

Am Anfang sollte ein Erwachsener mitmachen, denn selbst wenn Kinder dabei sind, die des Lesens mächtig sind, wird es doch etwas unübersichtlich, weil zwei Spielvarianten parallel laufen – die des Spielers, der gerade an der Reihe ist und die der Mitspieler, die zu verhindern versuchen, dass er Erfolg hat.

 

Aber man hat schnell den Bogen raus, da die Regeln kurz und übersichtlich gehalten sind und das Spiel keiner großartigen Vorbereitung bedarf, außer dem Zurechtlegen aller Bestandteile. Dabei müssen im Vorfeld die Höhlenkarten sortiert werden, da es zwei Varianten gibt: Höhlenkarten mit jeweils drei Edelsteinen und die mit jeweils vier Edelsteinen darauf. Erstere sind für kürzere Spiele oder jüngere Spieler gedacht.

 

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Spielverlauf

 

Warnung an alle Mamas: Legt eine Rolle Küchenpapier bereit, es wird feucht. Nicht nur, weil im Eifer des Gefechtes auch schon mal ein Drache baden geht, sondern weil es erst richtig Spaß macht, wenn’s spritzt. Sinnvoll ist auch eine absolut gerade, wasserfeste Unterlage und man sollte auf keinen Fall zuviel Wasser rein machen. Nicht so sehr, weil dann auch viel rausspritzt, sondern weil es so schwer wird, es anschließend zu entsorgen. Das Schiff schwimmt auch auf wenig Wasser.

 

Jeder Spieler bekommt die fünf Drachen in seiner gewünschten Farbe und verteilt sie auf den fünf Landschaften des Spielfeldes, nachdem er sich die Symbole unter ihren Füßen angesehen hat. Jetzt muss er sich nur noch merken können, wo welcher Drache stand. Ist aber eigentlich auch ziemlich egal und merken fällt schwer, wenn man von den Mitspielern aus dem Rennen geschossen wird.

 

Der Spieler pustet das Schiff mit Hilfe des Strohhalmes durch den Fluss zu einer „Anlegestelle“, von der jede Landschaft eine besitzt, gekennzeichnet neben „Stufen“ zur Landschaft auch mit Kies im Flussbett. Genauu über diesem Kies muss das Boot zum Stehen kommen. Dann kann der Spieler nach dem Ruf „Ratz Fatz her mit dem Schatz“ seine Drachenaktion durchführen, also das durchführen, was auf dem Symbol unter dem jeweiligen Drachen gefordert wird: ein oder zwei Edelsteine von der Bootskarte nehmen, einen Edelstein vom Boot an einen Mitspieler verschenken oder sich einen noch freien Edelstein klauen.

 

Die anderen Spieler können verhindern, dass es so weit kommt. Der Spieler muss nämlich ankündigen, an welcher Landschaft, er anzulegen gedenkt. Sobald er das getan hat und das Schiff voran pustet, würfeln die anderen Reihum den Landschaftswürfel. Sollte es ihnen gelingen, die angesteuerte Landschaft zu erwürfeln, bevor der Spieler seinen Spruch ausgerufen hat, so ist der Zug des Spielers vorbei und der nächste ist dran.

 

Es gilt, die Edelsteine der Farben zu ergattern, die auf der Höhlenkarte abgebildet sind. Hat man diese drei (oder vier) beisammen, legt man die Karte offen mit den Edelsteinen darauf. Diese dürfen von den anderen nicht mehr geklaut werden.

 

Gewonnen hat der Spieler, der zuerst beide Höhlenkarten mit Edelsteinen gefüllt hat.

 

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Spielspaß

 

Ähm, hallo? Spielspaß? Das Spiel geht nur mit WASSER! Das ist der Spielspaß an sich! Und man spielt auch auf Tempo, zumindest mit dem Würfel. Kurz, es geht immer Wasser daneben, daher die Warnung mit der Küchenrolle.

 

Der Spielspaß dürfte auch so schnell nicht vorbei gehen, allerdings sollten es für eine echt hektische Runde schon mehr als zwei Spieler sein. Dann ist gute Laune garantiert. Die Varianten mit drei oder vier Edelsteinen sind dann nicht der Reißer, denn es verlängert das Spiel nur, wenn man auf die Jagd nach vier Steinen gehen muss. Kürzere, knackige Spiele sind für manche runde dann vielleicht sogar spannender, weil man voran kommt.

 

Das Spiel ist nicht sehr komplex, leicht zu begreifen und Varianten gibt es nicht. Für ältere Kinder, die nicht mehr so sehr auf Planschvergnügen stehen, ist es daher eher uninteressant. Ansonsten könnte es zum Renner werden.

 

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Fazit

 

Wasserspiele für zuhause, na wenn das nicht zieht. Wasser war und ist für Kinder faszinierend und von daher kann dieses Spiel jederzeit empfohlen werden für die (harmlose) Wasserschlacht zuhause, wenn’s draußen zu kalt oder – paradoxerweise – zu nass ist.

 

Eure Meinung:


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Fluß der Drachen

von Kosmos

Auszeichnungen Spiele: Nominierungsliste "Kinderspiel des Jahres" 2008

Autor Spiele: : Inka und Markus Brand

Spieldauer: ca. 30 Minuten in der leichteren Variante

Spielerzahl: 2 bis 4

ASIN: B0013ULI16

Alter:ab 6 Jahren

Erhältlich bei: Amazon

 

 

Spielinhalt:

 

  • Dreidimensionale Flusslandschaft aus Kunststoff
  • je fünf Drachen in vier verschiedenen Farben
  • Ein Schiff aus Schaumstoff mit Pappsegel
  • Schatzkiste mit 48 Kunststoff-Edelsteinen in vier verschiedenen Farben
  • 1 Landschaftswürfel aus Holz
  • 27 Höhlenkarten
  • 1 Schiffskarte
  • 8 Strohhalme
  • 4 Drachenkarten
  • Spielregeln

 

 


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zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:36 | Users Online
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