Hanna und die frechen Weihnachtsengel von Sandra Grimm

Rezension von Björn Backes

 

Inhalt:

Im weihnachtlichen treiben entdeckt die kleine Hanna plötzlich zwei ungewöhnliche Schneeflocken auf der Fensterbank, die sich bei genauerer Betrachtung als Weihnachtsengel vorstellen. Flip und Flop, so ihr Name, sind von Petrus aus dem Himmel verbannt worden, weil sie dort nichts als Unsinn im Kopf hatten. Nun sollen sie sich auf der Erde bewähren und vorm fest der Liebe besonderen Einsatz zeigen. Doch ihr Engagement erweist sich schon bald als echte Nervenprobe für die junge Hanne. Was die beiden Engel anpacken, geht mächtig in die Hose. Und als das Weihnachtsfest ins Chaos zu stürzen droht, ist selbst das sonst so kluge Mädchen ratlos…

 

 

Rezension:

Eine Weihnachtsgeschichte im Sommer? Nun, was die Veröffentlichungspolitik im hause Ravensburger betrifft, kann man diesbezüglich gerne mal schmunzeln, da sich die weihnachtliche Stimmung – Tradition sei Dank – bis dato noch in Grenzen hält und der Termin eines Buches wie „Hanna und die frechen Weihnachtsengel“ daher auch ein wenig deplatziert wirkt. Andererseits bekommen potenzielle Interessenten hier schon mal einen guten Vorgeschmack auf einen der Titel, den man seinen Kleinsten möglicherweise ans Herz legen könnte – oder in diesem Fall wirklich sollte.

 

Die Geschichte, die hier von Sandra Grimm erzählt und von Susanne Szesny illustriert wird, ist nämlich witzig, außergewöhnlich und herzlich zugleich und bringt zu guter Letzt eben doch den Geist der Weihnacht in den Mittelpunkt, wenn auch auf etwas eigenwillige Art und Weise. So setzt Grimm vor allem auf den Humor der Leser und bringt das junge Publikum mit zahlreichen irrwitzigen Wendungen zum Lachen. Hinzu kommt, dass Flip und Flop zwei richtig nette gestalten sind, an deren Tollpatschigkeit man sich nur schwer satt sehen kann. Dennoch folgt zum rechten Zeitpunkt wieder der Schwenk Richtung festliche Herzlichkeit, der dann auch die nötige Stimmung auslöst, die zu besagtem Anlass ins haus fallen sollte. Und auch wenn man den beiden verbannten, frechen Engeln gerne noch weiter bei ihren Streichen zugeschaut hätte, so gibt es dann auch einen sehr versöhnlichen Abschluss für die Geschichte und ihre stillen Helden, der jedoch insgeheim auch den Wunsch nach einem Wiedersehen mit Hanna, Flip und Flop verlangt – und das will ja schon einiges bedeuten!

 

 

Fazit:

Auch wenn eine Weihnachtsgeschichte im Sommer nicht ganz zeitgemäß scheint, so macht „Hanna und die frechen Weihnachtsengel“ zu diesem Zeitpunkt bereits Lust auf die Festtage im Dezember. Die Geschichte ist witzig, sympathisch und sogar richtig spannend. Und dazu auch echt eine Erzählung, die zum Schmunzeln anregt. Wer zur Vorweihnachtszeit ein Buch für das ganz junge Publikum sucht, ist mit diesem illustrierten Werk wirklich richtig gut bedient.

 

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zuletzt aktualisiert: 25.01.2015 23:01 | Users Online
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