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Redhand: Die Waffe der Götter von Kurt Busiek

Reihe: Redhand Bd. 2

Rezension von Björn Backes

 

Inhalt:

In Silacaea wird Redhand Opfer einer intriganten Diebesbande, die während ihres Misserfolgs plötzlich den Unbekannten ins Visier der Beraubten nehmen und ihn somit zum Handeln zwingen. Nach dem blutigen Kampf flieht Redhand aber dennoch mit den beiden Ganoven, Mara und der Magier Ishmin. Seine taten bleiben nicht unbemerkt, so dass der schurkische Radric ihm das Angebot unterbreitet, als Gegenleistung für einen Einbruch in den Tempel des Makatha Ruhm und Reichtum über ihm auszuschütten. Redhand lehnt dankend ab, erkennt aber auch die Gefahr, die von der Waffe ausgeht, die in diesem Tempel aufbewahrt wird. Ishmin hingegen kann der Versuchung nicht widerstehen und dringt in das Gebäude der zornigen Gottheit ein. Der preis für seinen Leichtmut ist groß – und bietet Redhand einmal mehr Anlass, sich an einem der hinterlistigen Rädelsführer der fremden Welt, in der er gelandet ist, zu rächen…

 

Rezension:

Nach dem blutigen Einstieg seines neuen Comic-Helden hat Kurt Busiek den Grad der Brutalität im zweiten „Redhand“-Kapitel deutlich heruntergefahren. Die neue Geschichte lebt zwar weiterhin zu einem großen Teil von ihrer Actionlastigkeit und so mancher harten Szene, jedoch legt der Autor in Kooperation mit seinem illustrierenden Sidekick Mario Alberti dieses Mal nicht mehr so großen Wert auf eventuell anstößige Effekte und den puren Blutrausch.

Allerdings nimmt die neue Episode auch nicht direkt den erforderlichen Schwung auf, den man am Vorgängerband „Der Preis des Vergessens“ noch zu schätzen gelernt hatte. Die Backgroundstory bleibt lange zeit unschlüssig, und das Szenario selber wird erstaunlich behäbig aufgebaut, trotz der rasanten Szenenwechsel auf den ersten Seiten.

Gleich mehrere Plot-Episoden werden dabei angerissen, wobei es einerseits um das merkwürdige Verhältnis zwischen Mara und Redhand geht, andererseits aber auch um den obskuren Auftrag, den Redhand konsequent verweigert, wissend, welche Gefahr der Einbruch in den Tempel für sein Umfeld, wenn auch nicht für ihn haben könnte. Erst als sich die Fronten zwischen Radric und dem Titelhelden im Schlussdrittel verhärten, kommt die Handlung so richtig in die Gänge – leider jedoch zu spät, um vollends überzeugen zu können.

 

Dem entgegen ist die zeichnerische Seite des Comics einmal mehr astrein. Alberti beweist wie auch schon im Debüt ein sehr gutes Gespür für Stimmungen und eine damit verbundene, dezente Farbgebung. Dennoch nimmt er sich die Freiheiten heraus, seine Bilder mit vielen Details zu spicken, denen es manchmal sogar gelingt, den Fokus von der eigentlichen Story zu lenken. Wobei: Hier muss man sich natürlich gut überlegen, ob das nun für die Qualität der Illustrationen oder doch gegen die relativ uninspirierte Fortsetzung des Dreiteilers spricht!

 

Immerhin, den größten Kritikpunkt des Serienstarts, nämlich die überzogene Härte in Story und Zeichnungen, hat man dieses Mal ganz gut in den Griff bekommen, ohne dabei an grundsätzlicher Ruppigkeit eingebüßt zu haben. Allerdings scheint sich diese Reduzierung auch auf den Ideenreichtum der Erzählung übertragen zu haben, die in diesem Fall kaum Highlights zu verzeichnen hat. Und damit haben Busiek und Alberti wohl ein Tauschgeschäft betrieben, das nicht ganz so günstig ausgefallen ist…

 

 

Fazit:

Mit dem zweiten Band erhält die „Redhand“-Trilogie einen kleinen Dämpfer. Der Inhalt tendiert trotz einiger guter Szenen Richtung Durchschnitt und fängt sich erst auf den Schlussseiten wieder. Trotz löbliche Einbußen beim Body Count ist „Die Waffe der Götter“ die schwächere der bislang veröffentlichten beiden Episoden!

 

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Redhand: Die Waffe der Götter

Reihe: Redhand, Bd. 2

Autor: Kurt Busiek

Zeichner: Mario Alberti

Gebundene Ausgabe: 47 Seiten

Verlag: Cross Cult; Auflage: 1 (Oktober 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3936480656

ISBN-13: 978-3936480658

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 14.11.2008, zuletzt aktualisiert: 07.04.2019 17:49