Ira De Profundis

Autor: Lord Vulthar

 

Es begab sich am Abend des dreizehnten Tages des khostisch-hrulothischen Krieges, dass der Erzmagier Illwiß-Lumbato von Khost den verhängnisvollen Fehler beging, eine bis dato nie gewagte Beschwörung vorzunehmen.

Seine Zunge wand sich wie eine Jadeviper, um nicht die in einer längst vergessenen, unheiligen Sprache verfasste Formel artikulieren zu müssen.

Hätten nicht zahllose hrulothische Lanzenspitzen drunten in der Ebene im blau-orangenen Mondlicht verderbnisverheißend geglommen...

Wären die Burgmauern nicht unter den Einschlägen weißglühender Geschosse erbebt...

...niemals hätte Illwiß-Lumbato jene Silben über seine blutenden Lippen gepreßt.

Hätte sein Lord, Kilan-Khost, vor genau vierzehn Tagen beim Fest der Drei Rassen seine Sinne nicht im phosphorgrünen Tsanibh-Likör ertränkt und in zügelloser Rage den Hohen Jetab von Hrulotho, Carsst-Nigam, mehrmals geohrfeigt und ihn einen sechsbeinigen Bastard genannt, wäre nicht der Schatten des Unheils über Khost gefallen.

Bereits am nächsten Morgen hatten die beleidigten Insektoiden die Kriegserklärung überreicht.

Hätte Lord Kilan-Khost nicht in einer erbärmlichen Mischung aus Angst und Wut solange im Zeremoniensaal von Burg Lumbatogradh herumgeschrien und ihm am Ende gar mit Vierteilung gedroht, wäre der Zauberer niemals in seine Bibliothek gehetzt, um gerade jenes pech- und teerverkrustete Buch heraufzuschleppen, das noch nie benutzt worden war, seit

Flethlah-Lumbato der Dunkle es vor fast siebentausend Jahren nahe eines heißen Schlammgeysirs entdeckt hatte.

Doch die Todesangst ist ein ebenso machtvoller wie spaltzüngiger Ratgeber und so lockte sie, hämisch kichernd, auch den mächtigen Erzmagier ins Verderben.

 

***

 

Die Sonne ging strahlend und zinnoberrot über der weiten Ebene unter Burg Lumbatogradh auf.

Fluchend trieb Lord Kilan-Khost seine Reiterei nach vorne, mitten hinein in die unüberschaubaren Heerscharen der hrulothischen Sechsbeiner. Seine schimmernde Klinge fand den fahlblauen, kahlen Schädel des ersten Angreifers und fraß sich tief hinein in die weiche Haut des Wesens, dessen Augen brachen.

Der Lord entsandte dem so widerlich menschenähnlichen Antlitz im Schlamm unter ihm einen gehässigen Fluch. Die Schlacht stand nicht zum Besten und des Erzmagiers Beschwörung war ihre einzige Hoffnung.

Kilan-Khost gab seinem Streitroß die Sporen, um den nächsten Gegner anzugehen.

Dieser war auf der Hut und wollte mit der Lanzenspitze nach dem Pferd stechen - da fuhr ihm ein Armbrustbolzen von Fürst Thloguh ins Auge. Lord Kilan-Khost wandte sich zu dem treuen Gefolgsmann um, um ihm zu danken.

Die Worte kamen jedoch nie über seine Lippen, denn im nächsten Moment durchlief ein unbeschreiblich lautes Donnern die Ebene - als ob die größte Kriegstrommel aller Zeitalter geschlagen worden wäre.

Das wüste Gemetzel hielt einen Atemzug lang inne, als sich Menschen und Insektoiden verwirrt anstarrten. Fast achtzigtausend Kämpfer schienen wie eingefroren - eine kurze, wertvolle Zeitspanne ließ der Tod seine bluttriefende Sense ruhen.

Und gerade, als sich alle dessen bewußt wurden und bereits wieder die eine oder andere Waffe geschwungen wurde, erklang das Geräusch zum zweiten Mal - noch lauter, noch grauenerregender als zuvor.

Der nasse Boden begann zu vibrieren, als ob man ihn erhitzte. Lord Khilan-Khost fluchte erneut und hob sein Visier, um besser sehen zu können. Die Fürsten Thloguh und Kemzamk ritten an seine Seite, ungehindert von den Hrulothies.

"Mylord, was ...?", hub Kemzamk an zu fragen, als der unheimliche Laut zum dritten Male erklang und Burg Lumbatogradhs massive Onyxmauern zersprangen, als bestünden sie aus dünnem, zerbrechlichem Glas. Einem riesigen, steinernen Feuerwerke gleich stiegen die Trümmer in den Himmel und abertausende Augen folgten ihrem Flug.

Die meisten standen noch starrend da, als die Hure Schwerkraft die Oberhand über die dahintrudelnden Steinblöcke gewann und sie unbarmherzig zurückriss in ihre ewigwährende Umklammerung.

Lord Kilan-Khost erschauerte unter dem aus unzähligen Kehlen ausgestoßenen Schrei, als der tödliche Regen alles zermalmend und zerfetzend in die engstehenden Massen lebender Wesen einschlug.

Auf einen Schlag wurden fast sechzigtausend Leben ausgelöscht.

 

***

 

Der Hohe Jetab Carsst-Nigam schrie triumphierend auf, als Burg Lumbatogradh, der Ahnsitz des verhaßten khostischen Magierclans, explodierte: "General Nrisst! Ohne ihren Zauberer sind die widerlichen Zweibeiner nur noch die Hälfte wert. Heute abend noch werdet ihr mir Kilan-Khosts Kopf auf einem Chitintablett servieren!"

General Nrisst starrte auf die unheilvollen Kometen, die bald auf seine Leute herniederkommen würden. Zum Weglaufen blieb keine Zeit.

 

***

 

"Diese Narren! Sieh doch, wie sie sich gegenseitig die Schädel einschlagen.", murmelte

Quel-iah von den Kyylb angewidert. Ihre transparenten Rückenflügel vibrierten und verrieten ihre Nervosität.

"Hätte Kilan-Khost unsere Ehrwürdige Alcla-Kyylb dermaßen beleidigt, flögen wir nun da draußen und zielten mit unseren Schleudern auf die Köpfe der Zweibeinigen - du bist eine Närrin, wenn du etwas anderes annimmst, kleine Quel-iah.", rügte sie Wual-leh sanft. Ihre Smaragdaugen glommen gutmütig.

Als die Burg in die Luft flog, kauerten sich die beiden Kyylb erschrocken aneinander auf der hohen Felsnadel, die ihnen als Aussichtspunkt diente.

 

***

 

Lord Kilan-Khost ließ den kümmerlichen Rest seiner Kavallerie am Rande der Ebene zurück und galoppierte mit den überlebenden Fürsten hinauf zu der Stelle, wo sich noch vor kurzer Zeit Burg Lumbatogradh erhoben hatte. Sie erschauerten bis ins Mark, als sie in die riesige schwarze Wunde starrten, welche der Erdoberfläche geschlagen worden war - ein fast zweihundert Meter im Durchmesser betragender Krater hatte sich aufgetan - und dieser Krater hatte keinen Grund...

Fürst Thloguhs Haar wurde in Sekundenschnelle schlohweiß, als er als erster den Kopf über den immer noch dampfenden Rand streckte und in die unermeßliche Tiefe starrte.

Hätte in diesem Augenblick nicht die Erde erneut zu zittern begonnen, wäre Thloguh einen Kopf kürzer gemacht worden.

So aber sprengte Khost's Adel voller Panik weg von der unheimlichen Öffnung.

Etwas kam...

Das, was Thloguh auf sich hatte zurasen sehen im grünlichen Dämmerlicht des Schachts, schoß über den Rand hinaus und kroch mit widerlicher Eile hinab in die Ebene - ein gigantischer, blaßroter Wurm, der die Herzen der Überlebenden zerspringen ließ mit seinem schrillen Heulen. Hrulothies und Menschen wurden zermalmt unter seinem zuckenden, gnadenlosen Dahingleiten, ihre Waffen drangen nutzlos in seine schwammige Gallerthaut.

Das Wesen war bestimmt vierhundert Meter lang und fünfzig Meter hoch, schätzte Kemzamk, wie betäubt. Und es dezimierte die Lebewesen dort unten mit einer Lust, die einem die Seele schwärzte.

Fürst Thloguh zitterte nur noch und starrte... und starb.

 

***

 

Es geschah am folgenden Abend, dass sich unverabredet drei Gestalten am Rand der bodenlosen Grube begegneten.

"Wer da?", dröhnte Fürst Kemzamk gebieterisch.

"Zursst von Hrulotho, Menschlein!", zischte es höhnisch zurück.

"Quel-iah von den Kyylb, Rüstungsträger.", flüsterte die schwebende Gestalt zu seiner Rechten. "Und wer bist du?"

"Fürst Kemzamk von Khost!", entgegnete der Adelige und wunderte sich, wie hohl sein Titel angesichts der lauernden schwarzen Öffnung klang.

"Also habt auch ihr Zweibeiner das Wegrennen vor dem roten Kriecher satt?", mutmaßte Zursst.

"So ist es, Hrulothie - mein Auftrag ist's, den Schlund zu erkunden und den wahren Gegner zu finden, während Khost in seinen Mauern bleibt."

"Das ähnelt Carsst-Nigams Plan!", beschied Zursst knapp.

"Und ich fliege für Kyylb..."

"Wohlan denn - zu dritt mag der Abstieg in die Hölle wenigstens etwas angenehmer werden.", brummte Kemzamk.

"Dein Seil wird niemals reichen, Menschlein.", kicherte Zursst und begann, fliegengleich die senkrecht abfallenden Wände hinunterzukrabbeln.

Kemzamk verfluchte ihn, prüfte nochmals die Knoten des Seils und brachte sich dann über die gähnende Tiefe.

Quel-iah flatterte, allen Mut zusammennehmend, in das gigantische Loch hinein.

 

***

 

Der Abgrund glomm im pestartigen Grün fluoreszierender Moose.

Zursst blickte über seine gepanzerte Schulter nach oben. Der Mensch war weit zurückgefallen. Sein hilfloses Gezappel am Seil war mitleidserregend.

Die Kyylb glitt anmutig auf ihn zu. "Bleiben wir nicht besser näher zusammen?"

"Nein, Flügelwesen! Ich diene alleine Hrulothos Wohl und die Erkundung muß so schnell..."

"Schnell? - Sechsbeiner, deine Arroganz zeugt von übergroßer Dummheit!", zischte die Kyylb erbost und stürzte sich blitzartig in die Tiefe.

Wütend über die bittere Lektion krabbelte Zursst weiter, so rasch er nur konnte.

 

***

 

Stunden über Stunden waren vergangen.

Kemzamk bestand nur noch aus Schmerz und das Seil war fast zuende. Bald mußte er ausprobieren, ob es sich wirklich aufgrund von Klerxa-Lumbato's Zauberformel oben entknoten und hier in den Fels bohren würde - Illwiß' Nachfolger war erst vierzehn und wenig vertrauenserweckend.

Der Hrulothie kroch etwa hundert Meter unter ihm - deutlich langsamer als noch vor Stunden. Die Kyylb war nicht mehr zu sehen...

Zursst pausierte und Kemzamk schloß zu ihm auf.

"Was nun, Schnurmännchen? Dein Seil geht zur Neige."

"Höhne nur, Fliegenbein, und erlebe die Wunder von Khost's Magie."

"Mir reicht es noch von gestern. Das...", knurrte der Hrulothie, um dann innezuhalten. Der Odem kommender Gefahr stieg in seine Tracheen. Er starrte angespannt in die Tiefe.

Kemzamk wollte gerade eine Beleidigung ausstoßen, als er unten eine Bewegung wahrnahm. Kam die hübsche Kyylb zurück?

Wenn ja, dann war sie nicht allein...

Quel-iah flog, so schnell sie nur konnte, auf die trügerische Sicherheit ihrer beiden Begleiter zu. Sie ignorierte das Gleiten der lederartigen Schwingen und den stinkenden Atem auf ihrem nackten Rücken, so gut es ging.

"Geflügelte Dämonen aus der Hölle!", rief Zursst und löste den ersten der vierzig Wurfspeere aus seiner Gürtelhalterung. Kemzamk arretierte das Seil in der Abstiegsöse und zog umständlich sein Schwert.

Er konnte die Furcht kaum unterdrücken angesichts der fledermaushaften Wesen, die hinter Quel-iah herrasten und mit geiferbedeckten Fängen nach ihrem schlanken Körper schnappten.

Er konnte die Bewunderung nicht verhindern, die er für das überlegte Dahingleiten der Kyylb empfand.

Zursst's Speer bohrte sich in die Stirn des ersten Nachtmahrgeschöpfes und sandte es trudelnd nach unten. Quel-iah lachte deswegen grimmig auf, als sie schon von einem zweiten Angreifer in die Seite gerammt wurde. Wie ein Schmetterling im Sturm taumelte sie auf die Felswand zu und konnte ihr nur haarscharf ausweichen - Zursst's Wurfspeer fand derweil ein zweites Opfer.

Noch zwei der unheimlichen Wesen waren übrig und die ließen nun größere Vorsicht walten. Wütend bellend zogen sie ihre verwirrenden Kreise und belauerten die so unerwartet wehrhafte Beute.

Kemzamk fühlte unverdienten Stolz, als Quel-iah sich mit letzter Kraft an ihn klammerte wie ein schutzsuchendes Kind. Wie leicht ihr nackter Körper doch war...

"Dank für mein Leben, Zursst von Hrulotho! Und dir, Kemzamk, bin ich dankbar für deinen starken Arm, der mir Erholung bietet. Nicht eine Minute länger hätte ich mehr fliegen können."

Fürst Kemzamk fühlte Scham über seine Nutzlosigkeit in diesem Kampf und eine prickelnde Freude über ihr Lob.

Zursst schleuderte zwei weitere Speere, doch die Wesen blieben außer Reichweite. Ihre ekelhaften Laute spotteten seiner.

"Bastarde!", zischte er gerade, als sich das hohe Gebelle der Dämonen in ein schrilles, ohrenbetäubendes Geschrei wandelte und ihre Rubinaugen sich verdüsterten. So schnell ihre Schwingen sie trugen, stiegen sie nach oben.

Kemzamk wollte Erleichterung empfinden, doch es gelang ihm nicht.

Etwas stimmte nicht...

Er wußte es, noch bevor die Felswände des Abgrunds zu beben begannen.

"Dort unten... kommt der Tod.", knurrte Zursst und starrte in das giftgrüne Verderben, das auf sie zuraste in alles zermalmender Wut.

Er war schneller heran, als sie denken konnten, der titanische, schimmelfarbene Wurm, der jeden Zentimeter Fels erzittern ließ in seinem gedankenlosen Dahindonnern und das Licht der Pflanzen erlöschen ließ unter seinem zerquetschenden, stinkenden Leib. Gegen ihn war das rote Biest auf der Oberfläche ein Winzling - sein pilzgrüner Leib erfüllte gut zwei Drittel des Schlundes.

Algenfarbiger Schleim traf die drei Helden, welche sich zitternd und jammernd an den kalten Stein drückten, und ätzte ihre Haut. Kemzamk drehte sich im letzten Moment so, dass er

Quel-iah mit seinem gepanzerten Rücken vor dem schrecklichen Ausfluß des Wurmes schützen konnte. Zursst lachte wild und erduldete den Schmerz voller Grimm, wie es Hrulotho-Sitte ist.

Es war ein Wunder, dass sie nicht unter den Zuckungen des irrsinnigen Molochs zermahlen wurden. Das Wesen glitt über sie hinweg in seinem blindwütigen Vorwärtsdrang, um der Welt dort oben unsägliches Leid zu bringen.

Als Kemzamk den Kopf drehte und in eines der unzähligen Augen des Wurms starrte, lähmte ihn das Glitzern bösartigster Intelligenz.

Er konnte sich nicht mehr rühren bis zu dem Moment, als eine Bewegung des Wesens spielerisch das Seil durchtrennte und ihn der Sog des Abgrunds nach unten riß.

Erschrocken blitzten Quel-iahs Augen, als sie begriff.

Zorn und Angst schwangen in Zursst's Schrei, als er auf dem durch den Schleim des Wurms glitschig besudelten Fels keinen Halt mehr fand und in die unmeßbare Tiefe stürzte.

Quel-iah's Wimmern zerriß Kemzamk's Herz - denn sie konnte nicht mehr fliegen mit ihren verklebten Schwingen.

Und so waren sie verdammt, zu fallen bis in alle Ewigkeit...

 

***

 

Stunden alles betäubenden Stürzens.

Stunden des Wartens auf den zerschmetternden Aufschlag.

Stunden wie in einem Traum.

Und dann - eine Änderung im Klang des Fallwindes.

Ein plötzlicher, mächtiger Sog - zur Seite hin.

Licht.

Wirbelndes Dahinstürzen.

Sich vielfach überschlagend, glitten die drei Schicksalsgenossen in eine gigantische Öffnung, die an der Wand des Abgrunds gähnte.

Von Panik geschüttelt, wurden sie von den wilden Luftströmungen in eine krankhaft gelbe See geschleudert, deren träge Wellen sich an einem öligen Strand totliefen.

Kemzamk stellte verwundert fest, dass er noch lebte.

Quel-iah lag wie tot in seinen Arm.

Zursst ergriff die beiden anderen und zog sie zum Strand hin.

Zum Strand, wo eine geschundene Gestalt sich an einem Onyxkreuz in wurmartigen Fesseln wand und stöhnte.

"Illwiß-Lumbato - ihr lebt?"

Wahnsinn überzog das Antlitz des Gefesselten und er lachte gackernd. "LEBEN? Wenn man es so nennen will, Fürst eines bald vergessenen Khost."

"Was hast du nur falsch gemacht, Zaubermännchen?", schrie Zursst, aber es klang wie ein erbärmliches Winseln.

"Sieh an!", keuchte der weißhaarige Zauberer. "Hrulotho, Khost und Kyylb vereint, nur um gemeinsam unterzugehen."

"Hrulothos Bau wird ewig bestehen, Narr!"

Illwiß-Lumbato kicherte. "Hätte ich erfolgreich die Steinbestien von Yortheg-Hayi beschworen, dann wäre dein Bau jetzt Asche. Aber bald wird dort oben alles Asche sein, denn Geschöpfe jenseits aller Vorstellungskraft, die DREI WÜRMER CH'ROGAH, haben Yortheg-Hayi vor zweitausend Jahren erobert und alle Steinbestien ausgelöscht. Und ich habe sie unabsichtlich erweckt und auf unsere Welt losgelassen..."

"Aber - es muß doch einen Ausweg geben, Illwiß-Lumbato."

Kemzamk verstummte, als die Fluten hinter ihnen - ganz langsam - etwas Gewaltiges gebaren, dessen bloßer Anblick jeglichen Gedanken an Widerstand, jede Hoffnung auf Flucht, zu einem flüchtigen Nichts verdampfte...

 

 

***

 

Die Quel-iah ist von der Niederschrift des Scheiterns ihrer erbärmlichen Expedition ermüdet. Großmütig gestatte ich ihr, mit den Eintragungen in die Eroberungschronik von CH'ROGAH vorerst aufzuhören.

Ihre Topazaugen glimmen matt und krank.

Ich bin nicht verwundert darüber, denn es schadet ihrem Zwitterkörper, sich mit dem Kemzamk zu paaren - aber sie empfinden das eigenartige Gefühl 'Trost', wenn sie ihre schwächlichen Körper aneinanderreiben.

Der Zursst sitzt nur da und starrt ins Leere - in seiner Seele scheint etwas zerbrochen zu sein.

Der Energiekundige, der uns den Weg in die neue Welt geöffnet hat, hängt seit einigen Stunden still - er ist wohl verendet.

Doch genug von meinen neuen Schoßtierchen.

Bilder von oben erreichen mich...

ROTER BRUDER WOHREZONLTH zertrümmert gerade die Wehr von Schloß Kosthogradh.

GRÜNER BRUDER YHRUGLANLTH tanzt anmutig auf den brennenden Resten von Hrulotho's Bau.

Nur Kyylbs Wolkennest ist außerhalb ihrer Reichweite - und deshalb ist es an der Zeit, dass ich, DER SCHWARZE KYNCHIRUNLTH, Größter der DREI WÜRMER, durch den bodenlosen Schlund nach oben zu ihrer Unterstützung eile.

Die Erregung des bevorstehenden Kampfes brodelt in meinen Neuronen - die lange Zeit quälender Stasis ist beendet.

Und später - nachdem ich die Welt dort oben in Schutt und Asche gelegt haben werde - werde ich hierher zurückkehren und mich an Quel-iah's Tränen laben - ich, der majestätische, unsägliche EROBERER WURM!

 

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zuletzt aktualisiert: 27.09.2016 09:58 | Users Online
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