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Dämonika - Braut des Bösen

Rezension von Björn Backes

 

Inhalt:

Dämonika ist die einzig überlebende Elfdämonin von Saddam und seit jeher auf der Suche nach ihrem Ursprung und neuem Menschenblut. Im Heimland irrt sie mit ihrem Gefährten, dem Ork Mork umher und trifft dabei eher zufällig auf den heldenhaften Menschenjüngling Oblang, in den sich die Dämonin sofort verguckt. Doch der vermeintliche Held bringt dem ungleichen Gespann schon bald eine Menge Ärger ein: Ratten und Wölfe lauern dem neu verbündeten Trio auf – und da Oblang zudem überhaupt nicht von Dämonikas Präsenz angetan ist, muss sich die finstere Elfin von ihrer gemeinsten Seite zeigen…

 

 

Rezension:

Die 14. Ausgabe von „Weissblechs Weltbeste Comics“ im Jahre 2004 war für den Kleinverlag eine bedeutsame Premiere: Zum ersten Mal trat die Elfdämonin Dämonika ins Rampenlicht und sorgte mit einem skurrilen Mix aus horrender Erotik, außergewöhnlicher Ironie und einer satten Prise planmäßig überzogener Action für Aufsehen im Comic-Underground. Seither folgten zwei weitere, ebenfalls ganz anständige Episoden, die leider nur im Zweijahrestakt verteilt wurden, rein inhaltlich aber sicherlich nach mehr verlangten.

Wie auch immer: Mit jenem Debüt wagte sich Erfinder Peter Schaaff relativ weit hervor, denn die ungewöhnliche Mixtur, die sämtliche Fantasy-Nerds beträchtlich auf die Schippe nimmt, zielt auf ein relativ eigenwilliges Publikum, welches einerseits mit der Materie vertraut ist und sie auch liebt, andererseits aber auch bereit ist, sich aus den phantastischen Welten zu entfernen und die eigene Passion auch von einer bizarren Seite zu betrachten. Dies ist allerdings auch zwingend notwendig, denn vom Sinngehalt her betrachtet ist die kurze Story, die in jener #14 untergebracht ist, keinesfalls tiefgehend oder gar wirklich geistreich, sondern einfach nur auf etwas andere Art witzig und humorvoll. Wenn man so möchte, kann man es auch gewöhnungsbedürftig nennen…

Andererseits ist die erste Episode um „Dämonika“ definitiv unterhaltsam und vor allem zeichnerisch richtig gut gelungen bzw. dank des Verzichts auf Hochglanzformat Konkurrenztiteln wie „Tarot“ ein ganzes Stück voraus. Gerade für einen Titel aus dem Underground-Dschungel ist dies schon beachtlich – und dementsprechend unterstützenswert!

 

 

Fazit:

Nachdem die dritte Episode (Baujahr 2008) der „Dämonika“-Reihe wirklich gefallen konnte, hat sich auch der Rückblick in die Premiere gelohnt. Nerds und ironische Fantasy-Liebhaber werden sicherlich ihre Freude haben, sofern sie imstande sind, sich selber auf die Schippe zu nehmen!

 

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Dämonika - Braut des Bösen

Autor u. Zeichner: Peter Schaaff

28 Seiten in schwarzweiss mit Farbcover, Heftformat

Erhältlich bei: Weissblech Comics


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Erstellt: 15.01.2009, zuletzt aktualisiert: 07.04.2019 17:49