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Sternenwächter von Daniela Knor

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Nachtreiter“ präsentierte Daniela Knor erstmals ein eigenständiges Werk, das nicht auf der bereits seit vielen Jahren etablierten Rollenspielwelt Aventurien, Heimat von „Das Schwarze Auge“ angesiedelt war. Der in sich geschlossene Roman ist allerdings nur der Auftakt eines weit größeren, wenn auch noch unbenannten Zyklus. In diesem Roman bekam es das Steppenvolk der Phykadonier mit den dunklen Mächten zu tun, weil sich ihr Anführer Ertann mit diesen verbündet hatte, um mehr Macht zu erlangen. Nur die Steppenreiter Braninn und Grachan fanden den Mut, sich gegen ihren Heerführer zu stellen und nach einer Möglichkeit zu suchen, das Böse zu vernichten. Im Reich Samyn fanden sie in den Rittern Arion und Regin und der Priesterin Sava wichtige Verbündete, mit denen es ihnen schließlich gelang, Ertann zu töten und damit das Unheil aufzuhalten.

 

In „Sternenwächter“ wird deutlich, dass einer der Gefährten einen hohen Preis für den Sieg gezahlt hat. Mit seinem entscheidenden Schlag hat der junge Ritter Regin dem Bösen Tür und Tor geöffnet. Ein Dämon ist in seinen Körper gefahren. Während er in Samyn als Held gefeiert wird und durch die Heirat mit der Prinzessin Bevere zu einem Prinzen wird, spürt er, dass er immer mehr die Kontrolle über seinen Körper verliert.

Deshalb bittet er den einzigen Menschen, dem er vertraut, nach Hilfe zu suchen, um das dunkle Wesen in seinem Inneren los zu werden. Vielleicht wissen die letzen Elben, die jenseits des Gebirges leben eine Möglichkeit, den Dämonen zu besiegen. So macht sich sein Freund ohne Zögern auf die lange und gefahrvolle Reise macht, auf der er viele kleine Abenteuer erlebt, Riesen und anderen magischen Wesen begegnet und dabei so manchem Geheimnis auf die Spur kommt. Derweil erkennt auch Sava, dass das Böse noch lange nicht besiegt ist und sucht auf ihre eigene Weise nach einer Lösung.

Für Regin spitzt sich indessen die Lage immer mehr zu, denn der Dämon in ihm und die jüngere Schwester seiner Frau sorgen dafür, dass der Zwiespalt in ihm noch größer wird, denn sie machen keinen Hehl daraus, an die Macht kommen zu wollen, und er kann sich nicht einmal sicher sein, ob sie nicht sogar beim Tod des Kronprinzen ihre Finger mit ihm Spiel haben, der ihn in eine Rolle hebt, die er niemals in seinem Leben einnehmen wollte – die des Thronerben. Doch was kann er jetzt noch tun, da seine Kraft immer mehr schwindet und das Dunkel in seinem Inneren zu triumphieren beginnt.

 

„Sternenwächter“ fängt da an wo „Nachtreiter“ aufhört und nimmt die Fäden auf, die die Autorin am Ende des letzten Bandes offen gelassen hatte. Sie spinnt die Geschichte konsequent weiter und vermischt höfische Intrigen mit klassischem Fantasy-Abenteuer – sprich der Reise durch eine ebenso unbekannte und magische wie auch gefährliche Welt voller Geheimnisse, die immer wieder neue Facetten zeigt.

Dabei beweist Daniela Knor wieder einmal, wie leicht es ihr fällt, mit wenigen Worten und Beschreibungen Figuren und Völker zum Leben zu erwecken. Da sie erneut allein aus der Sicht der Personen erzählt, bekommt man etwas mehr von deren Innenleben – Gedanken und Gefühle mit und kann als Leser eine Bindung zu ihnen entwickeln.

Heraus kommt eine gut durchgemischte Geschichte, die einerseits den klassischen Handlungsmustern des Rollenspiels folgt und andererseits auch beginnt, ihre Welt zu entwickeln.

 

Fans farbenprächtiger und magischer Abenteuer kommen in „Sternenwächter“ ebenso wenig zu kurz wie die Liebhaber die höfischer Intrigenspiele. Alles bleibt dabei auf einem einfachen Level, so dass auch Jugendliche keine Probleme haben werden, der Handlung zu folgen und man den Roman sozusagen als „All-Age –Fantasy“ betrachten kann.

 

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Buch:

Sternenwächter

Autorin: Daniela Knor

Klappbroschur, 427 Seiten

Piper, März 2009

Titelbildgestaltung: Hildendesign

Karte: Rebecca Abe

 

ISBN-10: 3492701787

ISBN-13: 978-3492701785

 

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 02.04.2009, zuletzt aktualisiert: 18.01.2019 08:39