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Der Hobbit von J. R. R. Tolkien

Mit Illustrationen von Alan Lee | Neuausgabe, 40 Jahre Hobbit Presse

Rezension von Christian Endres

 

In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.

 

So beginnt J. R. R. Tolkiens Der Hobbit – der schönste und zeitloseste Klassiker, den das Fantasy-Genre bis heute zu bieten hat; ein Buch, das auch nach über 70 Jahren noch eine ganz eigene Magie besitzt, niemals aus der Mode kommt und jede edle Neuauflage zweifelsohne verdient hat. So auch diese.

 

Als traditioneller Erzähler der angelsächsischen Literatur führt Oxford Professor und Genre-Allvater Tolkien seinen Leser seit 1937 durch die Abenteuer des Hobbits Bilbo Beutlin, der sein beschauliches Leben im Auenland nicht ganz freiwillig (und aufgrund tatkräftiger Unterstützung von Gandalf dem Zauberer) aufgibt, um sich als Meisterdieb, Fassreiter, Zwergenfreund und Drachenflüsterer einen Namen zu machen. Der gute Mr. Beutlin gewinnt Schwerter und Ringe und Feinde und Freunde, leidet, lacht, weint, kämpft, schmaust, fürchtet sich, beweist Mut – und kehrt am Ende nach Hause zurück und gewinnt ... nun, wer den Roman zum wievielten Male auch immer liest, wird am Ende ja sehen, ob Bilbo am Ende überhaupt etwas gewinnt.

 

In unzähligen Büchern in meinem Regal, da lebt die Legende eines fabelhaften Hobbits. Nicht in irgendwelchen zerfledderten, lieblos aufgemachten Heftchen, sondern in vielen wirklich sehr schön aufbereiteten Editionen, auf Englisch, auf Deutsch, ja sogar ein spanischer El Hobbit ist dabei. Ob gebunden oder nicht, ob Überformat oder Taschenbuch, ob alte (Scherf) oder neue (Krege) Übersetzung – für jeden ist etwas dabei. Und trotzdem ist es neu, dass eine deutsche Ausgabe des Hobbits in der Krege-Übertragung mit den grandiosen 26 Farbtafeln und 38 Bleistiftzeichnungen von Ausnahme-Künstler Alan Lee erscheint.

 

Wenn man bedenkt, dass die bisher einzige illustrierte deutsche Buchausgabe des Hobbits jene bei dtv gewesen ist, die von Klaus Ensikat (mit Gollum als Riesenfrosch und Smaug als Schmetterling ...) illustriert und warum auch immer mit einem Preis belohnt worden ist, dann war diese Neuausgabe mit Lees wunderbaren Illustrationen zu Tolkiens Mittelerde-Einstiegesdroge längst überfällig. Umso schöner, wenn sie zum Jubiläum der Hobbit Presse erscheint, die sich nicht nur mit Tolkiens Werken verdient gemacht hat.

 

Insbesondere auf dem englischsprachigen Markt gibt es sie schon lange, die von Alan Lee illustrierten Prachtwerke aus Mittelerde – einzeln, geboxt, ganz wie das Sammlerherz begehrt. Nachdem Klett-Cotta zuletzt den Kindern Húrins eine entsprechende Aufmachung im kompakten Hardcover und mit den Illustrationen hat zuteil werden lassen, folgt nun im Jubeljahr der Hobbit Presse neben der Neuauflage der Brautprinzessin und des letzten Einhorns die Neuauflage des Hobbits – im sehr schön aufgemachten und mit viel Gold-Optik veredelten Hardcover, mit Lesezeichen und natürlich mit den Illustrationen von Alan Lee. Das Überformat bleibt der Ausgabe für den englischen Markt vorbehalten – schön ist die deutsche Neuauflage trotzdem geworden, zumal man die Übersetzung von Wolfgang Krege noch einmal durchgesehen hat.

 

Bewährter Klassiker. Durchgesehene Übersetzung. Handliches Format. Hardcoververpackung mit schickem Design. Bebildert von Vorzeige-Mittelerde-Künstler Alan Lee. Aufwendig veredelt. Und dann auch noch ein Smaug-Lesezeichen – da funkeln nicht nur Vorder- und Rückseite des Umschlags wie ein Drachenschatz um die Wette, sondern auch die Augen eines jeden Hobbit-Fan.

 

 

 

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Der Hobbit

Autor: J. R. R. Tolkien

Illustr.: Alan Lee

Hardcover, 423 Seiten

Klett Cotta, März 2009

ISBN: 3608938001

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

Biographie, Bibliographie, Rezensionen und mehr zu J. R. R. Tolkien

 


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Erstellt: 09.04.2009, zuletzt aktualisiert: 14.07.2019 10:22