Ein Angehöriger einer hochrangigen Delegation des Imperiums ist spurlos verschwunden. In seinem Zimmer, das in einer höheren Etage liegt, sind morgens nur noch Blutreste zu finden. Das Fenster ist von innen verriegelt, vor der Tür standen ständig Wachen. Wie konnte ein Täter das Zimmer betreten und mit seinem Opfer wieder verlassen? Können die erfolgreiche, aber sehr eigene Ermittlerin Ana und ihr Assistent Dinios mit ihren magisch verbesserten mentalen Fähigkeiten diesen Fall aufklären?
Schon Band 1 (The Tainted Cup) aus Robert Jackson Bennetts Fantasy-Detektiv-Reihe Shadow of Leviathan konnte mich mit seiner sehr speziellen Handlungs-Welt und dem ebenfalls ziemlich speziellen Magie-System rundum überzeugen.
In diesem 2. Band führt es den Protagonisten Dinios Kol und seine eigenartige, in mancher Hinsicht schon leicht verrückte Chefin noch weiter an den Rand des Imperiums, dem sie dienen. Dass dieses, derzeit noch einem Königreich angehörige Gebiet laut einem uralten Vertrag demnächst an das Imperium übergehen soll, gibt der Angelegenheit um einen verschwundenen hohen Beamten politische Präsenz. Dass sich nahezu alles schließlich als in Wirklichkeit ganz anders als allgemein bekannt herausstellt und fast alle ihre eigenen Ziele verfolgen, liegt in der Natur derartiger Geschichten. Diese ganz eigenständige Mischung aus Detektiv-Roman und Fantasy, die vom Verlag als Biopunk-Krimi bezeichnet wird, kann auch im 2. Versuch rundum überzeugen – und lässt auf weitere Bände hoffen.
Der Autor lässt seinen Protagonisten mit dem magisch verbesserten Gedächtnis erneut als Ich-Erzähler agieren.