Seit Sintha vor 3 Jahren in Arezander die Liebe zu ihr gelöscht hat, ist sie auf der Flucht. Zwischen den Vakàr und den Menschen herrscht seitdem Krieg. Doch dann verlässt Sintha das Glück. Ihr bleibt keine Wahl, als sich Arezander und seinen Vakàr zu stellen. Damit gerät sie allerdings auch ins Herz des Krieges. Und plötzlich wird Sintha zur Schlüsselfigur für einen Frieden.
Nachdem Julia Dippel den 2. Band ihrer Fantasy-Trilogie handlungsmäßig nahezu unmittelbar an den 1. anschließen ließ, überrascht es, dass sie in der Handlung zwischen dem 2. und 3. Band 3 Jahre vergehen lässt. Was ebenfalls ins Auge fällt, ist, dass die Titel der Bände praktisch eine Einheit bilden. Auf A Song to Raise a Storm folgte A Storm to Kill a Kiss um jetzt mit A Kiss to End a Song abzuschließen. An eine vergleichbare Titelgebung kann ich mich bei keinem anderen von mir gelesenen Mehrteiler erinnern.
Bei Die Sonnenfeuer-Ballade kann man diesen abschließenden 3. Band auch eindeutig als den Höhepunkt der Trilogie bezeichnen. Dabei finde ich die im Klappentext in den Fokus gerückte Liebesgeschichte gar nicht als so zentral, wie dort der Anschein erweckt wird. Zumindest fand ich sie im Gegensatz zu anderen Büchern des Romantasy-Genres nie störend. Das Ende der Gesamt-Story wirkt rund, wobei auch keine offenen Handlungsstränge zurückbleiben.
Natürlich lässt die Autorin Sintha erneut als Ich-Erzählerin agieren. Auffallend ist, dass sie die in der Trilogie auftretenden Wesen im Nachwort als der slawischen Mythologie entstammend definiert. Das fand ich überraschend, denn derartige Wesen waren mir in dieser Hinsicht nicht bekannt.