Mit A Sky beyond The Storm findet die An Ember in the Ashes-Tetralogie endlich ihren Abschluss. Auch dieser Teil erschien vor einigen Jahren noch unter dem Reihentitel Elias und Laia bei One. Noch einmal sorgt Sabaa Tahir so für eine spannende Geschichte, die in der Erstauflage mit Farbschnitt erscheint.
Das Reich steht vor dem Untergang. Denn der Imperator ist ermordet worden und die ehemalige Kommandantin hat sich an seine Stelle gesetzt und regiert mit harter Hand und dunklen Mächten. Sie überzieht den Kontinent mit Krieg und ihr leisten nur noch wenige Widerstand.
Der aber scheint ungebrochen zu sein. Denn Helena, der Blutgreif tut alles, um ihre Schwester und deren Sohn zu beschützen, der immerhin der Erbe des Throns ist. Unterstützt wird die dabei von Laia und letztendlich auch Elias. Doch sind sie alle bereit, das ultimative Opfer zu bringen, um ihre Welt zu retten, nun da der Nachtbringer offen und todbringend hervor tritt?
Auch der vierte und letzte Teil der Tetralogie erzählt wieder ein dramatisches Abenteuer, in dem von den Helden alles verlangt wird und die familiären Bindungen eine wichtige Rolle spielen, weniger irgend eine Liebesbeziehung und romantische Verwicklungen. Auch intime Momente werden nicht sonderlich ausgeführt.
Die Autorin bleibt sich selbst treu und gibt den Figuren den Raum, den sie brauchen, um sich weiter zu entwickeln und wichtige Entscheidungen zu treffen. Sie haben auch weiterhin ihre Schwächen und Fehler, was sie ausgesprochen menschlich und glaubwürdig macht, nicht wie Abziehbilder wirken
Die Gegenspieler bekommen in eigenen Kapiteln ebenfalls eine Stimme, so dass sie Profil entwickeln können und nicht blass bleiben. So können die Lesenden einerseits das Verhalten besser verstehen, andererseits aber auch deren Taten um so mehr verurteilt.
Spannung, Action und Drama werden groß geschrieben und stehen im Mittelpunkt, allerdings bleibt das Geschehen auf einem jugendfreien Niveau. Obwohl Opfer zu beklagen sind wird die Gewalt nicht in Einzelheiten ausgeführt.
Die Autorin behält auch in diesem Band dabei die Fäden in der Hand und führt die einzelnen Handlungsstränge sauber zusammen, so dass das Ende mehr als rund ist und die Lesenden zufrieden zurück lässt. Selbst wenn einige Entwicklungen vorhersehbar sind, so bleibt die Geschichte dabei aber auch auf den letzten Seiten spannend.