Hafzah Faisal schreibt nicht nur, sie designt auch in ihrem Webshop Goodies für andere Autoren und Autorinnen. Zwei ihrer Dilogien sind in Deutschland erschienen, eine davon wird nun mit „A Steeping of Blood“, der direkten Fortsetzung von „A Tempest of Tea“ abgeschlossen.
Selten zuvor ist ein Heist mehr daneben gegangen als jetzt. Arthie hat die blutige Nacht im Gegensatz zu ein paar anderen überlebt, auch wenn sie einen hohen Preis dafür bezahlen musste. Aber das ist kein Grund aufzugeben, jetzt wo der „Widder“ die Oberhand hat und alle bedroht, Menschen wie Vampire.
Es geht nun darum, den Sturm aufzuhalten den der mysteriöse Herrscher der Stadt zu entfesseln droht. Und so sammelt sie wieder alle Freunde um sich herum und wagt sogar einen Schritt, den sie nie zuvor in Betracht gezogen hat – in ihrer Heimat Hilfe zu suchen.
Die Geschichte schießt gleich an den ersten Band an, deshalb ist es auch notwendig diesen zu kennen, da es weder eine Zusammenfassung der Ereignisse gibt noch eine Vorstellung der Personen. Die Handlung wird ohne Pause fortgeschrieben und stellt die Hauptfiguren natürlich erst einmal vor vollendete Tatsachen, denn nicht nur das Freunde und auch die Presse tot sind und mit Gewalt über die Stadt geherrscht wird, auch die Vampire sind in Gefahr.
Und so tun die Freunde nun alles, um den Widder aufzuhalten. Dafür teilen sie sich mehr oder weniger freiwillig auf, was zu interessanten Entwicklungen und Ebenen führt, die aber am Ende gelungen ineinander münden.
Vielleicht sind die meisten Handlungselemente nicht gerade neu und vieles bleibt überschaubar, dafür lebt die Geschichte aber durch die eigenwilligen Figuren und das besondere Ambiente, das stark an das viktorianische Zeitalter erinnert, aber auch ein paar eigene Ideen mit einbindet.
Die Autorin schafft es ihre Figuren facettenreich zu gestalten und auch die Vampire anders darzustellen als man es momentan kennt. Natürlich gibt es für Romantiker auch ein wenig Liebe, aber die steht weit hinter den anderen Entwicklungen zurück.
Alles in allem bietet der Roman eine solide Spannungskurve, ein angenehmes Ambiente und auch einen Abschluss, der keine Wünsche offen lässt.