Batman wurde gefangen! In der ebenso geheimen wie geheimnisvollen Einrichtung Ark M muss der Dark Knight heftige Experimente über sich ergehen lassen. Doch noch ist Bruce Wayne nicht gebrochen und kämpft für seine Freiheit. Allerdings hat er es mit einem gnadenlosen Gegenspieler zu tun: Bane. Der scheint zudem die entscheidende Schwachstelle beim Fledermausmann entdeckt zu haben.
In "Absolute Batman Bd. 4" zeigt Star-Autor Scott Snyder (BATMAN METAL) eindrucksvoll, wie eine düstere Version des Dunklen Ritters aussehen kann. Packend schildert er die Gefangenschaft des Mitternachtsdetektivs und dessen Fluchtstrategien. Hier sind Waynes bzw. Snyders Einfallsreichtum bewundernswert. Gleichzeitig stellt der Autor seiner Hauptfigur mit Bane nicht nur einen schillernden und skrupellosen Antagonisten gegenüber. Wir erfahren in diesem Band auch mehr über diesen und seine Vergangenheit. Dabei modifiziert Snyder die Origin von Bane geschickt und erweitert sie um einen weiteren bekannten Schurken aus dem Gotham-Universum. Fans dürfen sich auf zahlreiche mehr oder weniger versteckte Anspielungen freuen. Durch die Entwicklungen, die Batman-Kenner Snyder vorantreibt, verwandelt sich die Serie immer mehr in einen düsteren Spiegel des bekannten Gothams. Abschrecken könnte Teile des Lesepublikums lediglich das gesteigerte Ausmaß an Brutalität. Die ist allerdings nicht Selbstzweck, sondern eben Teil des dunkleren "Absolute"- Konzepts.
Für die Bebilderung sind Nick Dragotta (East of West) sowie Clay Mann (Batman/Catwoman) verantwortlich. Beide Künstler machen einen guten Job, wobei Dragottas Panels unter dem Strich etwas stimmungsvoller wirken. Fans opulenter Zeichnungen kommen zwar nicht ganz auf ihre Kosten. Der teilweise eher rohe Stil passt dafür zum Sujet und es gibt immerhin ein paar großformatige und ausdrucksstarke Zeichnungen zu bewundern. An einigen Stellen schrumpft die Bildgröße bei der Print-Ausgabe allerdings zu sehr. Wenn eine Comicseite im Format 17 × 26 cm teilweise mit 15 Panels vollgestopft ist, wirken einige davon ziemlich winzig. Andererseits ist das auch ein Argument für den Kauf der Deluxe-Edition im Überformat.