Zum Auftakt von Absolute Batman 5 ist der Dunkle Ritter zwar den Fängen von Ark M und Bane entronnen. Doch abgeschlossen ist die Angelegenheit damit noch lange nicht. Um diese endgültig zu klären, fordert der Mitternachtsdetektiv seinen Widersacher zum entscheidenden Kampf heraus. Aber wie kann Batman überhaupt hoffen, den durch Venom mehr denn je aufgeputschten Bane in einem Rückkampf zu besiegen?
Scott Snyder (Der schwarze Spiegel) bringt in diesem Band den Erzählzyklus um die Auseinandersetzung zwischen Batman und Bane zu einem (vorläufigen) Ende. Der Autor inszeniert den Kampf der beiden mitreißend und hat viele spannende Ideen parat, mit denen der Dark Knight seinem schier übermächtigen Gegner Paroli bieten kann. Dabei passt es zum Absolute-Konzept, dass Batman hier noch härter als in den klassischen Comics agiert. Für zusätzliche Dynamik sorgt der stetige Wechsel der Erzählung zu einem zurückliegenden Kampf, in dem sich Bruce Waynes Freund Waylon Jones ebenfalls einem überlegenen Gegner stellen musste. Das Kapitel vor dem Kampf kann da intensitätsmäßig zwar nicht ganz mithalten. Es schafft aber die Vorbedingungen und beleuchtet die einzelnen Charaktere genauer, was auch nicht ohne Reiz ist. Das Ende lässt zudem reichlich Anknüpfungsmöglichkeiten, sodass wir uns um die Fortsetzung von Absolute Batman wohl keine Sorgen machen müssen–– auch wenn sich die Story nun zunächst in eine etwas andere Richtung entwickeln dürfte.
Nick Dragotta darf auch das Finale dieses Bane-Zyklus optisch in Szene setzen. Das sieht über weite Strecken richtig gut aus. Bane wirkte wohl noch nie so bedrohlich und gebieterisch. Auch die Entschlossenheit des Dunklen Ritters ist bis auf die Bildebene spürbar. Etwas durchwachsen fällt die visuelle Umsetzung von dessen reptilienhaftem Mitstreiter aus. In einigen Panels präsentiert Dragotta sehr eindrucksvoll das riesige, zahnbewehrte Maul. Dann kann er sich aber scheinbar nicht entscheiden, ob es sich um einen übergroßen Alligator, einen mystisch-chinesischen Drachen oder eine XL-Schlange handeln soll. Besonders ein Bild schwächelt etwas, in dem das Reptil sich auf zwei Beinen streckt, und eher wie ein übergroßer Frosch wirkt.
Gewissermaßen als Bonus gibt es am Ende noch eine kurze Geschichte, die Daniel Warren Johnson (Hulk vs. Thor: Banner und Donner) sowohl erdacht als auch gezeichnet hat. In dieser gerät Batman mit einer schwer bewaffneten Bande in Konflikt. Erzählerisch ist die Story etwas (zu) einfach gestrickt, was auch für die Charakterisierung des Dunklen Ritters gilt. Dafür liefert Daniel Warren Johnson bei der Bebilderung der Kampfszenen einige beeindruckende Panels. Dabei setzt er visuelle Ausrufezeichen, wenn er diese seiten- oder sogar doppelseitenfüllend präsentiert.