Entscheidungskampf! Im – wiederum drei Einzelhefte umfassenden – Band Absolute Superman 5 treffen Ra’s al Ghul und Superman krachend aufeinander. Allerdings handelt es sich nicht um ein Duell, sondern vielmehr um eine Schlacht. Denn der Vorsitzende der Lazarus Corporation wirft die gesamte Macht seines Megakonzerns in die Waagschale. Doch auch der Stählerne erhält Unterstützung – nämlich von seinen Verbündeten und den Menschen in Smallville. Wie wird der ungleiche Kampf enden?
Jason Aaron (Thanos) fährt in der Entscheidungsschlacht groß auf. Dadurch kommen Actionfans in den ersten beiden Kapiteln voll auf ihre Kosten. Die Story lebt von Gegensätzen. So treten der moralische Superman gegen einen skrupellosen Ra’s al Ghul und Farmer mit Flinten gegen Söldner in Kampfpanzern an. Gleichzeitig hat der Autor einige Ideen parat, um seinen Protagonisten nachvollziehbar zu schwächen. Gerade dadurch wirkt der Stählerne verletzlich, nahbar und als Figur interessant. Gleichzeitig gewinnt die Story durch Verluste und Opferbereitschaft an Intensität. Allerdings hängt der Plot nach der finalen Schlacht etwas durch, wobei das dritte Heft qualitativ abfällt und vor allem Weichen für die Zukunft stellt. Ein zunächst als neuer Gegner angedeuteter Toyman ist einfach kein adäquater Ersatz für den Kopf des Dämons. Erst gegen Ende deutet sich eine spannende Entwicklung an, die dem nächsten Band wieder mehr Würze verleihen dürfte.
Die ersten beiden Hefte darf Rafa Sandoval (Dark Crisis) bebildern, der auch schon in früheren Teilen der Serie zum Zug kam. Vor allem seine Actionsequenzen und der wütende Superman sehen bei ihm stark aus. Für das letzte Kapitel übernimmt dann Juan Ferreyra (Spider-Man Noir: Berlin bis Babylon). Der leistet zwar insgesamt passable Arbeit. Sein Superman wirkt allerdings im direkten Vergleich nach den letzten Ereignissen etwas zu jugendlich und brav. Ansprechend und schön diabolisch lächelnd präsentiert sich dafür seine Interpretation von Brainiac.