Das letzte Abenteuer von Wonder Woman endete mit einer buchstäblichen Höllenreise. Nun findet sich die Amazone in Absolute Wonder Woman Band 3 in einer höllischen Arena wieder. Dort muss sie zum Vergnügen von Hades kämpfen. Doch auch das nächste Abenteuer wird nicht einfacher. Hier warten nämlich ein giftiger Gegenspieler sowie ein Labyrinth auf Diana und auf Fans der Amazone zwei alte Bekannte.
Kelly Thompsons Run geht weiter. Wie im letzten Band gibt es den Abschluss eines alten und den Beginn eines neuen Abenteuers sowie einen kleinen humoristischen Rückblick auf Dianas Kindheit. Gefallen können vor allem der Arenakampf und die damit zusammenhängenden Ereignisse. Denn hier wirkt die Verknüpfung von Dianas Vergangenheit mit den Herausforderungen der Gegenwart – eine Technik, die Thompson immer wieder anwendet – besonders stimmig. Unter dem Strich agiert hier Gott Hades allerdings dann aber doch etwas zu naiv und machtlos. Dafür weiß die düstere, mystische Stimmung zu gefallen. Da kann der Auftakt des Labyrinth-Abenteuers (noch) nicht ganz mithalten. Dieses liefert aber immerhin einige interessante Rätsel für die Leserschaft.
Für die visuelle Gestaltung der beiden Geschichten sind wiederum Mattia de Iulis und Hayden Sherman verantwortlich. Dabei überzeugt die Arbeit des Italieners vor allem durch die dichte Atmosphäre und die Gestaltung der Hauptfigur. Mattia de Iulis zeigt dabei sowohl bei der jungen als auch bei der erwachsenen Diana eine ausdrucksstarke und sehr realistisch anmutende Mimik. Hayden Sherman liefert hingegen immer wieder abwechslungsreiche und kreativ designte Panelformen. So kommt keine Langeweile auf. Die Gesichter der Figuren wirken allerdings im direkten Vergleich zur Arbeit des Kollegen weniger überzeugend.