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Ära der Helden

Reihe: Die Beschützer Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Nachdem Superhelden schon seit einigen Jahren in Film und Fernsehen immer mehr Anhänger finden und einen Erfolg nach dem anderen feiern, ist das Thema nun auch in der deutschen Science Fiction angekommen. Durch „Die Beschützer“ startet eine Reihe, die die übersinnlich begabten oder mit technischen Gimmicks ausgestatteten Helden nun auch in unserem Land ankommen lässt. Martin Kay hat mit „Ära der Helden“ den Auftaktband verfasst.

 

In einer Zeit, in der Terror und Verbrechen die Bevölkerung immer wieder in Angst und Schrecken versetzt ist Konrad Berghoff der Ansicht, dass Deutschland Superhelden braucht, am besten in einem Team zusammengefasst, über das er die Aufsicht hat. Der Besitzer zweier Biotech-Firmen möchte gleichzeitig die Fähigkeiten der Helden untersuchen, um diese eventuell duplizieren zu können.

Deshalb beobachtet er aufmerksam die Szene und beauftragt den privaten Ermittler Kevin Burscheid heraus zu finden, wer hinter der geheimnisvollen Sin Claire steckt, die schon seit einiger Zeit die Straßen von Frankfurt unsicher macht. Und natürlich ist sie nicht die einzige, die mit besonderen Fähigkeiten für das Wohl der Menschen kämpft.

Doch werden diese eigenwilligen Menschen bereit sein, die ihnen zugedachte Rolle so auszufüllen wie es Berghoff von ihnen erwartet? Aber dann spielt dem Firmenbesitzer ausgerechnet ein Schurke mit unglaublichen Kräften in die Hände …

 

Superhelden haben es in Buchform schwer in deutschen Landen. Die meisten Fans bevorzugen Comics, in denen sie die Helden und ihre Kämpfe wie auch Fähigkeiten gleich visuell vor Augen haben, oder sie lassen sich gleich ganz von Filmen und Serien einfangen, die mit noch weniger Anstrengungen zu genießen sind.

Romane hingegen fordern, das eigene Kopfkino einzuschalten und nicht nur Beschreibungen zu lesen, sondern sich auch noch von diesen mitreißen zu lassen.

Martin Kay hat bereits unterhaltsame und kurzweilige Sci-Fi-Abenteuer geschrieben, deshalb weiß er genau, wie er seine Leser kitzeln muss, damit sie ohne Vorbehalte in die Geschichte eintauchen können und wollen. Auf verschiedenen Handlungsebenen führt er diese in das Szenario ein, schreibt, welche Absichten Berghoff hegt und wie er versucht, diese in die Tat umzusetzen. Auf der anderen Seite darf man auch hinter die Maske von Sin Claire blicken, die eine angenehm normale Seite hat, auch wenn sie sich in ihren Einsätzen ganz anders verhält.

Natürlich geht es nicht um tiefschürfende Erkenntnisse und Fragen, denn auch die Erklärungen, wie die übersinnlichen Kräfte entstanden sind, bleiben eher rudimentär. Die Figuren sind auch nur so weit ausgearbeitet, wie man es für die Handlung braucht.

Aber das kommt dem Abenteuer zugute, dem geschickten Spiel mit Klischees und bekannten Versatzstücken, die aber neu interpretiert und in ein ungewohnt vertrautes Szenario gesetzt werden.

Heraus kommt eine überaus solide Geschichte, die von Anfang bis Ende in den Bann schlägt, und keine Längen aufweist.

 

Wer Superhelden mag, sollte ruhig einen Blick in „Ära der Helden“, dem ersten Band von „Die Beschützer“, einer unterhaltsamen und kurzweiligen Serie, die Helden und Schurken, die man sonst nur aus Amerika kennt, in ein sehr vertrautes Szenario holt – das heutige Deutschland.

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Eure Meinung:

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Buch:

Ära der Helden

Reihe: Die Beschützer Band 1

Autor: Martin Kay

Atlantis Verlag, Juli 2016

Taschenbuch, 240 Seiten

Titelbild: Allan J. Stark

 

ISBN-10: 3864023467

ISBN-13: 978-3864023460

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01GBBC1PS

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.07.2016, zuletzt aktualisiert: 14.03.2019 10:03