Afterburn (DVD; SF; FSK 16)
 
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Afterburn

Filmkritik von Cronn

 

In letzter Zeit habe ich persönlich wenige B-Movies im SF-Bereich gesehen, die sowohl von den Produktionswerten als auch von der Riege an Schauspielern an alte VHS-Zeiten heranreichen. Doch mit Afterburn hat sich ein vielversprechender Kandidat in meinem Player breitgemacht, der mich überrascht hat. Mit Dave Bautista hochkarätig besetzt und von J.J. Perry inszeniert, zeigt sich »Afterburn« von seiner besten Seite. Doch zunächst ein paar Worte zum Inhalt.

Verlagsinfo

Nachdem eine gewaltige Sonneneruption in der östlichen Hemisphäre der Erde eine flächendeckende Zerstörung hinterließ, blieben in Europa Gegenstände von großem Wert verschollen zurück. In dieser postapokalyptischen Welt begibt sich der wortkarge Schatzsucher und ehemalige Soldat Jake (Dave Bautista) auf die Suche nach verbliebenen, wertvollen Objekten aus der alten Welt, um sie für seinen mächtigen Klienten, King August (Samuel L. Jackson), zu bergen. Bei Jakes aktueller Mission tut er sich mit der Freiheitskämpferin Drea (Olga Kurylenko) zusammen - und es geht dabei um nichts weniger, als die Mona Lisa. Es wird angenommen, dass diese sich in einem unbekannten Tresor im von Kämpfen zerrütteten Frankreich befindet, das von einem brutalen Warlord (Kristofer Hivju) beherrscht wird. Aber Drea und Jake sind nicht die Einzigen, die auf der Suche nach ihr sind …

Kritik

»Afterburn« macht mit seiner Prämisse etwas Kreatives: Das Drehbuch erschafft mit der Hauptfigur Jake eine Mischung aus Mad Max-Charakter und Indiana Jones, ohne dabei zur reinen Kopie zu werden. Allerdings ist erstaunlicherweise gerade die Darstellung des Jake durch Bautista merkwürdig geraten. In vielen Szenen wirkt er nicht wie derjenige, der die Handlung vorantreibt, sondern im Gegenteil wie derjenige, der getrieben wird. Es fehlt dem Spiel des durchtrainierten Bautista in einigen Szenen die körperliche Präsenz, sodass er den Heldenstatus einbüßt. Gerade in ruhigen Szenen geht ihm das verloren. Gottlob ist das nicht immer der Fall, und wenn Bautista dann actionmäßig loslegt, bleibt kein Auge trocken.

 

Ihm zur Seite steht mit Olga Kurylenko eine wahre Action-Heroin, die sogar an Sarah Connor aus Terminator 2 erinnert. Ihre körperliche Wucht ist überragend und ihre humoristische Strahlkraft überzeugend.

 

Und diese Mischung aus Action und Humor ist überzeugend. »Afterburn« ist keine simple Ballerorgie, sondern hat mit einem charismatischen Antagonisten (Kristofer Hivju) sogar charakterliche Tiefe im Ansatz und einen leicht gesellschaftskritischen Hintergrund, wie viele postapokalyptische Filme. Aber »Afterburn« bleibt klar ein locker-flockiges B-Movie und das ist angenehm anzuschauen.

 

Die Filmmusik schießt allerdings manchmal über das Ziel hinaus und wirkt überdramatisch mit ihrem synthetischen Orchester-Score. Am besten ist die Musik immer dann, wenn sie einen Rock-Musik-Hintergrund hat. Die Verfolgungsjagd mit Autos und Motorrädern unterlegt mit einem Rock-Song funktioniert allerdings wunderbar und macht richtig Spaß.

Fazit

»Afterburn« ist ein B-Movie, das sich dessen bewusst ist und dass dennoch nicht versucht, diesen Umstand zu kaschieren. Mit Humor und durchaus anspruchsvollen Action-Szenen gelingt es J.J. Perry einen unterhaltsamen Film zu präsentieren, der Spannung und Augenzwinkern vereint.

Darsteller·innen:

Dave Bautista

Samuel L. Jackson

Olga Kurylenko

Kristofer Hivju

 

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DVD:

Afterburn

Regisseur: J.J. Perry

Spieldauer: 1 Stunde und 42 Minuten

Umfang: 1

Leonine, 5. Dezember 2025

Untertitel: Deutsch

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

FSK: 16

 

ASIN: B0FDF2N3D1:

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.01.2026, zuletzt aktualisiert: 19.01.2026 13:25, 25748