Seit sie 11 ist, lernt Vhalla in der kaiserlichen Bibliothek. Mittlerweile geht sie auf ihren 18. Geburtstag zu und kennt sich entsprechend gut in den Untiefen des Buchbestands aus. Als Kronprinz Aldrik schwerverwundet in den Palast zurückkehrt, kann sie so die richtige Heilmethode finden, mit der Aldrik wiederhergestellt werden kann. Dabei bemerkt er jedoch, dass Vhalla die seltene Gabe der Windläufer-Magie besitzt. Gerade diese ist jedoch nicht bei allen gerngesehen.
Die von Elise Kova für diesen Fantasy-Mehrteiler entworfene Handlungswelt wirkt in mancher Hinsicht etwas moderner als die im Genre verbreiteten, mittelalterlich geprägten Welten. Immerhin existiert hier ein Senat, den selbst der Kaiser nicht einfach übergehen kann. Die Existenz von Magie ist in dieser Welt kein Geheimnis, doch erfährt die Protagonistin erst in einem für derartige Geschichten relativ hohem Alter von ihrer Begabung. Die Akzeptanz ihrer Magie und die Auseinandersetzung mit ihr stellt dann auch das Hauptelement dieses Bandes dar.
Die schon im Klappentext vorweggenommene Liebesbeziehung zum Kronprinzen stellt sich als deutlich weniger relevant als zu vermuten heraus. … was in meinen Augen allerdings eher ein Vor- als ein Nachteil ist.
Nachdem die Story zu Beginn relativ langsam an Dynamik gewinnt, wird sie zum Ende hin überraschend heftig. Vhallas wirkliches Abenteuer scheint da erst zu beginnen.
Die Autorin konzentriert sich ganz auf ihre Protagonistin, sodass der Leser nie über deren Erkenntnisstand hinausreichende Informationen bekommt.