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Akai Tenshi, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

In Deutschland ist Makoto Tateno vor allem durch ihre Boys Love Geschichten bekannt geworden. So verwundert es um so mehr, dass sie sich mit Akai Tenshi nun auf ungewohntes Terrain bewegt – denn die Geschichte beginnt mit einer Mädchenfreundschaft und der Schwärmerei für einen geheimnisvollen Jungen.

 

Nana ist begeistert vom Charme der neuen Schülerin Mika und diese scheint sie auch irgendwie zu mögen, denn sie lädt sie gleich zu sich nach Hause ein. Dort lernt Nana auch El kennen, den Bruder von Mika, der aufgrund einer schweren Krankheit das Haus nicht verlassen kann.

Doch schon bald zeigt sich, dass die Geschwister ein Geheimnis haben: Sie sind Vampire und trinken Nanas Blut. Doch anders als der Volksglauben weismachen will, bringen sie sie nicht um, sondern sättigen sich nur und lassen sie dann ohne Erinnerung wieder gehen.

Danach verlassen Mika und El die Stadt, denn sie spüren, dass es nicht gut ist, länger zu bleiben. Immerhin ist ihr Geheimnis noch größer als gedacht, denn sie sind nicht ohne Grund rotgeflügelte Vampire. Tatsächlich sind sie gefallene Engel, die von einer unerklärlichen Sehnsucht getrieben werden und sie sind nicht allein. Doch die anderen sind oftmals skrupellos und grausam. Sie würden zerstören, was sie sich aufgebaut haben.

Dann aber tritt jemand in ihr Leben, der zunächst wie sie ein Vampir zu sein scheint, der ebenfalls das Licht sucht, doch hat auch er ein Geheimnis, dass ihn von den anderen trennt.

 

Man merkt, dass sich die Künstlerin auf ungewohntem Terrain bewegt, denn die romantischen Gefühle zwischen dem Menschenmädchen und ihren geheimnisvollen neuen Freunden wirken eher aufgesetzt und unwahr, während es bei dem Knistern zwischen den Kontrahenten der Endszene ganz anders aussieht.

Ansonsten bedient Makoto Tateno sehr viele Klischees, die mit Vampiren und Engeln einhergehen und betet diese nach Katalog herunter. Wirklich interessant wird die Geschichte dadurch nicht, eher im Gegenteil. Es gibt nur wenige eigene Interpretationen bekannter Handlungsmuster, so dass man das Gefühl nicht los wird, die Geschichte schon einmal ganz woanders gelesen zu haben.

Immerhin passt ihr Zeichenstil zu den vampirischen Charakteren, da diese eher stark und geheimnisvoll als niedlich sind, nur sehen sie sich wie so oft allesamt ziemlich ähnlich und sind gerade einmal durch die Kleidung voneinander zu unterscheiden.

Letztendlich stimmt nur die düsterromantische Atmosphäre, die zu einem Schauermärchen wie diesem passt. Aber weder die einzelnen Episoden, noch die Hintergrundgeschichte sind wirklich spannend und schon gar nicht überzeugend.

 

Leider ist „Akai Tenshi“ kein Titel von Makoto Tateno, den man empfehlen kann, da sie sich zu unsicher auf dem ihr unvertrauten Terrain bewegt und mehr als einmal an den gängigen Klischees scheitert.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Akai Tenshi (Bd.1)

Autorin & Künstlerin: Makoto Tateno

Akai Tenshi, Japan 2004

Ema, erschienen Oktober 2011

Manga-Taschenbuch, 160 Seiten

Übersetzung aus dem Japanischen von Ai Aoki

ISBN-10: 3770474236

ISBN-13: 978-3770474233

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 06.11.2011, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39