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Akihabara Shojo, Band 5

Rezension von Christel Scheja

 

 

Mit dem fünften Band, der nun nach einer längeren Pause erschienen ist, findet auch die Manga-Reihe „Akihabara Shojo“ ihr Ende.

Die Geschichte ist überraschenderweise nicht erfunden, sondern wird nach einer wahren Geschichte erzählt, in der ein junger Student und eine Büroangestellte ganz und gar nicht konventionell zusammen finden. Die junge Frau pflegt ein ungewöhnliches Hobby – sie ist bekennender „Boys Love“-Fan und überträgt ihre Phantasien auch gerne schon einmal in die Realität

 

Inzwischen sind Taiga und Yuiko ein Paar, auch wenn sie noch nicht zusammen leben. Auch wenn es ihm schwer zu schaffen macht, so tut der Student doch alles, um sie zu halten – er schreibt einen Roman zu der Lieblingsserie seiner Freundin mit den entsprechenden homoerotischen Szenen, geht mit ihr auf Cons und beteiligt sich sogar am Cosplay. Nach und nach gewinnt er sogar Gefallen daran.

Der Einzige, der ihn jetzt noch ein wenig am Boden hält ist sein bester Freund und Mitbewohner Koji, der solche Verrücktheiten nur all zu gut kennt, denn seine kleine Schwester Akari ist leidenschaftliche Cosplayerin.

Und immerhin kann er sich jetzt darauf verlassen, dass Taiga ihm hilft, wenn er einmal viel zu sehr bedrängt wird, da dieser ihn nur all zu gut verstehen kann.

Doch noch ist die Liebe zwischen Taiga und Yuiko nicht ganz so fest und sicher, wie sie glauben. Denn der junge Mann merkt sehr deutlich, dass er langsam an seine Grenzen kommt und nicht mehr alles machen kann, was seine Freundin will. Auch Womanizer Naoto setzt zum finalen Schlag an.

 

Es war zu erwarten, dass die junge Liebe doch noch einmal auf den Prüfstand gestellt wird, ehe das Happy End heran rauscht. Allerdings ist der letzte Band nicht mehr ganz so gelungen wie die ersten vier.

Zwar erzählen die Künstler die Geschichte auch weiterhin mit einem Augenzwinkern, viel von der Stimmung geht leider viel verloren, da die Geschehnisse zu hektisch aneinander gereiht werden. Vor allem wenn Akari mitmischt wird es chaotisch und durcheinander und der Sinn des Ganzen geht verloren..

Dadurch wirkt die letztendliche Liebeserklärung nicht ganz so glaubwürdig wie man es sich erhofft hat und man fragt sich weiterhin, ob den beiden wirklich ein Happy End ohne Wenn und Aber beschieden sein kann.

Alles in allem werden die Verrücktheiten der fanatischen Otaku noch einmal liebevoll in Szene gesetzt und so manches Klischees munter auf den Kopf gestellt.

 

Alles in allem schließt „Akihabara Shojo“ zwar angemessen aber irgendwie nicht ganz zufriedenstellend. Dennoch ragt auch dieser Band noch aus der Masse der Mangaromanzen heraus, weil er immer noch lebensnaher bleibt als manche von diesen Werken.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Akihabara Shojo Band 5

Autorin & Künstlerin: Rize Shiba & Pentabu

Aus dem Japanischen von Claudia Peter

Fujoshi Kanojo, Vol.5, Japan 2007

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 10/2010

ISBN-10: 3770473132

ISBN-13: 978-3770473137

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 10.11.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40