Der Valoraner Xy ist aus Liebeskummer verzweifelt. Deshalb meldet er sich für das verrückteste Experiment, das die valoranische Wissenschaft je unternommen hat. Xys Körper wird mit einem noch nie erprobtem Verfahren in einen menschlichen umgewandelt. Als Mensch getarnt soll er auf der Erde leben, um zu erkunden, ob die Menschheit für einen Technologie-Austausch mit Valor bereit ist.
Die Idee, die Erlebnisse eines Außerirdischen auf der Erde literarisch aufzuarbeiten, hatten schon mehrere Science-Fiction-Autoren. Humor war dabei auch öfters im Spiel. Thomas Tausend schickt seinen valoranischen Protagonisten allerdings nicht wie viele seiner Kollegen in die USA, sein Xy muss im gänzlich un-valoranischen Hessen überleben. Die auf Valor aus menschlichen Aussendungen erlernte Sprache namens Deutsch hilf ihm da nur eingeschränkt weiter. All diese Probleme seines Protagonisten bringt der Autor sehr humorvoll an seine Leser. Dabei rückt er Unlogiken der Menschheit gezielt in den Fokus, was sich bis in den Bereich Gesellschaftskritik erstreckt. In manchen Punkten geht er nach meinem Geschmack aber zu tief ins Detail und bremst damit die Geschichte stellenweise etwas aus.
Insgesamt gesehen sind die Abenteuer des Aliens unter Hessen (und anderen Menschen) aber äußerst unterhaltsam zu lesen. Am Ende deutet sich dann die Möglichkeit einer Fortsetzung an.
Der Autor überlässt es seinem valoranischen Protagonisten, seine Erlebnisse mit diesen eigenartigen Menschen selbst zu schildern.