Maevyth wohnt in Foxglove Parish, seit sie als Baby dort ausgesetzt wurde. Bei der Bevölkerung ist sie nicht beliebt. Um den Wald macht sie wie alle anderen einen großen Bogen. Wer dort hineingeht, kommt nicht zurück. Doch dann bleibt ihr keine Wahl – und sie landet in einer anderen Welt, wo sie auf den Assassinen Zevlander trifft. Bald stellt sich heraus, dass sich hinter Maevyths Herkunft ein Geheimnis verbirgt.
Autorin und Verlag beginnen diesen als Gothic Fantasy bezeichneten Mehrteiler gleich mit einer ausführlichen und umfangreichen Triggerwarnung, die durchaus geeignet ist, Leser abzuschrecken. Die hier erwähnten Gewalt- und Sexszenen kommen in der Handlung auch vor. Allerdings sind sie nicht härter oder erschreckender, als ich ähnliches schon in so manchem als Romantasy gelabelten Buch gelesen habe.
Die Handlungswelt dieser Fantasy-Geschichte ist in 2 deutlich getrennte Bereiche unterteilt. Während Maevyths Welt in manchem an die Zeit der Hexenverfolgung erinnert, wird die Welt Zevanders merklich moderner, aber trotzdem noch vor-industriell gezeichnet. Eine Protagonistin, die ihre wahre Herkunft nicht kennt, gerät in eine andere Welt, in der sich Antworten auf diese Frage (bisher nur) andeuten. Hier trifft sie auf ihren Co-Protagonisten, der selbst eine komplizierte Vergangenheit aufzuweisen hat. Dass es zwischen beiden zu einer Annäherung kommt, stellt für den Genre-erfahrenen Leser natürlich keine große Überraschung dar. Vieles bleibt in diesem Auftaktband natürlich noch offen, aber gerade das macht zusammen mit dem Cliffhanger am Ende auch Lust auf die Fortsetzung.
Die Autorin erzählt wechselweise aus den Perspektiven Maevyths und Zevlanders, wobei die aus Maevyths Sicht berichteten Ereignisse aus deren Ich-Perspektive wiedergegeben werden, während bei Zeylander aus Erzählersicht erzählt wird.