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Ancient Aliens, Staffel 4

Rezension von Christel Scheja

 

Seit den 1960ger und 1970ger Jahren finden die Spekulationen um Besucher aus dem All kein Ende. Während auch renommierte Wissenschaftler nicht mehr daran zweifeln, dass es irgend wo anders als auf der Erde leben kann, bleibt die Masse doch weiter skeptisch, was deren Anwesenheit auf der Erde angeht und verweisen die Theorien eines Erich von Däniken und seiner Nachfolger in das Reich der Phantasie. Dennoch bleibt das Interesse der Öffentlichkeit ungebrochen und so können Serien wie „Ancient Aliens“ auch eine vierte Staffel erleben.

 

Wieder taucht die Serie aus dem History Channel in den Themenkreis ein und bechäftigt sich mit außerirdischen Besuchern auf unserer Erde. Besonders die Maya scheinen Hinweise darauf zu geben, dass sie sich von mächtigen Fremden haben leiten lassen – wie sonst könnten sich manche der Reliefs, die Monumentalbauten im Pyramidenstil und nicht zuletzt auch die relativ exakten astronomischen Berechnungen erklären lassen? Und was hat es mit dem Ende des Maya – Kalenders im Jahr 2012 auf sich – ist es nur der Beginn eines neuen Zyklus oder gleich das Ende der Welt?

Und sind wirklich alle Aliens den Menschen wohl gesonnen? Wie sieht es im Falle von Naturkatastrophen aus, die ganze Zivilisationen zerstörten aber doch nicht alles Leben? Können die Lichtgestalten eine Auswahl getroffen haben, um zumindest die überleben zu lassen, die ihnen am vielversprechendsten wirkten?

Auch der Roswell-Zwischenfall ist noch immer ungeklärt? Was verbirgt die NASA noch heute vor der Öffentlichkeit und waren die Nazis in ihren Entwicklungen vielleicht weiter als man dachte, weil sie uralten Aufzeichnungen und Mythen ihrer Ahnen glaubten.

Auch Da Vinci war seiner Zeit weit voraus und entwickelte Gerätschaften, die man erst Jahrhunderte später wirklich umsetzen konnte. Oder was hat es mit dem Bigfoot auf sich – sind es Urmenschen oder vielleicht Fremde? Eine Folge geht auch der Frage nach, ob die Fremden vielleicht gar nicht von anderen Welten stammen sondern aus unserer eigenen Zukunft? Und wie sind die Dinosaurier-Darstellungen auf manchen alten Zeichnungen zu erklären?

 

Fragen über Fragen werden aufgeworfen und natürlich gibt es auch leidenschaftliche Antworten, in denen die Wissenschaftler und Forscher zu beweisen versuchen, das etwas an ihren Vermutungen dran ist. Dafür bauen Künstler manche Entwürfe auf den Maya-Tempeln dreidimensional nach. Gelegentlich ein wenig reißerisch und aber durchaus unterhaltsam werden die Thesen in Szene gesetzt – werden Querverbindungen gezogen, die auf einen genaueren Blick hin gar nicht so abwegig wirken und vielleicht sogar Hand und Fuß haben – aber eine endgültige Wahrheit gibt es natürlich nicht.

Neben vielen alten Thesen gibt es natürlich auch neue Theorien, die durch aktuellere Forschungsergebnisse aus den verschiedensten Fachbereichen gestützt werden. Und man garniert sie mit Andeutungen und Enthüllungen, die auch unsere heutige Zeit betreffen, gerade was die Informationspolitik der Regierungen und ihrer wissenschaftlichen Stellen in Bezug auf Entdeckungen und Funde, aber auch Weiterentwicklungen angeht.

Heraus kommt ein bunter Mischmasch aus Interviews und Erläuterungen mit verschiedenen Wissenschaftlern und Verfechtern der Prä-Astronautik-Theorien – Besuche an den historischen Städten, um den Mutmaßungen auch Bilder zu geben und Ausschnitten aus offiziellen Materialien.

Wie immer wird das ganze Arsenal an technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten aufgefahren, die heute zur Verfügung stehen und weitaus ausgereifter sind als noch vor dreißig oder vierzig Jahren.

Was auf Dauer für den deutschen Zuschauer etwas anstrengend werden könnte, ist die „reißerische“ Aufmachung der Folgen, inklusive der vielen durch die eingeplanten Werbepausen eingebauten Wiederholungen, die man hierzulande nicht gewohnt ist. Aber wer Spaß an den wilden Spekulationen der Prä-Astronautik-Experten hat, wird dies sicherlich hinnehmen und die einzelnen Episoden genießen, die auch einmal unbekanntere Schauplätze oder Aspekte bekannter Themen unter die Lupe nehmen.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem bietet auch die vierte Staffel von „Ancient Aliens“ wieder die gewohnte Unterhaltung zu einem Thema, das in den letzten Jahren vermutlich neue Anfänger gefunden hat, was man will. Die oftmals sehr waghalsigen Theorien werden ansprechend und kurzweilig präsentiert, ihr Informationsgehalt bleibt jedoch eher mäßig. Auch richtet sich die Serie vor allem an Einsteiger und Interessierte, derjenige, der sich schon lange ernsthaft mit den Spekulationen beschäftigt, wird eher weniger Aspekte finden, die er noch nicht kannte.

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DVD:

Ancient Aliens, Staffel 4

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 3

FSK: Infoprogramm

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 24. Oktober 2014

Produktionsjahr: 2010

Spieldauer: 500 Minuten

ASIN: B00MHGTRLI

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230128214743bd5fdfd9
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Erstellt: 09.11.2014, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01